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27.07.2017

"Starke Stücke" das Kirchenkino eröffnet mit "Toni Erdmann" in Kastorf

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Zum 6. Mal bringt die Reihe Starke Stücke Berührt und diskutiert emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch. Der Eröffnungsfilm, der preisgekrönte deutsche Streifen „Toni Erdmann“, läuft am 17. August um 19.30 Uhr in der Kirche Kastorf bei Neubrandenburg. Bis Anfang November wird zu insgesamt 21 Kinoabenden in ganz MV eingeladen.

 

So wie in Kastorf werden die Filme vor allem in alten Dorfkirchen gezeigt - auch um das kulturelle Angebot im ländlichen Raum zu stärken. „Die von den Kirchengemeinden aus einem eigens erstellten Kanon ausgewählten Filme beinhalten Themen, die uns und unsere Gesellschaft aktuell bewegen. Die Filme sollen unterhalten und ebenso einladen, eigene Positionen zu überdenken und im Gespräch miteinander den Blick zu weiten“, sagt der mecklenburgische Propst Dirk Sauermann und ergänzt: „Seien Sie herzlich eingeladen und bringen Sie Freunde und Bekannte mit.“ Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Anstelle eines Eintrittsgeldes wird um eine Spende zur Deckung der Kosten gebeten.

 

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, der dafür mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“ und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH kooperiert.

Unterstützt wird das Projekt vom Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Bankhaus Donner&Reuschel (Hamburg und München) sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung

Veranstaltungsübersicht:

Toni Erdmann                     Kirche Kastorf (17.08.) 19.30 Uhr;

                                               Kirche Rerik (18.08.) 19.30 Uhr; 

                                               Kirche Dreveskirchen (15.09) 19 Uhr;

                                               Pfarrhaus Marlow (20.10) 19 Uhr;

                                               Pfarrhaus Semlow (03.11) 19 Uhr

Gran Paradiso                    Kirche Klütz (24.08) 19.30 Uhr;

Philomena                           Kirche Bibow (25.08) 19.30 Uhr

Madame Mallory
und der Duft von Curry 
     Kirche Groß Nemerow (31.08.) 19.30 Uhr

 

In einer besseren Welt      Kirche Lärz (01.09) 19.30 Uhr;

                                                 Stadtkirche Penkun (26.10) 19 Uhr

Nikolaikirche                         Kirche Richtenberg (07.09) 19 Uhr

Familienbande                      Pfarrscheune Wattmannshagen (08.09) 19 Uhr

Neben den Gleisen               Kirche Körchow (14.09) 19 Uhr

Troubled Water                     Kirche Friedrichshagen (21.09) 19 Uhr

Honig im Kopf                        Kirche Siggelkow (22.09) 19 Uhr

Stilles Land                            Kapelle Alt Pansow (28.09) 19 Uhr

Das Mädchen Wadja            Kirche Bibow (29.09) 19 Uhr

Rabbi Wolf                              Kirche Züssow (12.10) 19 Uhr

Welcome to Norway            Kirche Kladow (13.10.) 19 Uhr;

                                                  Kirche Uelitz (19.10.) 19 Uhr

Am Sonntag bis Du tot        Heiligengeist Kirche Rostock (2. November) 19 Uhr

17.03.2017

Norddeutschland, der NSU und rechter Terror – Ein Kurzfilm

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Der Brandanschlag von Mölln, die ungesühnten Morde an zehn Bewohner_innen des Flüchtlingsheims in der Lübecker Hafenstraße 1996, der Mord des NSU in Hamburg-Altona und die Frage nach Unterstützernetzwerken des NSU-Kerntrios in Norddeutschland stehen im Mittelpunkt. Über den NSU-Komplex, und rechten Terror kann man nicht reden, ohne die in Norddeutschland fest verankerten neonazistischen Netzwerke und institutionellen Rassismus und dessen Auswirkungen zu benennen. Der Kurzfilm wirft ebenso einen Blick auf jene gesellschaftlichen Diskurse, die vor Ort zu einer Entsolidarisierung mit den Betroffenen alltäglicher rechter Gewalt beitragen.

Zu Wort kommen Überlebende und Angehörige, Gedenkinitiativen und antifaschistische Rechercheprojekte sowie ein Nebenklagevertreter im Münchner NSU-Prozess. Sie sprechen über Aufklärungsblockaden – nicht nur im NSU-Komplex, die Praxis der Strafverfolgungsbehörden, die Forderungen der Betroffenen und die notwendige Konsequenzen in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit rassistischer Gewalt.

Der Film entstand im Rahmen des Hearings zu Rassismus, NSU und Justiz „Norddeutschland, der NSU und rechter Terror“ am 4. November 2016 in Hamburg.

09.03.2017

Die AfD – eine rechtsextremistische Partei?!? Eine Analyse aus politikwissenschaftlicher Sicht.

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Wo steht die „Alternative für Deutschland“ (AfD)? Handelt es sich noch um eine rechtsdemokratische oder schon um eine rechtsextremistische Partei? Diese Frage stellt sich angesichts von problematischen Äußerungen ihrer Führungsfiguren immer intensiver.

Bislang fanden Erörterungen dazu aber kaum Interesse. Dies erklärt sich durch das formale Bekenntnis zu Demokratie und Rechtsstaat, das intensive Bemühen um ein bürgerlich-seriöses Image und die formalen Distanzierungen gegenüber NPD und der Neonazi-Szene. Darüber hinaus ist die AfD keine homogene Kraft, lassen sich doch über ideologische Fragen und machtpolitische Interessen verschiedene Strömungen unterscheiden. Das Gesagte gestattet angesichts der Komplexität des Phänomens bislang tatsächlich keine abschließenden Wertungen. Gleichwohl sind Momentaufnahmen möglich, welche angesichts bestimmter Entwicklungen und Positionen sehr wohl ein hypothetisches, also noch veränderbares Urteil erlauben.

Eine Anlayse von Armin Pfahl-Traughber. Weiterlesen...

Quelle: Blicknachrechts, www.bnr.de