Hintergrund

Aktuelles & Bilder

22.02.2016

Berliner Bischof Dröge kontert Kirchen-Kritik der AfD

Photo

22.02.2016 ǀ Berlin.  Der Berliner Bischof Markus Dröge hat Rechtspopulisten das absichtliche Schüren von Konflikten zwischen Muslimen und Christen vorgeworfen. Man habe es "mit der Propaganda einer rechtspopulistischen Bewegung" zu tun, sagte der evangelische Theologe am Sonntag in Berlin. "Sie versucht sich christlich zu geben, aber sät doch nur Unfriede mit ihren Parolen."

Dröge verwies auf den Vorwurf von AfD-Chefin Frauke Petry, die Kirchen seien "verlogen", weil sie sich vor dem Hintergrund der Flüchtlingstragödie mehr für Muslime als eigene Glaubensbrüder einsetzten. Der Theologe betonte, das Schicksal verfolgter und bedrängter Christen sei den Kirchen nicht egal. "Wir verschließen die Augen nicht", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in seiner Predigt zum Sonntag Reminiscere, der verfolgte Christen ins Zentrum stellt.

Er beobachte mit Sorge, "dass es auch in Flüchtlingsunterkünften Vorfälle gibt, wo Christen bedrängt werden", sagte Dröge. Er wisse aber auch "dass es Menschen gibt, die diese Vorfälle dazu benutzen wollen, Misstrauen zu schüren". Sie hätten nicht das Ziel des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion und Kultur vor Augen, sondern wollten bewusst Stimmung machen gegen Flüchtlinge und besonders gegen die Muslime unter ihnen, warnte er.

Zum Vorwurf der Verlogenheit sagte Dröge, diese Parolen zeigten nur, "dass hier Menschen das Wort ergreifen, die weder Ahnung haben von dem, was die Kirchen in unserem Lande und weltweit leisten, noch von der Botschaft Jesu Christi". Die Rechtspopulisten gäben nur vor, sich für Christen einzusetzen, verkehrten das Evangelium dabei aber in sein Gegenteil: "Denn das Besondere des Christentums ist es gerade, den anderen, den Fremden, denen, die in existenzieller Not Hilfe brauchen, zu helfen", sagte Dröge.
Quelle: epd

02.02.2016

Neue Handreichnung: „Das Bild des übergriffigen Fremden – wenn mit Lügen über sexualisierte Gewalt Hass geschürt wird“

Photo

Die neueste Handreichung der Amadeu-Antonio-Stiftung erklärt, wie sexualisierte Gewalt und die davon Betroffenen instrumentalisiert werden, um Vorurteile und Hass gegen Geflüchtete und Migrant_innen zu verbreiten.

Als Print-Version können Sie die Handreichung "Das Bild des 'übergriffigen Fremden' - Warum ist es ein Mythos?" bestellen unter netzwerke@amadeu-antonio-stiftung.de.

27.01.2016

Handreichung für Flüchtlingsinitiativen

Photo

Auf Grundlage der Schulungen "Praktische Solidarität für Flüchtlinge" in Schleswig-Holstein ist diese Handreichung entstanden. Behandelt werden u.a. die Themen Asylverfahren, Dublin Vereinbarung und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein.

Leider ist die Druckversion vergriffen, die Broschüre kann leider nicht mehr bestellt werden. aber hier gibt es den Download.