Hintergrund

Aktuelles & Bilder

13.02.2018

Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“ Studientagung am 13./14. Juni 2018 in Hamburg

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„Kurshalten in bewegten Zeiten – Kirche sein zwischen theologischer Reflexion und demokratischer Verantwortung“ . Unter diesem Titel lädt das ökumenische „Forum Kirche und Rechtsextremismus im Norden“ zur Studientagung am 13. und 14. Juni 2018 nach Hamburg ein. Auf der Tagung wollen wir uns über die aktuelle Situation austauschen, unsere praktischen Erfahrungen und Fragen einbringen und unter theologischer und politikwissenschaftlicher Perspektive mit Expertinnen und Experten nach Lösungsansätzen suchen.

Unsere Gesprächspartner sind u.a. die Theologen Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann (Hamburg) und Prof. Dr. Reiner Anselm (München) und der Filmemacher Dieter Schumann (Basthorst).

Die Einladung richtet sich an Personen, Initiativen und Einrichtungen inner- und außerhalb der Kirchen, die sich Ankerim Bereich Demokratiebildung und Extremismus-Prävention engagieren.

Die Tagung beginnt am Mittwoch, den 13. Juni 2018, mit dem Mittagessen und endet am Donnerstag, den 14. Juni 2018, nach dem Mittagessen.

Der Tagungsort ist die Missionsakademie an der Universität Hamburg.

Anmeldung ab dem 1. März 2018 auf: www.kirche-demokratie.de

05.02.2018

10.315 Tage mit und ohne Mauer - Hoffmeister: "Zeit der Aufarbeitung ist nicht vorbei"

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Zum Tag der Zeitenwende in der Geschichte der Berliner Mauer am 5. Februar hat die mecklenburg-vorpommerische Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) die Fortsetzung der Aufarbeitung des DDR-Unrechtssystems angemahnt. Millionen Menschen seien der Willkür und dem Zwang des SED-Regimes ausgesetzt gewesen, sagte sie am Sonntag in Schwerin. Viele Täter von damals würden heute erst enttarnt, wenn die Opfer die Kraft finden, über diese Zeit zu sprechen. Daher dürfe es keine Fristen bei Anträgen auf Rehabilitierung und Wiedergutmachung sowie für Einsicht in die Stasi-Akten geben.

Am 5. Februar ist die Berliner Mauer genauso lange weg, wie sie die Stadt teilte. Sie stand zwischen dem 13. August 1961 und dem 9. November 1989 - genau 28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage. Ebenso lange, nämlich 10.315 Tage, ist die Mauer nun verschwunden.

Für viele Menschen werde mit diesem Tag erst vorstellbar, wie lange diese "unmenschliche Mauer Menschen und ihre Schicksale bestimmte", sagte Hoffmeister weiter. Doch mit dieser Zeitenwende in der Geschichte der Mauer sei "das eingemauerte Unrecht" noch längst nicht aufgearbeitet. Es würden noch immer wieder neue Erkenntnisse auftauchen, nach denen auch die Zahl der Toten an der deutsch-deutschen Grenze korrigiert werden müsse. Insgesamt wurden durch das SED-Regime an der Grenze 327 Menschen getötet.

In Berlin wird am 5. Februar in der Gedenkstätte Berliner Mauer mit einer Podiumsdiskussion die Sonderausstellung "28 / 28" eröffnet. Gezeigt werden Fotos aus je 28 Jahren Berlin mit und ohne Mauer. Jeweils eins der bislang zumeist unveröffentlichten Bilder stehe dabei für ein Jahr zwischen 1961 und 2018, wie die Stiftung Berliner Mauer in der Hauptstadt ankündigte. Die Ausstellung im Besucherzentrum der Gedenkstätte an der Bernauer Straße ist vom 6. Februar bis zum 15. August zu sehen.

Quelle: epd

05.02.2018

Gedenken an Deportationen in Greifswald

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Zur Erinnerung an den Beginn der Vertreibung und der Vernichtung pommerscher Juden lädt der Arbeitskreis Kirche und Judentum des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises zu einer Gedenkveranstaltung in Greifswald ein. Sie beginnt am Dienstag, 13. Februar, um 17 Uhr mit einer Andacht in der Mühlenstraße 10 am Standort des früheren Gebetsaals der jüdischen Gemeinde. An die Andacht schließt sich ein Gedenkweg zu Stolpersteinen an, die zur Erinnerung an Greifswalder Juden verlegt wurden. Der Weg endet gegen 17.30 Uhr am Stolperstein für den Greifswalder Historiker Gerhard Knoche (geb. 1893, ermordet in Auschwitz 1944) vor dem Eingang des Historischen Instituts, hinter dem Hauptgebäude der Universität in der Domstraße 9 A. Im Anschluss hält Professorin Dr. Cordelia Heß, Lehrstuhl für Nordische Geschichte, im Historischen Institut einen Vortrag über Gerhard Knoche und dessen Leben und Werk.

Planmäßiger Mord begann in Pommern 1940

Am 20. Januar 1942 fand die als Wannseekonferenz in die Geschichte eingegangene Zusammenkunft statt, auf der sich Verantwortliche des NS-Staates trafen, um den begonnenen Holocaust an den Juden zu organisieren. Damit erreichte die planmäßige Ermordung des europäischen Judentums im Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten ihre letzte Phase. Bereits zuvor waren Deportationen jüdischer Personen und Familien aus dem Deutschen Reich nach Osten durchgeführt worden, unter den Augen ihrer nichtjüdischen Nachbarn. Den Anfang machte eine Aktion am 12. und 13. Februar 1940 in Pommern. 1.200 Juden wurden aus allen Gegenden der Provinz in Stettin gesammelt und von dort in das damals sogenannte Generalgouvernement verbracht, zunächst in jüdische Ortschaften und Siedlungen im Gebiet Lublin. Bald darauf begann die industrielle Vernichtung


Weitere Informationen

Arbeitskreis Kirche und Judentum im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis

Kontakt: Dr. Christoph Ehricht, Tel.: 03834 535765, E-Mail: christoph.ehricht@gmx.de