intro img

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Diese Kernaussage des Grundgesetzes steht für die Arbeit von „Kirche stärkt Demokratie“. „Kirche stärkt Demokratie“ bietet seit 2011 qualifizierte Fortbildungen und Beratungen für Ehren- und Hauptamtliche. Unsere Angebote befähigen Menschen aus Kirchengemeinden in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und demokratiefeindlichen Einstellungen. Darüber hinaus beraten wir Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden im Umgang mit menschenfeindlichen Haltungen, geben Anregungen für die Umsetzung lokaler Dialoge und die Öffnung von Kirchengemeinden zu anderen Akteuren im Ort.

Aktuelles & Bilder

Photo
29.11.2022

Willkommen zum #frieden-Adventskalender!

„Sehnsucht nach Frieden“ ist das Thema unserer diesjährigen Grüße zum Advent, wie jedes Jahr in Form von Geschichten statt Schokolade.  

Vom 1. Dezember bis Weihnachten möchte er Sie und euch begleiten mit 24 Geschichten, erzählt von Geflüchteten und Unterstützer:innen, die hier mit uns in Hamburg, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern leben. Die Erzählungen wollen nicht hinter ihren Türchen bleiben. Die Sehnsucht nach Frieden drängt nach außen, sie will verändern und leben. Diese Sehnsucht in unsicheren Zeiten  möchten wir sichtbar machen – und zeigen, was alles dazugehört zu wirklichem Frieden: Nicht nur das Ruhen von Waffen, sondern Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit. Die Adventszeit lebt ja von Hoffnung darauf, manchmal aller Realität trotzend, oft gegen Widerstände.

Wir freuen uns, wenn der Adventskalender weite Verbreitung findet – online (per Mail, auf Webseiten, in den Social Media) und in Gesprächen. 

Mit herzlichen Adventsgrüßen

 Ihre und Eure 

Flüchtlingsbeauftragte Dietlind Jochims 

Photo
21.11.2022

Weiterbildungsreihe EVANGELISCH POSITIONIEREN: IM ZWEIFEL FÜR DIE DEMOKRATIE

Der Kooperationsverbund evangelischer Demokratieprojekte in Diakonie und Kirche (KeD) lädt zu einer dreiteiligen digitalen Weiterbildungsreihe ein. Die Reihe richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in diakonischen und kirchlichen Einrichtungen, an Multiplikator:innen und Demokratieberater:innen. Eine Teilnahme an allen drei Modulen wird empfohlen, die Module können aber
auch einzeln und unabhängig voneinander besucht werden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich über den Anmeldelink für ein oder mehrere Module an. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

  • MODUL I  – Mittwoch, 23.11.2022, 15:00 – 18:00 Uhr
    „Fallstrick Bibel? – Der Umgang mit der Bibel in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen“
    Wenn wir als Christinnen und Christen unser gesellschaftliches Engagement rechtfertigen oder auf soziale Ungerechtigkeiten hinweisen, sind wir schnell mit einem Bibelspruch oder einer Jesusgeschichte zur Hand. Aber ist die Bibel eine geeignete Argumentationsgrundlage in politischen Auseinandersetzungen und kann sie unser politisches Handeln rechtfertigen und bestimmen?
    Diesen Fragen wollen wir im I. Modul unserer länder- und einrichtungsübergreifenden Fortbildungsreihe nachgehen. Unterstützt werden wir dabei von Prof. em. Eckart Reinmuth, der sich als Neutestamentler nicht nur bestens in der Bibel auskennt, sondern auch die politische Dimension der Heiligen Schrift auf seine Weise interpretieren wird.
    Moderation und Durchführung:
    - Karl-Georg Ohse und Thorid Garbe, Projektteam „Kirche stärkt Demokratie“ im Sprengel Mecklenburg-Pommern
    - Rebecca Lo Bello, EFAS e.V. – Projektleitung „Teges 2.0 – Durch Teilhabe den gesellschaftlichen
    Zusammenhalt stärken“
    Referent:
    - em. Prof. Dr. Eckart Reinmuth, von 1995 bis 2017 Professor für Neues Testament an der Universität Rostock

MODUL II  – Mittwoch, 07.12.2022, 15–18 Uhr
„Sexualität(en) in der Bibel einordnen. Homo-/Queerfeindlichen Auslegungen
biblischer Schriften mit Luthers Verstehensschlüssel begegnen“

Homosexuelle/queere Beziehungen werden von manchen Christ:innen als „sündhaft“ und „schöpfungswidrig“ abgewertet. Bis vor nicht allzu langer Zeit auch durch die Kirche. Diese Ausgrenzung wird oft mit einer buchstabengetreuen Auslegung von Bibelstellen legitimiert, in denen gleichgeschlechtliche Freundschaft, Sexualität und Liebe thematisiert werden. Dem wollen wir im Workshop ebenfalls auf einer theologischen Ebene begegnen – die Bibel ernst, aber nicht wörtlich nehmen.
Superintendent Bertold Höcker macht uns mit Luthers Verstehensschlüssel „was Christum treibet“ vertraut, ordnet die Rolle von Sexualität in der heiligen Schrift und die Bedeutung der Ehe näher ein.
Bitte halten Sie für die gemeinsamen Textauslegungen Ihre Bibel bereit. Für die offene Diskussionsrunde können Sie sich gerne vorab Fragen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Alten und Neuen Testament überlegen.
Moderation und Durchführung:
- Dr. Stefan Heißenberger, Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Projektleitung „Demokratie gewinnt! In Brandenburg!“
- Paul Nierste, Landesverband Berlin/Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Projektleitung „#AusLiebeZurVielfalt“
Referent:
- Dr. Bertold Höcker, Superintendent des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte

MODUL III – Mittwoch, 18.01.2023, 15–18 Uhr
„From hatespeech to hopespeech? Umgangs- und Interventionsstrategien gegen menschenfeindliche Einstellungen und Positionen“
Nicht nur in den sozialen Medien beobachten wir Hass und rechtspopulistische sowie rechtsextreme Inhalte, auch im alltäglichen und beruflichen Kontext sind wir mit menschenfeindlichen Aussagen konfrontiert. Der Workshop lädt zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und zur Auseinandersetzung mit diskriminierenden und demokratiefeindlichen Einstellungen und Positionen ein. Dabei werden dahinterliegende Kommunikationsstrategien und Akteur:innen vorgestellt, um darauf aufbauend anhand von Fallbeispielen Interventions- und Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren und zu reflektieren.
Wie können wir auch aus einer christlichen und diakonischen Perspektive sprachfähig werden und hoffnungsvolle Narrative der Entgegnung finden? Der Workshop bietet Raum, eigene Erfahrungen einzubringen, Interventionen zu erproben und kreative Umgangsstrategien gegen Hass im Netz und im analogen Raum auszuprobieren.
Moderation und Durchführung:
- Dr. Annalena Schmidt, Diakonie Sachsen, Projektleitung „Demokratie gewinnt!
Haltung zeigen, Verantwortung leben“
- Nele Hoffmann, Diakonie Mitteldeutschland, Projektleitung „Demokratie gewinnt!
In Sachsen-Anhalt und Thüringen“
- Kristina Herbst, Evangelische Akademie zu Berlin, Projektleitung „DisKursLab – Labor
für antisemitismus- und rassismuskritische Bildung & Praxis“

Photo
18.11.2022

„Adventsflimmern“ Mit Besinnlichkeit und Gemeinschaft den Advent am Bildschirm erleben

Auch in diesem Jahr veranstaltet „Kirche stärkt Demokratie“ eine virtuelle Adventsbesinnung. Eingeladen sind alle, die Lust auf Besinnung und Austausch haben.

Jeweils donnerstags von 18:30 bis 19:15 Uhr besteht über ZOOM die Möglichkeit dabei zu sein. Für eine dreiviertel Stunde gibt es am heimischen Laptop oder Smartphone einen adventlichen Impuls und anschließend die Möglichkeit zum Gespräch. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich hier zum „Adventsflimmern“ einloggen.

Termine: Donnerstag, den 1.12.; 8.12.;15.12. und 22.12. 2022 immer um 18:30 Uhr

Leitung: Thorid Grabe/ Karl-Georg Ohse

Grafik: Gerhard Schneider, Krümmel

Photo
17.11.2022

Für Frieden und Zusammenhalt – gegen die Angst. Demonstration in Schwerin am 21.11.2023

Die Krisen scheinen sich zu überschlagen. Klimakrise, Pandemie, Krieg in Europa, Kriege in der Welt, Energiekrise, Massenmigration – es nimmt kein Ende. Viele sind verunsichert, einige haben Angst, manche nutzen das aus. Dabei leben wir im besten System, das wir je hatten: Demokratie.

Die Grenzen des Sagbaren haben sich verschoben. Verfassungsfeindliche Symbole und Sprüche werden hingenommen. 

Es scheint nichts mehr wahr zu sein. Keine Nachricht, deren Gegenteil nicht von irgendwem als wahr deklariert wird. Vor allem in den „sozialen“ Medien wird so gut wie jede Meinung als Wahrheit ausgegeben, und die jeweils andere als Lüge.

Wir wenden uns gegen diese Spaltung der Gesellschaft und meinen:

· Solidarisch durch die Krisen und Lasten fair verteilen!

· Humanität zeigen und Geflüchtete aufnehmen!

· Rechtsextremismus und Rassismus nicht dulden und beim Namen nennen!

· Demokratie wertschätzen und mitmachen!

·        Spaltung überwinden und Zusammenhalt fördern!

Die Demonastration der "anderen Art" findet am Montag, 21.11.2022, um 18:30 Uhr
in Schwerin auf dem Alten Garten 
statt.

Quelle: FLR MV

Photo
11.03.2022

Aus aktuellem Anlass:

Kriegslied
Von Matthias Claudius


's ist Krieg! 's ist Krieg! O Gottes Engel wehre,
Und rede Du darein!
's ist leider Krieg - und ich begehre
Nicht Schuld daran zu sein!
Was sollt' ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
Und blutig, bleich und blaß,
Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen,
Und vor mir weinten, was?
Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
Verstümmelt und halb tot
Im Staub sich vor mir wälzten und mir fluchten
In ihrer Todesnot?
Wenn tausend Väter, Mütter, Bräute,
So glücklich vor dem Krieg,
Nun alle elend, alle arme Leute,
Wehklagten über mich?
Wenn Hunger, böse Seuch' und ihre Nöten
Freund, Freund und Feind ins Grab
Versammelten, und mir zur Ehren krähten
Von einer Leich' herab?
Was hülf' mir Kron' und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freun!
's ist leider Krieg - und ich begehre
Nicht Schuld daran zu sein.

Photo
03.03.2022

Kohle statt Jacken! Jetzt lieber Geld spenden für die Ukraine

Die Welle der Hilfsbereitschaft mit den Menschen in der Ukraine ist grandios. Inzwischen führen die vielen Sachspenden zu Engpässen in der Logistik. Deshalb rufen die Hilfsorganisationen zu Geldspenden auf und bis auf weiteres von Sachspenden abzusehen.

Spenden nehmen u.a. entgegen: 

SIC e.V Ukrainisch-Deutsches Kulturzentrum 

DE61 1001 0010 0844 5801 03  

"Spende Hilfe für Ukraine" 

Diakonie Polen
Spendenkonto:
Bank PEKAO S.A., I O/Warszawa
Pl. Bankowy 2, 00-950 Warszawa
Diakonia Kościoła Ewangelicko-Augsburskiego w RP
00-246 Warszawa, ul. Miodowa 21
PL 56 1240 1037 1978 0000 0693 1401 (EUR)
 PKOPPLPW


Diakonie-Katastrophenhilfe für die Ukraine
Spendenkonto:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine Krise
oder Online spenden auf: www.diakionie-katastrophenhilfe.de

Flüchtingsrat M-V e.V. 

Bank für Sozialwirtschaft 

IBAN: DE12 1002 0500 0001 1943 02

Verwendungszweck: "Ukraine"

Unicef:

Bank für Sozialwirtschaft Köln

IBAN DE57 3702 0500 0000 3000 00

BIC BFSWDE33XXX

Stichwort: Ukraine Nothilfe

 Bündnis "Deutschland hilft"

IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600
Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine

Viele weitere Adressen gibt es auf dem Internetportal „Willkommen in M-V“:  z.B. Migrationsberatungsstellen, Jugendmigrationsdienste, die Kontakte zu den Integrationsbeauftragten, zu Ausländerbehörden und zu vielen weiteren Stellen.

Vielen Dank für euer Engagement!

Photo
02.03.2022

Über Krieg und Frieden. Materialien zum Überfall auf die Ukraine

Zu Frieden und Friedenserziehung hat my relilab eine ganze Themenseite zusammengestellt mit Unterrichtsentwürfen für Grundschule und Sekundarstufe, Praxismaterialien, Medien, Lernorten, Internetportalen und Fachinformationen. 

Unterrichtsmaterial und Hintergrundinformationen zum Russland-Ukraine-Konflikt haben auch das
Pädagogisch-Theologisches Institut und das Referat Friedensbildung der Nordkirche zusammengestellt. 

Sie finden es hier als PDF

Photo
01.03.2022

Stellungnahme des Norddeutschen Netzwerks Friedenspädagogik (NNF) zur aktuellen Situation in der Ukraine

Stellungnahme des Norddeutschen Netzwerks Friedenspädagogik (NNF) zur aktuellen Situation am 24./ 25. Februar 2022


Wir hörten die Berichte der Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) über die Verstöße gegen den Waffenstillstand in den Regionen Luhansk und Donezk und seit dem 24. Februar 2022 in der gesamten Ukraine.
Wir nahmen die Bedrohung wahr, die aus der Geschichtsdeutung des Konflikts der russischen Seite vom 21. Februar 2022 spricht und beobachten die diplomatischen Anstrengungen europäischer und amerikanischer Regierungen sowie internationaler Organisationen wie der Vereinten Nationen (UN).
Die aktuellen militärischen Aktionen der russischen Truppen in der Ukraine machen uns wütend und traurig. Wir sind entrüstet und zutiefst beunruhigt, dass die Gespräche unterbrochen sind und bisher kein gewaltfreier Weg zur Lösung dieses Konflikts gefunden wurde.
Das NNF hat sich bei den Fachtagungen 2016 und 2018 mit der Konfliktsituation in der Ukraine befasst und dazu gearbeitet, wie dieser Konflikt aus der Perspektive "Zivile Konfliktbearbeitung" beziehungsweise "Friedenslogik" im friedenspädagogischen Kontext bearbeitet werden kann.
Die jetzigen militärischen Interventionen Russlands ereignen sich während der laufenden Fachtagung des NNF 2022 mit dem Titel „Doing Peace“. Es bestärkt uns einmal mehr darin, weiter alles dafür tun, uns mit kreativen und lebendigen Antworten für konstruktive und gewaltfreie Konfliktlösungen einzusetzen.
Die Rede von Dr. Mbugua Martin Kimani, dem Botschafter Kenias bei der UN, im Sicherheitsrat der UN am 21. Februar 2022 und sein Blick auf den Konflikt sprechen unsere Sprache: "Stattdessen einigten wir uns (der heutige Staat Kenia, Anm. d. Red.), die Grenzen so zu belassen, wie wir sie erbten – aber kontinentweite politische, ökonomische und rechtliche Integration zu verfolgen. Statt Nationen zu bilden, die rückwärts in die Geschichte blicken mit einer gefährlichen Nostalgie, entschieden wir uns für den Blick nach vorn in eine Größe (im Sinne von: Weitherzigkeit, Anm. d. Red.), die keine unserer vielen Nationen und Völker je gekannt hat." (https://taz.de/UN-Rede-zu-Russland-Ukraine-Konflikt/!5833849/)
In diesem Sinne appellieren wir an und bitten nachdrücklich alle beteiligten Parteien sowie alle, die überlegen, militärisch zu reagieren, die Verhandlungen wieder aufzunehmen und gemeinsam für einen friedlichen Weg einzutreten.
Wir denken jetzt gerade besonders an die Partner:innen unserer Netzwerksmitglieder in der Ukraine.

Photo
01.03.2022

Sorge um Menschen in der Ukraine - Caritas im Norden ruft zu Spenden auf und bereitet einen Sattelzug mit Hilfsgütern vor

SELIG SIND DIE, DIE FRIEDEN STIFTEN!

Sorge um Menschen in der Ukraine - Caritas im Norden ruft zu Spenden auf und bereitet einen Sattelzug mit Hilfsgütern vor

 Mit Bestürzung und großer Sorge verfolgen wir die derzeitige Entwicklung in der Ukraine. Die Caritas im Norden unterstützt seit über 20 Jahren mehrere Hilfsprojekte der örtlichen Caritas in den Gebieten Ivano-Frankivsk und Kolomya in der Westukraine.
Die Caritas im Norden ist in der Vorbereitung eines Hilfstransportes für hilfsbedürftige Familien und Flüchtlinge.

Wir rufen Sie auf, mit einer Sach- oder Geldspende die humanitäre Hilfe in der Ukraine zu unterstützen.  

Ein zentrales Lager für die Annahme von Spenden befindet sich in Witzin bei Sternberg  (Tel: 0173 2013668 - Herr Birkholz) und in Schwerin (0152 33609249 - Herr Dietrich). 


Wir sind im ständigen Kontakt mit unseren Caritas - Kolleg_innen vor Ort. Die Herausforderungen durch den zunehmenden Flüchtlingsstrom aus der Ostukraine und der Region um Kiew bedarf unserer Unterstützung!

Folgende Bedarfsliste ist mit der Caritas in der Ukraine abgestimmt:
- Isomatten
- Schlafsäcke
- Bettdecken
- Handtücher
- Thermoskannen für Lebensmittel
- Damenbinden Packungen
- Windeln für Erwachsene Packungen
- Kinderwindeln Packungen
- Seife
- Shampoo
- Zahnpasta
- Zahnbürsten
- Desinfektionsmittel Flaschen
- Oberbekleidung
- Kleidung, Wäsche, Unterwäsche - neuwertige Ware
- Warme Socken - neuwertige Ware
- Fleischkonserven
- Fischkonserven
- Instant-Suppen Packungen
- Instant-Beilagen Packungen
- Erste-Hilfe-Sets
- Bettwäsche
- Große Zelte
- Lebensmittel für die Zubereitung des kostenlosen Mittagessens
- Schmerstillende und entzündungshemmende Medikamente
- Verbandsmaterial

Spendenkonto:
Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V.
Evangelische Bank IBAN: DE09520604100006400000
Verwendungszweck: Ukrainehilfe

Pressekontakt und Informationen:

Caritasverband für das
Erzbistum Hamburg e. V.
Verbandskommunikation
Am Grünen Tal 50
19063 Schwerin

Mathias Thees
Abteilungsleiter und Pressesprecher
☎ 0151 12480973
mathias.thees@caritas-im-norden.de
www.caritas-im-norden.de 

Schwerin, 28.02.2022.

Photo
04.02.2022

Shoa-Verharmlosung und Antisemitismus im öffentlichen Diskurs deutlich widersprechen

Erklärung des Vorstandes der GCJZ M-V angesichts der zunehmenden Eskalation bei den Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen:

Die Corona-Pandemie fordert uns alle heraus: als Einzelne, als Familien, als Gesellschaft. Für uns und unser Zusammenleben unverzichtbare Freiheitsrechte müssen miteinander abgewogen werden. Dies geschieht sowohl im öffentlichen Diskurs als auch durch demokratisch legitimierte staatliche Entscheidungen. Es gilt angesichts der das Leben von Menschen bedrohenden Pandemie Maßnahmen zu treffen, die die Gesundheit der Menschen schützt und ihre Freiheitsrechte gewährt. Der Streit über die Angemessenheit solcher Maßnahmen muss und wird in der Öffentlichkeit geführt. Auch wenn wir manche der getroffenen staatlichen Entscheidungen unterschiedlich beurteilen, bleibt die Mehrheit der Menschen in unserem Land beieinander. Streitkultur gehört zum Wesen unserer Demokratie.
Mit großer Sorge nehmen wir als Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern e.V. (GCJZ M-V) eine Radikalisierung bei den Demonstrationen, die sich kritisch mit den getroffenen Corona-Eindämmungsmaßnahmen auseinandersetzen, wahr. Dabei nimmt das Gewaltpotential bei einigen Demonstrierenden zu. Zugleich werden zunehmend Institutionen und die Rechtsstaatlichkeit infrage gestellt und die eigene Position absolut gesetzt. Dies alles verhindert einen Diskurs, den wir so dringend brauchen. Als GCJZ M-V beobachten wir zwei Phänomene, den wir in besonderer Weise klar widersprechen müssen.
Zum einen wird seitens einiger Demonstrantinnen und Demonstranten durch Aussagen und Symbole eine Gleichsetzung der gegenwärtigen Situation mit dem Leben unter den Bedingungen einer Diktatur vollzogen. Dies bezieht sich sowohl auf die menschenverachtende Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus als auch der SED-Herrschaft. Besonders perfide wird dies, wenn sich z.B. Impf-verweigerer mit den verfolgten, entrechteten und letztlich ermordeten Jüdinnen und Juden gleich-setzen, indem sie sich mit einem „gelben Stern“ versehen. Hier werden die Opfer der Shoa, der systematischen Ermordung von Juden in der Zeit des Nationalsozialismus verhöhnt. Dem wider-sprechen wir entschieden. Wir leben in einer Demokratie, wo Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer, nicht impfen lassen wollen, keiner lebensbedrohenden Verfolgung ausgesetzt sind. Vielmehr können sie öffentlich ihre Meinung vertreten.
Zum anderen werden aus der die Corona-Maßnahmen ablehnenden Szene vermehrt antisemitische Verschwörungsmythen verbreitet. Hier wird entweder die Gefährlichkeit des Virus zwar nicht geleugnet, aber als Vernichtungsfeldzug „der Juden“ behauptet. Oder die Impfung wird als Eingriff in das Erbgut der Menschen durch „jüdische“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezeichnet. In beiden Fällen wird unter Nutzung traditioneller antisemitischer Motive eine „jüdische Weltverschwörung“ konstruiert. Schuld, so die vergiftende Behauptung, sind die Juden.
Beiden Strategien, die der Gleichsetzung mit einer Diktatur und die der antisemitischen Ressentiments, widersprechen wir als Vorstand der GCJZ M-V mit aller Deutlichkeit. Wer so argumentiert, der verlässt den Bereich einer von Respekt geprägten Streitkultur. Wer aus welchen Gründen auch immer mit Menschen, die solche Positionen vertreten, bei Demonstrationen mitläuft, macht sich genauso schuldig, wie die Menschen, die diese Meinung vertreten.
Als Vorstand unserer Gesellschaft fordern wir die Mitglieder der christlichen Kirchen auf, sich ebenfalls klar zu positionieren und jeglichen Diktaturvergleich und allen antisemitischen Deutungen scharf zu widersprechen.
Schwerin, 19. Januar 2022

Hinweis: Am 4. 02.2022  findet um 18:00 Uhr auf dem Schweriner Markt ein Gedenken an die Covid-19-Toten statt. Auch in anderen Orten gibt es inzwischen Aktionen, die sich kritisch mit den Corona-Maßnahmen-Protesten auseinandersetzen.

Mehr im Archiv