Hintergrund

Aktuelles & Bilder

17.03.2017

Norddeutschland, der NSU und rechter Terror – Ein Kurzfilm

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Der Brandanschlag von Mölln, die ungesühnten Morde an zehn Bewohner_innen des Flüchtlingsheims in der Lübecker Hafenstraße 1996, der Mord des NSU in Hamburg-Altona und die Frage nach Unterstützernetzwerken des NSU-Kerntrios in Norddeutschland stehen im Mittelpunkt. Über den NSU-Komplex, und rechten Terror kann man nicht reden, ohne die in Norddeutschland fest verankerten neonazistischen Netzwerke und institutionellen Rassismus und dessen Auswirkungen zu benennen. Der Kurzfilm wirft ebenso einen Blick auf jene gesellschaftlichen Diskurse, die vor Ort zu einer Entsolidarisierung mit den Betroffenen alltäglicher rechter Gewalt beitragen.

Zu Wort kommen Überlebende und Angehörige, Gedenkinitiativen und antifaschistische Rechercheprojekte sowie ein Nebenklagevertreter im Münchner NSU-Prozess. Sie sprechen über Aufklärungsblockaden – nicht nur im NSU-Komplex, die Praxis der Strafverfolgungsbehörden, die Forderungen der Betroffenen und die notwendige Konsequenzen in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit rassistischer Gewalt.

Der Film entstand im Rahmen des Hearings zu Rassismus, NSU und Justiz „Norddeutschland, der NSU und rechter Terror“ am 4. November 2016 in Hamburg.

09.03.2017

Die AfD – eine rechtsextremistische Partei?!? Eine Analyse aus politikwissenschaftlicher Sicht.

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Wo steht die „Alternative für Deutschland“ (AfD)? Handelt es sich noch um eine rechtsdemokratische oder schon um eine rechtsextremistische Partei? Diese Frage stellt sich angesichts von problematischen Äußerungen ihrer Führungsfiguren immer intensiver.

Bislang fanden Erörterungen dazu aber kaum Interesse. Dies erklärt sich durch das formale Bekenntnis zu Demokratie und Rechtsstaat, das intensive Bemühen um ein bürgerlich-seriöses Image und die formalen Distanzierungen gegenüber NPD und der Neonazi-Szene. Darüber hinaus ist die AfD keine homogene Kraft, lassen sich doch über ideologische Fragen und machtpolitische Interessen verschiedene Strömungen unterscheiden. Das Gesagte gestattet angesichts der Komplexität des Phänomens bislang tatsächlich keine abschließenden Wertungen. Gleichwohl sind Momentaufnahmen möglich, welche angesichts bestimmter Entwicklungen und Positionen sehr wohl ein hypothetisches, also noch veränderbares Urteil erlauben.

Eine Anlayse von Armin Pfahl-Traughber. Weiterlesen...

Quelle: Blicknachrechts, www.bnr.de

 

06.03.2017

Reformationsausstellung im Zentrum Kirchlicher Dienste Luthers schwieriges Verhältnis zu den Juden im Fokus

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Vom 6. bis 28. März 2017 widmet sich die Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht“ im Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg (Alter Markt 19 in Rostock) der vermutlich dunkelsten Seite Martin Luthers. „Wir wollen damit einen Beitrag zu einer bis heute schmerzlichen Seite der Reformation im Jubiläumsjahr leisten“, blickt Ökumene-Pastor Tilman Jeremias voraus.

Rückblende: In seinen Spätschriften beschimpfte Luther die Juden wüst und rief dazu auf, Synagogen anzuzünden. Wie konnte es zu dem radikalen Antijudaismus Luthers kommen? Welche fatalen Auswirkungen hatte dieser? Diesen und weiteren Fragen geht die Exposition auf den Grund. Erstellt wurde die Schau von Hanna Lehming, Beauftragte für den Christlich- Jüdischen Dialog der Nordkirche im Zentrum für Mission und Ökumene.

Einladung zu Vernissage und Themenabend

Geöffnet ist die neue Ausstellung montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Die Vernissage ist am heutigen Montag (6. März um 18 Uhr). Gast ist die Ausstellungsmacherin Hanna Lehming. Darüber hinaus wird am Donnerstag, 16. März, um 19 Uhr zum Themenabend  „Christlich-Jüdischer Dialog heute angesichts der antijüdischen Ausfälle Luthers“ eingeladen. Gestaltet wird dieser von Tilman Jeremias, Pastor für Mission und Ökumene im Kirchenkreis.


Quelle: ELKM (tij/cme)