Hintergrund

Aktuelles & Bilder

27.11.2018

Neue Fördermöglichkeit: Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln

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Die Bundeszentrale für politische Bildung(bpb) fördert im Rahmen des Programms MITEINANDER REDEN die Umsetzung von Projekten zu Themen aus Politik, Bildung, Medien, Kultur oder Gesellschaft in ländlichen Gebieten. Dies könnte für Mitglieder, Ortsuntergliederungen, o.ä. von Interesse sein. Gesucht werden Ideen zur Gestaltung neuer Formen von lebendiger und streitbarer Gesprächskultur. Dabei soll respektvolles Miteinander ins Zentrum der gesellschaftlichen Auseinandersetzung rücken. Abgerufen werden können Unterstützungsleistungen für Projektmanagement, Beratung und Prozessbegleitung sowie Fördermittel für kleine, mittlere und größere Projekte von 5.000, bzw. 8.000, und 12.000 Euro sowie für vier länderübergreifende Sonderprojekte mit je 10.000 Euro bis 2021. Vertreter von Orten, Ortsteilen oder Städten mit weniger als 15.000 Einwohnern können sich ab dem 5. November 2018 in einem zweistufigen Verfahren bewerben.
Einsendeschluss für die Projektideen ist der 20. Januar 2019. Der Förderzeitraum läuft vom 1. März 2019 bis 31. Dezember 2020. Weitere Informationen zum Projekt und der Bewerbung unter: www.miteinanderreden.net/

12.11.2018

Nordkirchen-Bischof Ulrich warnt vor Rechtsradikalismus

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Vor einem Vordringen des Rechtsradikalismus in Deutschland hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD), Gerhard Ulrich, gewarnt. Mit großer Sorge beobachte er, dass sich das gesellschaftliche Klima in Deutschland verändert habe, sagte Ulrich am Donnerstag in Würzburg vor der Generalsynode der Lutheraner. «Rechtsradikale Parolen werden unverhohlen gebrüllt und zur Schau getragen», so Ulrich. Christen müssten dagegen ihre Stimme erheben, «weil es eben nicht vereinbar ist, den Menschen als Gottes geliebtes Geschöpf zu verstehen und gleichzeitig menschenverachtende Politik zu unterstützen». Ihm selbst verleihe der christliche Glaube den Mut, «zu widersprechen dem Irrsinn des Populismus, des Hasses, des Krieges, der Gewalt und der Verachtung». Der christliche Glaube sei «ein Widerstands-Glaube gegen 'Fake News' aller Art».

 

Quelle: KNA
 

25.10.2018

Pommersche Synode begrüßt Beschluss des Evangelischen Kirchentags Kein Podium für die AfD

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Während der pommerschen Synodentagung am letzten Samstag in Züssow begrüßten die Synodalen den Beschluss des Evangelischen Kirchentags vom 21. September 2018, der AfD kein Podium zu bieten. Gleichzeitig machte die Synode des PEK sich die Begründung des Beschlusses zu Eigen.

Beschluss und Begründung haben folgenden Wortlaut:

Der Deutsche Evangelische Kirchentag versteht sich als ein offenes Forum für faire Debatten über aktuelle Themen in Kirche und Gesellschaft. Angesichts der gegenwärtigen Diskussion über den Umgang mit Rechtspopulismus bekräftigt der Kirchentag seine Haltung: Es wird niemand wegen seines Parteibuches ein- oder ausgeladen.

  •     Vortragende auf Kirchentagspodien werden aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz eingeladen.
  •     Nicht eingeladen wird, wer sich rassistisch äußert.
  •     Gleichermaßen nicht eingeladen werden Personen, die Äußerungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verbreiten, unabhängig davon, ob dies in offiziellen Statements oder in sozialen Medien und Netzwerken geschieht.

    Auf dieser Grundlage werden Repräsentant*innen der Alternative für Deutschland (AfD) nicht zur Mitwirkung auf Podien und zu Diskussionsveranstaltungen des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund eingeladen. Eingeladen bleiben diejenigen, die sich in den gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Themen und Debatten nicht wiederzufinden meinen und deshalb AfD wählen oder mit der Partei sympathisieren.

Begründung:
Der Kirchentag ist 1949 gegründet worden, um Menschen zu versammeln, zu bilden und zu stärken, die aus ihrem christlichen Glauben heraus Verantwortung für Gesellschaft und Kirche übernehmen. Er ist gegründet worden, um aus dem Unheil der nationalsozialistischen Herrschaft und dem weitgehenden Versagen der Kirchen zu lernen und ein Forum der Widerstandskraft zu entwickeln, die in der biblischen Botschaft begründet liegt. Mit Blick auf die Gründungsidee des Kirchentages ist in der Frage der AfD Deutlichkeit geboten. Es gibt mittlerweile in der AfD einen fließenden Übergang zum Rechtsextremismus und Verbindungen zu verfassungsfeindlichen Netzwerken.

Respekt und Klarheit sind Kernbestandteile des Kirchentages. Stets wurde in gegenseitiger Toleranz und Respekt über unterschiedliche Meinungen gestritten. Der Kirchentag will all diejenigen stärken, die sich für respektvolle Toleranz und Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen. Das meint aber auch: Keine Toleranz der Intoleranz.


Quelle: PEK (sk)