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21.08.2017

Dokumentation „Wahre Christen oder böse Hetzer? Spaltet die AfD die Kirchen“, 14.9.2017 im SWR-Fernsehen

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Die SWR Dokumentation „Wahre Christen oder böse Hetzer? Spaltet die AfD die Kirchen“ am Donnerstag, 14. September 2017 ab 21 Uhr im SWR Fernsehen geht auf Spurensuche.

Der Konflikt zwischen christlichen Kirchen und der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) scheint unversöhnlich. Rassismus, Verunglimpfung von Religionsgemeinschaften, gar Hass gegenüber Flüchtlingen und Bedrohung kirchlicher Flüchtlingshelfer sei mit christlichen Werten nicht vereinbar, sagen Kirchenführer. Sie fordern dennoch den Dialog zwischen Christen und AfD-Anhängern. Denn unter den AfD-Sympathisanten und -wählern sind aktive Christen, die zum Teil sogar kirchliche Ämter bekleiden.

Welches sind die Motive, Weltbilder und Positionen führender Akteure der Vereinigung „ChrAfD“ (Christen in der AfD)? Diesen Fragen ging ein SWR Team nach. Es konnte bei internen Treffen drehen und erstaunliche Einblicke in das Milieu der Christen in der AfD gewinnen. Es entstand der Eindruck einer lose verbundenen Gruppe, keiner Vereinigung mit gemeinsamen Überzeugungen. Bisher nicht veröffentlichte Analysen über die „konservativen, wahren Christen“, wie sie sich selbst nennen, fügen sich zu einem Gesamtbild.
Kirchen distanzieren sich

„Wir distanzieren uns klar vom populistischen Vorgehen und vielen inhaltlichen Haltungen der Partei.“ Mit eindeutigen Worten setzte Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, im März ein Signal in Richtung AfD. Die Partei sei nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar und für Christen nicht wählbar. Im Gegenzug forderte Armin Paul Hampel, AfD-Bundesvorstand, die christlichen Parteimitglieder zum Kirchenaustritt auf. Die Kirche vertrete das Christentum nicht mehr. Andere Spitzenfunktionäre werfen den Kirchen vor, sie machten Profit mit den Flüchtlingen und seien ein „Asylindustrieverband.“
Die christlichen Kirchen übernehmen mit ihrem Ringen um einen angemessenen Umgang mit der AfD eine gesellschaftspolitische Pionieraufgabe, stellvertretend für andere Organisationen. Verbände und Parteien scheuen meist – so das Ergebnis der Dokumentation – die Auseinandersetzung mit AfD-Funktionären und -wählern, da in ihren Reihen ein Sympathiepotential für rechtspopulistische Positionen besteht.

Quelle: SWR

17.08.2017

3sat Tipp: Die rechte Wende. 23.08.2017

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Die rechte Wende.

Ein Film von Katja und Clemens Riha

Wer sind die Protagonisten der "neuen Rechten"? Wie kamen sie zu ihren politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen? Vertreter der Strömung sprechen über ihre ideologischen Ziele. Sie sind Autoren, Verlagsbesitzer, Philosophen, Künstler, Studenten, Kirchenmänner und Politiker. Sie verachten den sogenannten Mainstream, empfinden die Zeit als dekadent und wollen eine Wende nach rechts. Pegida und das Aufkommen der AfD haben ihnen dabei Mut gemacht. Die Dokumentation ist eine Momentaufnahme eines Milieus, das in der (Flüchtlings-)Krise eine Chance sieht, in der Bundesrepublik politisch Einfluss zu nehmen und zu gewinnen.

Mittwoch, 23.08.2017
20:15 - 21:15 Uhr

60 Min.
3sat

 

Quelle:ard

15.08.2017

"Toni Erdmann" Kino in Kirche Derveskirchen

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"Starke Stücke" präsentiert "Toni Erdmann" am 15. September in der Kirche zu Dreveskirchen


Winfried ist ein 65-jähriger, einfühlsamer Musiklehrer mit Hang zu Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines hingegen ist das Gegenteil: Als ehrgeizige Unternehmensberaterin reist sie um die Welt und von einem Projekt zum nächsten, um die Karriereleiter steil nach oben 
zuklettern. Vater und Tochter bekommen sich daher nicht oft zusehen, aber das wird schlagartig anders, als Winfrieds Hund stirbt und er daraufhin beschließt, Ines unangekündigt bei der Arbeit in Bukarest zu besuchen.
Wegen seiner Witze und der unterschwelligen Kritik an ihrem Lebensstil kracht es schon bald zwischen den beiden. Und dann verwandelt sich Winfried auch noch in sein anderes Ich Toni Erdmann: das Gebiss ist schief, der Anzug schlecht und auf dem Kopf sitzt eine Perücke. Der schräge Vogel behauptet, Personalcoach zu sein, bringt Ines vor ihren Kollegen in einige peinliche Situationen – aber die Ver
kleidung sorgt auch dafür, dass sie und ihr Vater sich an nähern. Der Film gewann auf dem Filmfestival
in Cannes 2016 den Preis der internationalen Filmkritik.

Toni Erdmann

Deutschland / Österreich / Monaco 2014-2016,

Regie: Maren Ade
Drehbuch: Maren Ade
Kamera: Patrick Orth
Schnitt: Heike Parplies
  
Darsteller: 
Peter Simonischek: Winfried Conradi / Toni Erdmann
Sandra Hüller: Ines
Michael Wittenborn: Henneberg
Thomas Loibl: Gerald
Trystan Pütter: Tim
Hadewych Minis: Tatjana
Lucy Russell: Steph
Ingrid Bisu: Anca
Vlad Ivanov: Iliescu
Victoria Cocias: Flavia

Einlass ist eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
Anstelle eines Eintrittsgeldes wird um eine Spende zur Deckung der Kosten gebeten.