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03.03.2016

„rechts oben II. Demokratie und Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern“

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16.3.2016, 19 - 21h, Schleswig-Holstein-Haus Schwerin

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion, u. a. mit Vincent Kokert (CDU), Dr. Norbert Nieszery (SPD), Björn Griese, Fraktionsvorstand DIE LINKE Kreistag NWM, und Jürgen Suhr (Bündnis 90/Die Grünen),
Moderation: Michel Abdollahi, Träger des Deutschen Medienpreises 2016

Durch den Abend führt Michel Abdollahi, der für seine Reportage über den Ort Jamel mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet wurde.

Passend zum Wahljahr 2016 veröffentlichen die RAA-Regionalzentren für demokratische Kultur in Mecklenburg-Vorpommern eine umfassende Sozialraumstudie zur Demokratieentwicklung und zur Rechtsextremismusprävention im nordöstlichsten Bundesland. Deutlich ist: Bei der Zurückdrängung rechtsextremer Demagogie und geistiger Brandstiftung gibt es noch einiges zu tun zwischen Boizenburg und Ahlbeck. Andererseits berichten die AutorInnen von einer mittlerweile vitalen Zivilgesellschaft, in deren Mitte für Rassismus, Intoleranz und rechte Gewalt kein Platz ist.

Zentrale Themenfelder des Sammelbandes sind:
•          Die extreme Rechte in MV
•          Best-practice-Beispiele der Demokratieförderung
•          Das Wirken der NPD im Parlament
•          Der moderne Rechtspopulismus und dessen Strategien rassistischer Mobilisierung
Das Buch enthält u. a. Beiträge von Alice Lanzke, Andrea Röpke, Heike Radvan, Torsten Sohn, Esther Lehnert, Roman Guski, Swantje Tobiassen sowie Interviews bzw. Beiträge von Helmut Holter, Dr. Norbert Nieszery und Vincent Kokert.

Bestellungen werden ab 17. März 2016 auf der Homepage der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e.V. gegen Portoentgelt entgegengenommen.

Anmeldung unter folgendem Link: http://www.raa-mv.de/anmeldung-rechts-oben-ii

22.02.2016

Berliner Bischof Dröge kontert Kirchen-Kritik der AfD

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22.02.2016 ǀ Berlin.  Der Berliner Bischof Markus Dröge hat Rechtspopulisten das absichtliche Schüren von Konflikten zwischen Muslimen und Christen vorgeworfen. Man habe es "mit der Propaganda einer rechtspopulistischen Bewegung" zu tun, sagte der evangelische Theologe am Sonntag in Berlin. "Sie versucht sich christlich zu geben, aber sät doch nur Unfriede mit ihren Parolen."

Dröge verwies auf den Vorwurf von AfD-Chefin Frauke Petry, die Kirchen seien "verlogen", weil sie sich vor dem Hintergrund der Flüchtlingstragödie mehr für Muslime als eigene Glaubensbrüder einsetzten. Der Theologe betonte, das Schicksal verfolgter und bedrängter Christen sei den Kirchen nicht egal. "Wir verschließen die Augen nicht", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in seiner Predigt zum Sonntag Reminiscere, der verfolgte Christen ins Zentrum stellt.

Er beobachte mit Sorge, "dass es auch in Flüchtlingsunterkünften Vorfälle gibt, wo Christen bedrängt werden", sagte Dröge. Er wisse aber auch "dass es Menschen gibt, die diese Vorfälle dazu benutzen wollen, Misstrauen zu schüren". Sie hätten nicht das Ziel des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion und Kultur vor Augen, sondern wollten bewusst Stimmung machen gegen Flüchtlinge und besonders gegen die Muslime unter ihnen, warnte er.

Zum Vorwurf der Verlogenheit sagte Dröge, diese Parolen zeigten nur, "dass hier Menschen das Wort ergreifen, die weder Ahnung haben von dem, was die Kirchen in unserem Lande und weltweit leisten, noch von der Botschaft Jesu Christi". Die Rechtspopulisten gäben nur vor, sich für Christen einzusetzen, verkehrten das Evangelium dabei aber in sein Gegenteil: "Denn das Besondere des Christentums ist es gerade, den anderen, den Fremden, denen, die in existenzieller Not Hilfe brauchen, zu helfen", sagte Dröge.
Quelle: epd

02.02.2016

Neue Handreichnung: „Das Bild des übergriffigen Fremden – wenn mit Lügen über sexualisierte Gewalt Hass geschürt wird“

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Die neueste Handreichung der Amadeu-Antonio-Stiftung erklärt, wie sexualisierte Gewalt und die davon Betroffenen instrumentalisiert werden, um Vorurteile und Hass gegen Geflüchtete und Migrant_innen zu verbreiten.

Als Print-Version können Sie die Handreichung "Das Bild des 'übergriffigen Fremden' - Warum ist es ein Mythos?" bestellen unter netzwerke@amadeu-antonio-stiftung.de.