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09.03.2017

Die AfD – eine rechtsextremistische Partei?!? Eine Analyse aus politikwissenschaftlicher Sicht.

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Wo steht die „Alternative für Deutschland“ (AfD)? Handelt es sich noch um eine rechtsdemokratische oder schon um eine rechtsextremistische Partei? Diese Frage stellt sich angesichts von problematischen Äußerungen ihrer Führungsfiguren immer intensiver.

Bislang fanden Erörterungen dazu aber kaum Interesse. Dies erklärt sich durch das formale Bekenntnis zu Demokratie und Rechtsstaat, das intensive Bemühen um ein bürgerlich-seriöses Image und die formalen Distanzierungen gegenüber NPD und der Neonazi-Szene. Darüber hinaus ist die AfD keine homogene Kraft, lassen sich doch über ideologische Fragen und machtpolitische Interessen verschiedene Strömungen unterscheiden. Das Gesagte gestattet angesichts der Komplexität des Phänomens bislang tatsächlich keine abschließenden Wertungen. Gleichwohl sind Momentaufnahmen möglich, welche angesichts bestimmter Entwicklungen und Positionen sehr wohl ein hypothetisches, also noch veränderbares Urteil erlauben.

Eine Anlayse von Armin Pfahl-Traughber. Weiterlesen...

Quelle: Blicknachrechts, www.bnr.de

 

06.03.2017

Reformationsausstellung im Zentrum Kirchlicher Dienste Luthers schwieriges Verhältnis zu den Juden im Fokus

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Vom 6. bis 28. März 2017 widmet sich die Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht“ im Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg (Alter Markt 19 in Rostock) der vermutlich dunkelsten Seite Martin Luthers. „Wir wollen damit einen Beitrag zu einer bis heute schmerzlichen Seite der Reformation im Jubiläumsjahr leisten“, blickt Ökumene-Pastor Tilman Jeremias voraus.

Rückblende: In seinen Spätschriften beschimpfte Luther die Juden wüst und rief dazu auf, Synagogen anzuzünden. Wie konnte es zu dem radikalen Antijudaismus Luthers kommen? Welche fatalen Auswirkungen hatte dieser? Diesen und weiteren Fragen geht die Exposition auf den Grund. Erstellt wurde die Schau von Hanna Lehming, Beauftragte für den Christlich- Jüdischen Dialog der Nordkirche im Zentrum für Mission und Ökumene.

Einladung zu Vernissage und Themenabend

Geöffnet ist die neue Ausstellung montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Die Vernissage ist am heutigen Montag (6. März um 18 Uhr). Gast ist die Ausstellungsmacherin Hanna Lehming. Darüber hinaus wird am Donnerstag, 16. März, um 19 Uhr zum Themenabend  „Christlich-Jüdischer Dialog heute angesichts der antijüdischen Ausfälle Luthers“ eingeladen. Gestaltet wird dieser von Tilman Jeremias, Pastor für Mission und Ökumene im Kirchenkreis.


Quelle: ELKM (tij/cme)

06.03.2017

Erzbischof Koch warnt Christen vor Populismus

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Christliche Nächstenliebe hört nicht vor der eigenen Haustür auf – zur Eröffnung der Berliner Woche der Brüderlichkeit hat der Berliner Erzbischof Heiner Koch fremdenfeindliche und populistische Tendenzen in der Kirche verurteilt. Auch Klaus Lederer fand deutliche Worte.

Das Eigene unterschiedslos über das Fremden zu stellen, gehe an allem vorbei, was Jesus vorgelebt habe, sagte der Erzbischof zur Eröffnung der 65. Berliner Woche der Brüderlichkeit. "Wer Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, die Angst vor Flüchtlingen oder den Hass auf religiös Andersdenkende schürt, hat den Boden des Christentums, den Boden jeglicher Religion und Humanität längst verlassen."
infos im netz

Sich nicht in unserer 'Wohlfühlzone' einrichten

Die diesjährige Woche der Brüderlichkeit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit steht unter dem Motto "Nun gehe hin und lerne". Koch betonte, Populismus bestehe in der Überzeugung, "dass man vom anderen nichts mehr zu lernen braucht, nichts mehr von ihm lernen kann, weil man schon alles oder doch das Wesentliche längst weiß". Zugleich sprach sich Koch für einen stärkeren interreligiösen Dialog aus: "Mindestens genauso wichtig wie das Lernen über die eigenen religiöse Tradition ist in unserer Gegenwart das Lernen, das Kennenlernen anderer religiöser Traditionen."

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sagte in seinen Grußworten, angesichts eines aufkommenden Populismus müssten demokratische Werte verteidigt werden. "Wir dürfen uns nicht in unserer 'Wohlfühlzone' einrichten", so Lederer, das sei extrem gefährlich.

Die zentrale Eröffnungsfeier der bundesweiten "Woche der Brüderlichkeit" fand am Sonntag in Frankfurt am Main statt. Im Mittelpunkt des Festakts in der Paulskirche stand die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden.

In den kommenden Wochen sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter Vorträge, Stadtführungen, Ausstellungen, Lesungen, Gottesdienste und Workshops.

 

Quelle: rbb