
„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“
Diese Kernaussage des Grundgesetzes steht für die Arbeit von „Kirche stärkt Demokratie“. „Kirche stärkt Demokratie“ bietet seit 2011 qualifizierte Fortbildungen und Beratungen für Ehren- und Hauptamtliche. Unsere Angebote befähigen Menschen aus Kirchengemeinden in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und demokratiefeindlichen Einstellungen. Darüber hinaus beraten wir Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden im Umgang mit menschenfeindlichen Haltungen, geben Anregungen für die Umsetzung lokaler Dialoge und die Öffnung von Kirchengemeinden zu anderen Akteuren im Ort.
Aktuelles & Bilder

„Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen.“ Lesung und Gespräch mit dem Autor Hendrik Cremer
Veranstaltungshinweis: Mittwoch, den 11.03.2026, 19 Uhr, Wichernsaal, Apothekerstr. 48, Schwerin
„Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen.“ Wie gefährlich ist die AfD?
Lesung und Gespräch mit dem Autor Hendrik Cremer
Das Zentrum Kirchlicher Dienste im Kirchenkreis Mecklenburg lädt zu einer Lesung und Diskussion mit Hendrik Cremer, dem Autor des Buches „Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen. Wie gefährlich die AfD wirklich ist“ ein.
Die zunehmende Radikalisierung und inzwischen offene Kirchenfeindlichkeit dieser Partei fordern Haltung und Widerspruch heraus. Mit seiner gründlichen Analyse leistet Hendrik Cremer dafür einen wichtigen Beitrag.
Zum Buch: Die Gefahr, die von der AfD ausgeht, wird im öffentlichen Diskurs nicht ausreichend abgebildet. Die Partei wird verharmlost, indem sie etwa als „rechtspopulistisch“ bezeichnet wird. Dabei hat sie sich längst zu einer rechtsextremen Partei entwickelt. Ihre Ziele werden nur unzureichend thematisiert, ihre Gewaltbereitschaft wird regelmäßig ausgespart. Zugleich erzielt sie hohe Zustimmungswerte. Hendrik Cremer zeigt eine Entwicklung, die angesichts der deutschen Geschichte lange nicht für möglich gehalten wurde. Die Strategie der AfD droht aufzugehen, wenn sich der Diskurs über und der Umgang mit ihr nicht grundlegend wandeln. Ein fundiertes Aufklärungsstück, um die Dimension des Angriffs auf die freiheitliche rechtsstaatliche Demokratie zu erkennen.
Der Autor: Dr. jur. Hendrik Cremer ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und für das Deutsche Institut für Menschenrechte tätig. Zu seinen langjähren Arbeitsschwerpunkten gehören Rechtsextremismus und Rassismus. Er wurde schon oft im Bundestag und in Landtagen als Sachverständiger geladen.

„Nord Stream. Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt“ mit Steffen Dobbert am 20.02. 2026in Linstow
Das Wolhynier Umsiedlermuseum Linstow lädt zur Lesung „Nord Stream. Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt“ mit dem Journalisten und Autor Steffen Dobbert ein.
Datum: Freitag, den 20. Februar 2026 um 17:00 Uhr
Ort: Wolhynier Umsiedlermuseum, Kiether Str. 2, 18292 Linstow
Der Eintritt ist frei.
Seit nunmehr vier Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine mit unzähligen Opfern unter der Zivilbevölkerung. Im Vertrauen auf die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen haben Politik und Wirtschaft in Deutschland bis zuletzt die Warnungen der Ukraine und anderer Partner vor einem russischen Angriff ignoriert und unser Land in eine immer größere Abhängigkeit von russischem Gas gebracht. Deutsche Firmen haben Milliarden Euro für das Gas gezahlt und Putins Kriegskasse gefüllt. Die Journalisten Steffen Dobbert und Ulrich Thiele beschreiben detailliert in ihrem Buch wie das deutsch-russische Pipeline-Projekt den Krieg gegen die Ukraine mitfinanzierte. Sie zeigen, wer den Ausbau der Pipeline in Deutschland vorangetrieben hat und wie es Wladimir Putin gelungen ist, die demokratischen Entscheidungsprozesse zu manipulieren und die EU zu spalten.
Steffen Dobbert ist Osteuropa-Experte und hat seit 2011 zahlreiche Recherchereisen in die Ukraine und nach Russland unternommen.
Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von Anna Subotiak (Klavier) und Andrii Kordon (Geige) von der Hochschule für Musik und Theater Rostock und wird in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung MV durchgeführt.

Kälte tötet - Helft Menschen in der Ukraine den Winter zu überleben - JETZT!
Wir veröffentlichen diesen privaten Aufruf, um auf die humanitäre Katastrophe in der Ukraine aufmerksam zu machen. Die Initiator:innen sind uns bekannt und glaubwürdig!
Liebe Freunde, liebe Bekannte, sehr geehrte Unbekannte,
ein kleiner Zusammenschluss von Freunden und Bekannten aus Mecklenburg möchte sehr
kurzfristig, schnell und unbürokratisch Geld sammeln, um Menschen in der Ukraine zu unterstützen. Durch die als Kriegsverbrechen einzustufende Angriffe Russlands auf die Strom-, Gas- und Wasserinfrastruktur sind Millionen von Menschen in existenzieller Not. Bei der Aufrechterhaltung von Wärmestuben in Kyjiw, aber auch an vielen anderen Orten wie Tschernihiw, wird Hilfe dringend benötigt.
Wir bitten sehr kurzfristig um Spenden, so dass schnell Menschen vor dem Erfrieren gerettet werden. Gleichzeitig wollen wir die von Kälte Betroffenen spüren lassen, dass es viele gibt, die mitfühlen. Auch das wärmt!
Dieses ist ein privater Aufruf. Der deutsch ukrainische Verein Nord Haus e.V. aus Schwerin, sorgt dafür, dass Hilfe sofort vor Ort ankommt.
Überweist einen Betrag eurer Wahl auf das Konto von Nord Haus e.V. bitte in den nächsten 14 Tagen. Auch kleine Beträge helfen. Das bis zum 8. Februar eingegangene Geld, wird am 9. Februar in die Ukraine transferiert. Es geht an die Organisatoren von Wärmestuben in Kyjiw und Tschernihiw. Später eingegangenes Geld wird am 14. Februar an dieselben Orte überwiesen.
Wer Fragen hat, kann sich gerne an uns wenden:
Stefan Baerens: stefan_baerens1@yahoo.de / 0157 73322135
Ute Kaiser: utekaiser@posteo.de / 0177 5777160
Kontoverbindung: Nord Haus UA e.V.:
DE08 1406 1308 0001 7926 79
GENODEF1GUE
VR Bank Mecklenburg eG
Verwendungszweck: Wärmezelte Ukraine"
Unterzeichner dieses Aufrufes sind:
Pia Baerens, Stefan Baerens, Ute Kaiser, Klaus Kugel, Ulla Kösters, Thomas Littwin, Anja Littwin, Birgit Lang, Stefan Lang, Andreas Lubig

13. Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“: „Wahrheit unter Druck“
„Wahrheit unter Druck“ Was ist Information, Propaganda und Meinung?
Vom 26. bis 27. Juni 2026 in Rostock
In Zeiten von Social Media, Deepfakes und politischer Polarisierung verschwimmen die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion:
- Wie lässt sich verlässliche Informationen von gezielter Propaganda unterscheiden?
- Wie bilden sich Meinungen?
- Wann wird aus Meinung Manipulation?
- Wie können wir uns in vielfältigen Auseinandersetzungen orientieren und kritisch bleiben, ohne den Glauben an "die Wahrheit" zu verlieren?
Das sind Fragen, die viele Menschen umtreiben und „Kirche“ mit ihrem „Wahrheitsanspruch“ vor Herausforderungen stellt. Wir laden Sie herzlich ein zu einem spannenden Austausch über die Herausforderungen unserer Informationsgesellschaft. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie wir in vielfältigen Auseinandersetzungen uns orientieren und kritisch bleiben können – ohne den Glauben an die Wahrheit zu verlieren.
Datum: 26.-27.06.2026 Ort: Zentrum Kirchlicher Dienste, Am Alten Markt 19, 18055 Rostock
Übernachtung: B&B Hotel Stadthafen
Kosten: Es werden keine Teilnahmegebühren erhoben
Anmeldung bis zum 10.06.2026

TEO bietet am 2. März 2026 ein Argumentationstraining an
In diesem Workshop, der am 2. März 2026 in Rostock stattfindet, geht es um Strategien und Ziele, die hinter antidemokratischen und diskriminierenden Aussagen stehen. Darauf aufbauend werden im Seminar Reaktionsstrategien erarbeitet, um diesen Aussagen zu begegnen und sie nicht unkommentiert zu lassen. Es werden Argumentationsstrategien geübt und in die persönliche Praxis überführt. Die Teilnehmenden erhalten so ganz konkrete Handlungsempfehlungen und Tipps, die die eigene Position stärken.
Termin: 02.03.2026 von 8:30 bis 15:00 Uhr
Ort: Zentrum Kirchlicher Dienste, Alter Markt 19, 18055 Rostock
Kosten: 15€ für Menschen aus dem Hauptamt. Menschen aus dem Ehrenamt können kostenfrei teilnehmen
Organisation: Tage Ethischer Orientierung (TEO)
Durchführung: Betriebliches Beratungsteam Mecklenburg-Vorpommern
.

Fortbildungsangebote für Kirchengemeinden zum Umgang mit menschenfeindlichen Einstellungen:
Desktruktives Denken und Handeln, Kriege, Fake News, Klimakrise, marode Infrastruktur – an ganz unterschiedlichen Themen kristallisieren sich Empörung und Sehnsucht nach autoritärer Führung und einfachen Lösungen. Das Funktionieren der Demokratie wird bezweifelt. Wann kippen Empörung und Verachtung in Rechtspopulismus? Wie gehen wir in Kirchengemeinden, Freundeskreisen und Familien damit um?
Auch bei vielen Chrisztinnen und Kirchengemeinden ist inzwischen angekommen, dass die Demokratie kein Selbstläufer ist. Rechtspopulistische und-extremistische Parteien positionieren sich inzwischen nicht nur mit fremden- sondern auch mit kirchenfeindlichen Forderungen für die Landtagswahlen.
Ein Team aus Theolog:innen und Politik- und Sozialwissenschaftler:innen bietet Kirchengemeinden und-Gruppen Workshops und Seminare zum Umgang mit Rechtsextremismus und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen an.

Wanderausstellung „Zuflucht geben – gemeinsam hoffen“ jetzt in MV unterwegs
Die Ausstellung zeigt Perspektiven von Geflüchteten, die im Kirchenasyl waren. Sie besteht aus neun Portrait-Fotos mit Texten über die Fluchtgeschichte und Erfahrungen von Familien und Einzelpersonen im Kirchenasyl. Diese sind auf Roll-Ups gedruckt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Menschen auf der Flucht, die von Erfahrungen der Entrechtung erzählen und als Subjekte ihres Handelns vorgestellt werden. Drei weitere Roll-Ups berichten über die Praxis des Kirchenasyls. Zitate engagierter Personen berichten über Tätigkeiten, Praxis und Herausforderungen. Die Installation orangefarbener Möbel drückt zudem die Notwendigkeiten des Kirchenasyls bildlich und metaphorisch aus: ein Bett repräsentiert einen Schlafplatz, ein Tisch, ein Stuhl und ein Brot soziale Beziehungen. Eine Schwimmweste, die auf das Sterben an den Grenzen aufmerksam macht, ergänzt zudem die Installation.
Die Wanderausstellung richtet sich an interessierte Menschen. Sie sensibilisiert für die Geschichten und Erfahrungen der vorgestellten Geflüchteten. So kann das Thema Abschiebungen und Widerstand gegen die damit einhergehende Entwürdigung sichtbar gemacht werden. Das Kirchenasyl wird hierbei als eine mögliche christliche Praxis der Gastfreundschaft und Solidarität vorgestellt. Gemeinden werden dazu ermutigt, Menschen zu unterstützen und so ein Zeichen zu setzen.
Eröffnung: Freitag, 06.02.2026 | 17:00 Uhr, EFG Rostock (Baptisten) Hermannstraße 15, 18055 Rostock
Mit dabei: Gäste mit persönlichen Erfahrungen aus dem Kirchenasyl,
Lars Müller, Flüchtlingsbeauftragter, Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg
Quelle: Flüchtlingsarbeit im ZKD

Holocaust-Gedenken: Landesbischöfin verweist auf Erfahrungen aus Yad Vashem
Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar erinnert die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, an die Opfer des Holocaust.Vor dem Hintergrund ihrer jüngsten Eindrücke aus einem Besuch an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem appelliert sie, für Erinnerung, Verantwortung und den Schutz der universellen Menschenrechte einzustehen. Die persönliche Begegnung mit diesem Zeugnis der Shoa habe ihr noch einmal verdeutlicht, dass Erinnerung eine existenzielle Verpflichtung ist. Der Holocaust-Gedenktag steht in diesem Jahr unter dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Motto „Holocaust-Erinnerung für Würde und Menschenrechte“. Das Thema mache deutlich, dass die Erinnerung mit dem Einsatz für Menschenwürde und Menschenrechte verbunden ist, sagt Kühnbaum-Schmidt. „Das Gedenken an die Shoa macht immer wieder schmerzhaft deutlich, wohin Antisemitismus, Judenhass, Entmenschlichung und Gleichgültigkeit führen können.“ Die Erinnerung sei kein abgeschlossener Blick zurück. „Nie wieder ist jetzt - das gilt heute und an allen Tagen, die kommen.“ Auch Christen schuldig Kühnbaum-Schmidt erinnert außerdem an die historische Verantwortung der evangelischen Kirchen in Deutschland. Weil auch Christinnen und Christen in das Menschheitsverbrechen der Shoa verstrickt gewesen und schuldig geworden sind. Eine klare Haltung gegen jede Form von Antisemitismus, Judenhass und Menschenfeindlichkeit sei daher eine Pflicht. Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wird jährlich am 27. Januar begangen. Er ist 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt worden. Er erinnert an den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945.Quelle: epd

Gesegnete Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr!
Allen Freund:innen, Kolleg:innen und Unterstützer:innen unseres Projektes wünschen wir ein friedliches und fröhliches Weihnachtsfest sowie einen entspannten Einstieg in das neue Jahr!
Wir sind ab dem 12. Januar wieder erreichbar und sind wie die drei Weisen bis dahin unterwegs....

„Fürchte Dich nicht! – Ent-sorget euch!“ - Der „Kirche-stärkt-Demokratie“-Weihnachtsgruß 2025
Liebe Freundinnen und Freunde,
vor zwei Wochen war ich zu einem Konvent kirchlicher Mitarbeiter:innen eingeladen. Thema war das kirchliche Engagement für Demokratie im Wahljahr 2026. Auf dem Weg zum Pfarrhaus begegnete mir dieser Engel. Abgelegt auf einem Müllcontainer blickt er in die Morgensonne. Seinen Platz auf dem Friedhof musste er räumen. Er wurde wohl nicht mehr gebraucht und entsorgt.
In der Weihnachtsgeschichte ruft der Engel den Hirten zu: „Fürchtet euch nicht!“. Vielleicht flüstert dieser Engel mir und Dir auch zu: „Ent-sorge Dich!“. Eine wunderbar doppelbödige Botschaft. Sowohl ein: Lass los, von dem, was Du nicht brauchst, was überflüssig ist und werfe endlich den Müll weg. Als auch ein: kippe Deine Ängste, Deine Sorgen, Deine Ohnmacht in die Tonne. Entlaste Dich und mache es Dir nicht unnötig schwer.
Schaue ich auf das zu Ende gehende Jahr zurück, scheint das leichter gesagt als getan. Ängste, Frust und Müdigkeit liegen wie zäher Nebel über dem Land. Engel haben gerade viel auszuhalten und müssen hart arbeiten, um wieder Licht ins Dunkel zu bringen.
Mit unserem Projekt geben wir „alle Jahre wieder“, eine Botschaft weiter: „Seid wachsam, aber fürchtet euch nicht!“. 2025 erlebten wir, dass Menschen sich nicht entmutigen und Projekte nicht entsorgen lassen: ob im Winter auf den Demonstrationen für eine standhafte Demokratie, im Sommer auf dem Forstrockfestival in Jamel gegen Rechtsextremismus, dem Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“, der Kinoreihe "Starke Stücke" oder in den vielen Beratungen und Fortbildungen mit Haupt -und Ehrenamtlichen. Vor allem in unseren Council-Veranstaltungen finden die Sorgen und die Ängste ihren Platz. Hier werden sie gehört. Wir legen sie in die Mitte und erleben, dass daraus neue Ideen und Hoffnungen zu blühen beginnen.
Weihnachten ist für mich das Fest, an dem aus einem Futtertrog (oder einem Müllcontainer) Zukunft geboren wird und Hoffnung wachsen will. Meine Kollegin Thorid Schmelter und ich wünschen Ihnen gesegnete Weihnachtstage und einen leichten Start in das neue Jahr
Ihr und euer
Karl-Georg Ohse
Hinweis: Unsere Büros bleiben bis zum 12. Januar 2026 unbesetzt.