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„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Diese Kernaussage des Grundgesetzes steht für die Arbeit von „Kirche stärkt Demokratie“. „Kirche stärkt Demokratie“ bietet seit 2011 qualifizierte Fortbildungen und Beratungen für Ehren- und Hauptamtliche. Unsere Angebote befähigen Menschen aus Kirchengemeinden in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und demokratiefeindlichen Einstellungen. Darüber hinaus beraten wir Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden im Umgang mit menschenfeindlichen Haltungen, geben Anregungen für die Umsetzung lokaler Dialoge und die Öffnung von Kirchengemeinden zu anderen Akteuren im Ort.

Aktuelles & Bilder

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27.05.2020

Vernunft in der Krise. Neue handreichung zu Verschwörungstheorien in der Corona-krise

Warum flüchten manche Menschen in Verschwörungsideologien? Was können wir dann tun? Und was sagen wir Opa Dieter, wenn er wieder mit der Aussage kommt, die Pandemie sei doch auch nicht schlimmer als eine Grippe? Alle Antworten finden sich in der kleinen Broschüre „Wissen, was wirklich gespielt wird…: Vernunft in der Krise“ des Projektes „No World Order“. 

Die Handreichung „Wissen…“, die von der Amadeo-Antonio-Stiftung heraussgegeben wurde, möchte einen Beitrag dazu leisten, Verschwörungsideologien zu erkennen und ihnen gegenüber handlungsfähig zu bleiben. Zudem möchte sie dabei helfen, sich von wechselnden Informationen und Maßnahmen nicht entmutigen zu lassen. Sie möchte nachvollziehbar machen, dass eine globale Pandemie eine wissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Herausforderung darstellt, die auch Irr- und Umwege beinhaltet. Wenig ist sicher in diesen Zeiten, denn der beste Weg zur Bewältigung der Krise, muss erst noch gefunden werden. Wir können dazu beitragen, indem wir gemeinsam daran arbeiten, dass Vernunft und Solidarität keine Opfer der Krise werden.

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19.05.2020

"Stift & Schere" Ausstellungseröffnung: 30. Mai, 11 Uhr

Am 30. Mai gegen 11 Uhr öffnet die Vereinigung Kirchturm Mirow e.V die Tür zur Johanniterkirche.  

 Keine Vernissage aber Anschauen der Blätter von Gaby Klier und unserem Multiplikator Gerhard Schneider und in Distanz ein Gespräch mit den Ausstellenden ist möglich. Von Umarmungen sollte abgesehen werden. 


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19.05.2020

"Mutige Landschaften" Die Fortbildungsreihe für Menschen, die sich engagieren

Sie möchten, dass sich etwas ändert: in Ihrem Ort, in Ihrer Kirche, in der Gesellschaft? Sie wollen mitdenken, mitreden und anpacken, aber Sie wissen nicht (immer) wie?

„Kirche stärkt Demokratie“ bietet Ihnen 5 kostenfreie Seminare und eine Bildungsfahrt nach Taizé, um Sie in Ihrem Engagement zu stärken. Werden Sie "MutmacherIn" und nutzen Sie Raum, Zeit und den gemeinsamen Austausch, um Ihr Handeln für Kirche und Gesellschaft zu reflektieren und zu erweitern.

Gemeinsam lernen Sie Moderations- und Kommunikationstechniken, Methoden und Ansätze zur Entwicklung Ihrer Gemeinde und Grundlagen des Projektmanagements kennen. Diskutieren Sie aktuelle gesellschaftliche Fragen mit anderen spannenden Menschen und entwickeln Sie neue Ideen für ein gutes Miteinander vor Ort.

Durch die Seminare begleiten Sie die Thorid Garbe und Karl-georg Ohse von „Kirche stärkt Demokratie“ und Kristina Nauditt und Gerd Wermeskirch vom ARGO-Team Berlin


Themen, Zeiten und Orte:

Modul 1: „Mir reicht’s!“ Was treibt mich an, was ist mein Ziel?

19. – 21. Juni 2020,  MaJuWi Greifswald-Wieck 

Modul 2: „Was glaubst denn du?“ Gemeinde und Glaube als Ort meines Handelns

11./12. /13. September 2020,  Edith-Stein-Haus Parchim (vorbehaltlich der Lockerung der Kontaktsperren)

Bildungsfahrt: "Spiritualität als Quelle solidarischen Handelns entdecken"

03. – 11. Oktober 2020, Communauté Taizé 

Modul 3: „Wir haben es satt?!“ Mein Ort als sozialer Raum und Netzwerk

22./23. Januar 2021, Jugendbildungsstätte Pfarrhaus Damm bei Parchim

Modul 4: „Wir können auch anders.“ Mein Projekt entwickeln

19./20. März 2021, Gutshaus Linstow

Modul 5: „Da geht noch was!“ Widerstände auflösen und durchstarten

4./5. Juni 2021, Familienferiendorf Boltenhagen

Organisatorisches: Das Mindestalter für die Teilnahme ist 18 Jahre. Eine Kirchenmitgliedschaft wird nicht vorausgesetzt. Damit Sie und die Gruppe gut miteinander lernen und zusammenwachsen, wünschen wir uns eine Teilnahme an 4 Modulen. Für jedes Modul melden Sie sich bitte separat an.

Die Seminare beginnen in der Regel Freitags um 16:00 Uhr und enden Sonnabends um 16:00 Uhr. Das Auftaktseminar geht bis Sonntag, 14:00 Uhr

Hinweis: Angesichts der Corvid-19 Maßnahmen kann es zu kurzfristigen Absagen bzw. Verschiebungen kommen. Für ausgefallene Seminare werden keine Kosten erstattet.

Kosten: Den Teilnehmer*innen enstehen keine Seminarkosten. Fahrkosten werden nicht erstattet. Für die Bildungsfahrt wird ein TN-Beitrag erhoben.

Die Fortbildung wird durch das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“, den Europäischen Sozialfond (ESF) und die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern gefördert.

Inhaltliche Konzeption & Gestaltung: ARGO-Team Berlin und "Kirche stärkt Demokratie"



Zur Anmeldung

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18.05.2020

Aktion Refugees Welcome! Ihre Schutzmaske für Geflüchtete

Mit den „Refugees Welcome!“-Masken will Aktion Sühnezeichen-Friedensdienste ein unmissverständliches Zeichen setzen: für das Recht auf Asyl und den Schutz von Menschen in Not. Mit einer Spende unterstützen Sie die Arbeit von ASF-Freiwilligen in Projekten mit Geflüchteten.    

Warum ist Ihre Spende so wichtig?

Die Auswirkungen der Corona-Krise trifft vor allem Geflüchtete besonders hart: Tausende Menschen harren in überfüllten Lagern auf engstem Raum aus. Kontaktsperren, Abstandsregeln und Hygienestandards können kaum eingehalten werden. Auch die Seenotrettung im Mittelmeer liegt seit Wochen weitgehend still. Als positiver Effekt der Pandemie wird häufig genannt, dass die Menschen in der Krise wieder mehr zusammenhalten. Diese Solidarität darf nicht bei Geflüchteten enden. Seit vielen Jahren arbeiten Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Projekten mit Geflüchteten. Bitte unterstützen Sie diese wichtige Arbeit mit einer Spende. Gemeinsam setzen wir so ein unmissverständliches Zeichen: Refugees ARE welcome!  

Hier geht zur Bestellung

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15.05.2020

Steinige Zeiten V

Ob mit oder ohne Einschränkungen: wir haben wieder interessante Angebote für Sie zusammengestellt. Vielleicht finden Sie ja über Himmelfahrt oder Pfingsten Zeit, mal einen Blick darauf zu werden.

Unsere ZOOM-BAR öffnet am 26. Mai 2020

Die Corona-Pandemie gebiert neue Formate und stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Eine davon ist der Umgang mit Fakten und „Wahrheiten“. „Kirche stärkt Demokratie“ möchte mit Ihnen über nichts Geringeres als den Zustand der Welt in unserer neuen „Zoom-Bar“ ins Gespräch kommen. Die geistigen „Getränke“ werden Kristina Nauditt und Gerd Wermeskirch vom ARGO-Team Berlin kreieren und von Thorid Garbe und Karl-Georg Ohse serviert. Um an unserer ersten Zoombar am 26. Mai 2020 um 16:30 Uhr  teilzunehmen benötigen Sie einen PC bzw. Smartphone oder Tablet mit funktionierender Kamera, Ton und Micro. Um Einlass in die „Zoombar“ zu bekommen melden Sie sich spätestens bis zum 25.05.2020 an. Sie bekommen dann statt kalter Getränke von uns einen Link, über den Sie sich am 26.05. ab 16:00 Uhr an unserer Gesprächsrunde beteiligen können. 

Die zweite „Zoom-Bar“ findet dann am Donnerstag, den 4. Juni wieder um 16:30 Uhr statt.

Ausstellung „Wer bist du nun, meine Tochter? | Zehn Collagen zum Buch Rut“. 

Eigentlich sollte diese Ausstellung ganz real mit Lesung, Gespräch und kleinem Empfang eröffnet werden, aber auch das musste Corona bedingt abgesagt werden – zumindest teilweise. Die Bilder des Graphikers und unseres Multiplikators Gerhard Schneider sind nämlich dennoch zu sehen – derzeit in der Winterkirche von St. Nikolai, Greifswald und … hier! Und den Audioguide gibt es auch dazu.  Viel Freude also beim Betrachten der Bilder, beim Hören der biblischen Erzählung und beim Wiederentdecken der Rut!

  „Wohin die Füße tragen – die GeschichtenWerkstatt lädt ein zum Stadtrundgang“     

Ab dem 29.5 werden Sie auf der Seite der GeschichtenWerkstatt einen Geschichtenimpuls finden. Gönnen Sie sich etwas Zeit. Lassen Sie sich inspirieren und gestalten Sie etwas. Stellen Sie dieses Kunstwerk im eigenen Fenster aus und machen Sie Rostock zu einer großen Ausstellung, die darauf wartet, im Spaziergang entdeckt zu werden. 

Weitere Veranstaltungen im Sprengel Mecklenburg und Pommern finden Sie hier.

Weitere Online-Angebote:

"Die Rechte und Corona"

Wie Neonazis, Rechtspopulist*innen und andere auf die Pandemie reagieren

Dieses Angebot des Kulturbüros Sachsen geht der Frage nach, wie Neonazis, Neue Rechte und andere versuchen, in Zeiten von Corona strategisch ihre Themen zu platzieren und so aus der Krise Kapital zu schlagen. Informiert und diskutiert wird über aktuelle Entwicklungen Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Diskurs sowie erste Handlungsempfehlungen.

Termine:
18.05.2020 von 14:00 – 16:00 Uhr
20.05.2020 von 10:00 – 12:00 Uhr
26.05. 2020 von 19:30 – 21:30 Uhr 

Anmeldeschluss: jeweils 3 Werktage vor der Veranstaltung bei bildung@kulturbuero-sachsen.de.  Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

bpb-Podcast „Die „Wahrheit“ in Zeiten von Corona“ 

In die Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Corvid19-Virus mischen sich immer öfter  (rechts-)extremistische Gruppierungen. Verschwörungsideologien  sind nun überall präsent. In dem Zusammenhang wollen wir nochmal auf den bpb-Podcast „Die „Wahrheit“ in Zeiten von Corona“ verweisen.

Satirisch nähern sich der österreichische Kabarettist Josef Hader und  das Satiremagazin extra3 dem Phänomen an.  

Auch auf der re:publica, dem großen Festival der digitalen Gesellschaft, welches letzte Woche als Online-Veranstaltung die Leute vor die Bildschirme lockte, wurde über das Thema diskutiert. Alle Beiträge sind noch online verfügbar, z.B. der Bericht von Simone Rafael (Belltower News) und Miro Dittrich (Amadeu Antonio Stiftung) über „Die Coronavirus-Pandemie als Agitationsfeld für Rechtsextremismus“ 

Demokratie-Sprechstunde im Livestream der bpb

Am 29. Mai 2020 von 12 bis 13.30 Uhr ist die Demokratieforscherin Hedwig Richter im 4. bpb:forum digital zu Gast und beantwortet Ihre Fragen in der Demokratie-Sprechstunde. Schreiben Sie uns bis zum 20. Mai 2020 Ihre Fragen, Ideen, Anmerkungen rund um das Thema "Demokratie im Alltag" an kommunikation@bpb.de  Zur Anmeldung

Im ZEIT-Projekt „Deutschland spricht“ finden sich viele aktuelle und interessante Beiträge und aktuelle Diskurse.

Online-Argutraining zum Kennenlernen 

Herabsetzende und ausgrenzende Äußerungen begegnen uns im alltäglichen Leben. Wie Sie dem ganz praktisch entgegentreten können, vermittelt Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. in ihren Argutrainings.  Bei dem „Online Schnupper-Argutraining“ bekommen Sie einen ersten Eindruck, wie die bewährten Methoden nun auch online umgesetzt werden können. Das Online Argutraining zum Kennenlernen findet am 02.06.2020 von 18-20 Uhr statt. Bitte melden Sie sich dafür bis zum 01.06.2020 per E-Mail an, die Kontaktinformationen finden Sie hier.

Ab ins Museum – VIRTUELL! 

Ob Haus der Geschichte oder das Jüdische Museum in Berlin – viele Museen ermöglichen aufgrund der Pandemie virtuelle Besuche. Klicken Sie doch einfach mal rein, vielleicht finden Sie für sich selbst interessante Themen, Anregungen für Ihre Projektarbeit oder Angebote, die für Ihre Zielgruppen eine Erwähnung wert sein könnten. Vom Haus der Geschichte gibt es z.B. ein Quiz „Wie frei bin ich?“, das Jüdische Museum Berlin hat zahlreiche „virtuelle Schaukästen“ von aktuellen und abgeschlossenen Ausstellungen und Projekten online. 

Online-Grundkurs: Demokratie in Deutschland 

Das Reisebüro poli.Tours lädt zu einer Reise durch unsere Demokratie ein! Der Grundkurs ist selbständig und ohne tutorielle Begleitung nutzbar und informiert über die Wesensmerkmale der Demokratie am Beispiel der Bundesrepublik. Vielleicht ist das ja auch etwas für Ihre Projektarbeit? Das Ganze dauert zwei Stunden und ist ein Angebot der baden-württembergischen Landeszentrale für politische Bildung. 

Darüber hinaus

Aktuelles Dossier "Antisemitismus" 

Mit der Sichtbarkeit von Verschwörungsideologien wird Antisemitismus wieder bzw. noch stärker sichtbar. Ein gerade erst aktualisiertes Dossier der bpb widmet sich dem Thema mit einer historischen Darstellung, der Einordnung in verschiedene politische Ideologien und Materialien um der „Feindschaft zu begegnen“.

Neuerscheinung: Warum Demokratien Helden brauchen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus 

Unsere Zeit braucht keine Helden - oder doch? Es liegt daran, so meint Dieter Thomä, was man unter Helden verstehe. In der Demokratie seien Einzelne und Gruppen unverzichtbar, die sich über bloße Loyalität hinaus mutig und unbequem für das Wohl des demokratischen Gemeinwesens einsetzen.  Thomä entwirft klare Konturen zeitgemäßen Heldentums in der Demokratie und präzisiert sie immer wieder anhand von Beispielen. Helden, so sein Fazit, haben in demokratischen Gesellschaften keineswegs ausgedient, im Gegenteil: Gäbe es sie nicht (mehr) oder wäre die Spezies Held bedroht, so wären es Demokratien erst recht:  https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/308522/warum-demokratien-helden-brauchen

Corona international
Viele Projekte haben Zielgruppen, die zum Beispiel erst beginnen Deutsch lernen. Gerade solch dynamischen und komplexen Lagen wie eine Pandemie sind da kaum nachzuvollziehen und bieten den Nährboden für Falschinformationen und Gerüchte. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt dafür grundlegende Informationen in mehreren Sprachen bereit. Das bpb-geförderte Projekt Quorum bietet Infos in russischer Sprache zum Thema, u.a. Übersetzungen des NDR Info Podcast mit Christian Drosten.

Die weltweite CoronaFactsAlliance hat eine Datenbank zusammengestellt, mit der man weltweit verbreitete Falschinformationen aufspüren und prüfen kann. Auf Englisch, aber für zahlreiche Länder, wie z.B. die Türkei. Infos hier, die Datenbank gibt es hier. In türkischer Sprache informieren auch Ferda Ataman und Nalan Şipar aktuell über den Verlauf der Pandemie.

     

      

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08.05.2020

„Kirche stärkt Demokratie“ öffnet am 26. Mai 2020 seine „Zoom-Bar“


Teil 1: Welt, Wirklichkeit – Wahrheit – Wahrnehmung und WIR.

Die Corona-Pandemie gebiert neue Formate und stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Eine davon ist der Umgang mit Fakten und „Wahrheiten“. 

„Kirche stärkt Demokratie“ möchte mit Ihnen über nichts Geringeres als den Zustand der Welt in unserer neuen „Zoom-Bar“ ins Gespräch kommen. Unsere Weltsicht ist ganz anders als realistische Zahlen und Fakten es uns zeigen. Das liegt an unseren Urinstinkten und Erfahrungen, die uns immer wieder veranlassen, Situationen schlimmer, gefährlicher, besser oder gar falsch einzuschätzen. Grundlage für unseren Input ist das Buch von Hans Rosling „Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist“.  Die geistigen „Getränke“ werden Kristina Nauditt und Gerd Wermeskirch vom ARGO-Team Berlin kreiert und von Thorid Garbe und Karl-Georg Ohse serviert.

Um an unserer ersten Zoombar am 26. Mai 2020 um 16:30 Uhr  teilzunehmen benötigen Sie einen PC bzw. Smartphone oder Tablet mit funktionierender Kamera, Ton und Micro. Um Einlass in die „Zoombar“ zu bekommen melden Sie sich spätestens bis zum 25.05.2020 unter https://kirche-demokratie.de/allgemein/kontakt.html an. Sie bekommen dann statt kalter Getränke von uns einen Link, über den Sie sich am 26.05. ab 16:00 Uhr an unserer Gesprächsrunde beteiligen können. 

Die zweite „Zoom-Bar“ findet dann am Donnerstag, den 4. Juni wieder um 16:30 Uhr statt.

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30.04.2020

Steinige Zeiten IV

Nicht nur am Tag der Arbeit lohnt es sich, über den Wert und die Verteilung von Arbeit in diesen Zeiten nachzudenken. Während einige im Dauerstress rotieren, haben andere ihren Arbeitsplatz verloren, bangen um ihre Stelle und ihre Existenz. Wieder andere sind mit der Mehfachbelasung von Arbeit, Kinderbetreung und Wohnzimmerbeschulung völlig überlastet. Es wird spannend sein, ob die geforderte und geklatschte Solidarität auch nach der Pandemie ihren Niederschlag in fairer Entlohnung und Teilhabe an der Wertschöpfung finden wird.

Die großen Demonstrationen des DGB und anderer Organisationen finden 2020 nur in kleinem Rahmen statt. Aber es gibt Alternativen!

Virtual May Day 2020 bei LabourStart 

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Gewerkschaftsbund und allen globalen Gewerkschaftsverbänden veranstaltet LabourStart eine 12-stündige Übertragung von Videos und Live-Events von Gewerkschaften aus aller Welt. Sie haben speziell für den 1. Mai erstellte Videos von Gewerkschaften auf allen Kontinenten gesammelt: https://www.labourstart.org/mayday  

Solidarisch ist man nicht allein!Livestream des DGB

Zum ersten Mal seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1949 wird es in diesem Jahr keine Demos und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen geben. Denn in Zeiten von Corona heißt Solidarität: mit Anstand Abstand halten.

Trotzdem stehen die DGB-Gewerkschaften und ihre Mitglieder am Tag der Arbeit 2020 zusammen. Von 11.00 bis 14.00 Uhr wird der Livestream im Internet,  ausgestrahlt. 

  • Bereits zugesagte KünstlerInnen: MiA., Konstantin Wecker, Ute Lemper, Jocelyn B. Smith, Sarah Lesch, Heinz Rudolf Kunze, Thorsten Stelzner, Friederike Kempter, Dota, Felix Räuber
  • Moderation: Katrin Bauerfeind
  • Interviews mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann und dem gesamten geschäftsführenden Bundesvorstand des DGB
  • Beiträge aller DGB-Bezirke und DGB-Gewerkschaften
  • Solidaritätsbotschaften von Politikerinnen und Politikern sowie Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Deutschland.

Geistliche Angebote der Nordkirche

Auch wenn Gottesdienste wohl bald wieder stattfinden sollen, können die Internetangebote eine interessante Alternative sein. Die Nordkirche hat einige Angebote hier zusammengestellt.

Angebote für Mecklenburg und Vorpommern finden Sie hier.


Aktuelle Angebote der  Politischen Bildung 

Neuerscheinung: „Die aufgeregte Gesellschaft“ 

Warum verweigern wir anderen Hilfe? Worauf gründen unsere Vorlieben? Welche Aversionen tragen wir in uns? Warum erscheinen Konflikte unüberbrückbar? Menschliches Denken und Handeln, auch moralische Urteile gründen, meint der Philosoph Philipp Hübl, auf weltweit ähnlichen, tief im Menschen angelegten Emotionen wie Zorn, Angst und Ekel, Neugier, Scham und Mitleid. Hübl deutet die Polarisierung von Gesellschaften als Ausdruck dieser emotionalen Vielfalt. Das Buch ist nun bei der bpb erschienen: https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/306629/die-aufgeregte-gesellschaft . Außerdem war Hübl im vergangenen Jahr bei unserer NAH DRAN-Tagung zu Gast, ein Interview und die Podiumsdiskussion finden Sie hier: https://www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de/144569/dokumentation-nah-dran-2019 

Digitale Themenwoche   75 Jahre Kriegsende 

Am 8. Mai 2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 75. Mal. Der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus ist Anlass, um mit dem Projekt „75 Jahre Kriegsende“ zu einer digitalen Zeitreise in den Frühling 1945 einzuladen, die an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und deren Folgen ebenso erinnert wie an die Verdienste der Alliierten, die dem NS-Terror ein Ende setzten. Die digitale Themenwoche „75 Jahre Kriegsende“ findet vom 2. bis zum 8. Mai statt und spannt den Bogen vom Tag der Kapitulation Berlins am 2. Mai bis zum den Sieg der Alliierten über Nazideutschland am 8. Mai 1945. Eine virtuelle Ausstellung, eine Podcastreihe sowie eine Augmented-Reality-App zeigen ausgehend von verschiedenen symbolischen Orten in Berlin die historische und aktuelle Dimension des Themas auf. Diese Angebote werden bis zum 2. September, dem internationalen Tag des Kriegsendes, online sein.    

Deutscher Präventionstag: Webinare und Vorträge 

Auch der Deutsche Präventionstag musste dieses Jahr entfallen. Aufzeichnungen und Webinare aus den vergangenen Jahren finden Sie allerdings hier, die Seite wird sukzessive erweitert. So gibt es zum Beispiel Veranstaltungen zu den Themen „Rechtspopulismus als Mittelschichtsphänomen“ oder „Radikalisierungsprävention in Kommunen“ und vielen weiteren Aspekten der Präventionsarbeit.

   Lagebericht zu Rechtsextremismus im Netz 

Rechtsextreme nehmen immer stärker Jugendliche ins Visier, versuchen die Corona-Krise zu instrumentalisieren und verlagern ihre Aktivitäten zunehmend auf Social Media. Über alle verfügbaren Dienste und Kanäle locken sie mit Angeboten, die an die Lebenswelt junger Menschen, aber auch allen Personen, die im Netz unterwegs sind, anknüpfen und deren Emotionen wecken – zum Beispiel durch Musik: von Rock bis Hip-Hop. All das zeigt der Lagebericht „Rechtsextremismus im Netz 2018/19“. Erschreckend, aber auch spannend und von hoher Relevanz, ist der Bericht hier abrufbar.

„Lockdown-Gespräche“: Wie verändert Corona unsere Sicht auf die Welt? Acht Menschen aus sieben Ländern erzählen 

Corona verändert also unseren Alltag und unseren Blick auf die Gesellschaft. In diesem Perspektivenwechsel steckt viel Potenzial für Veränderung – die Frage ist nur: ins Positive oder ins Negative? Könnte die Coronakrise helfen, Umweltschutz ernster zu nehmen? Manchen Berufsgruppen langfristig einen höheren Status zu verschaffen? Oder sind die Freiheitsbeschränkungen einfach nur ein Grund zur Sorge? Acht Menschen, manche hoffnungsvoll, andere hoffnungslos, lassen an ihren Gedanken teilhaben: https://www.fluter.de/wie-veraendert-dich-corona?pk_campaign=nl2020-04-29&pk_kwd=308435








29.04.2020

Verschwörungsesoteriker wollen „Gotteshäuser“ in der Coronakrise für regierungskritische Zwecke instrumentalisieren

Kritische Einschätzung zur Initiative „Nikolaikirche ist überall – öffnet die Gotteshäuser. Jetzt!“ 

von KR PD Dr. Haringke Fugmann und Dr. M. Pöhlmann, Landeskirchlicher Beauftragter der Evang.-Luth. Kirche in Bayern für religiöse und geistige Strömungen

Worum geht es?
Selbsternannte „Wahrheitsforscher“ haben am 26. April 2020 im Internet einen „Aufruf“ verbreitet. Sie wenden sich darin „an alle Menschen, die ihre Freiheit lieben und die bereit sind, für ihre grundlegenden Rechte öffentlich einzustehen“.
Zu den Unterstützern zählen u. a. Forscher, die in der aktuellen Debatte vom Robert-Koch-Institut (RKI) abweichende Meinungen vertreten, sowie Verschwörungstheoretiker und rechte Esoteriker.
In dem zweiseitigen Papier führen die drei Initiatoren (Peter Herrmann, Tina und Erich Hambach) darüber Klage, dass die „natürlichen/gottgegebenen Rechte“ von „sog. ‚Volksvertretern‘ mit Füßen getreten“ und „in einem Akt der Willkür“ entzogen worden seien. In Wahrheit seien die von der Regierung zum „Schutz der Gesundheit“ getroffenen Maßnahmen angeblich der Versuch, die totale Kontrolle über die Bevölkerung und die Massenmedien zu gewinnen und schließlich Zwangsimpfungen durchzusetzen. Die Initiatoren berufen sich dabei auf angeblich „wirkliche Experten“, die „Covid-19 aufgrund der Faktenlage […] für nicht gefährlicher halten als die übliche Grippe/Influenza.“
Die Leser*innen werden dazu aufgerufen, die jeweilige Kirchengemeinde, Moschee oder Synagoge u. a. telefonisch dazu aufzufordern, die „Gotteshäuser“ ab 28. April 2020 regelmäßig um 19 Uhr zu öffnen. Die Kirchen hätten – so die Initiatoren – den Auftrag, „jenen Menschen Asyl zu bieten, die verfolgt werden und denen ihre Rechte genommen werden.“ Wenn Menschen sich zu Meditation und Gebet in den Kirchen versammelten, könnte das – so die pseudowissenschaftlich-esoterische Vorstellung – „gemäß Quantenphysik ein Bewusstseinsfeld“ erschaffen, „das weit über das einzelne Gotteshaus hinausreicht und zu einem verbindenden Element aller Menschen wird.“
Wer sind die Initiatoren?
Die drei Initiatoren gehören zur umstrittenen Initiative „Friedensweg“, die zuletzt am 21. Dezember 2019 in der Erdinger Stadthalle eine Friedenskonferenz durchgeführt hat.
• Peter Herrmann (Gmund) ist nach eigenen Angaben u. a. Simultanübersetzer. Er absolvierte verschiedene Ausbildungen – u. a. zum Fußreflexzonenmasseur, Yogalehrer und Reinkarnationstherapeuten. Gemeinsam mit dem umstrittenen Buchautor Jan Udo Holey alias Jan van Helsing war er als Verleger tätig und betrieb mit ihm in Nürnberg eine Esoterikbuchhandlung, in der auch rechte Esoterik verbreitet wurde.

• Tina und Erich Hambach (Baiern) zählen zu den Gründern der esoterischen Initiative „Friedensweg“. Erich Hambach (Jg. 1963), seines Zeichens „Querdenker, Finanzexperte und Wahrheitsforscher“ zeigt keinerlei Berührungsängste mit rechten Esoterikern und umstrittenen Umfeldorganisationen wie der Anti-Zensur-Koalition (AZK) des Schweizers Ivo Sasek. Dort ist er bereits mehrfach aufgetreten. 2016 veröffentlichte Hambach sein mit Verschwörungstheorien durchsetztes Buch „Bargeld Ade! Scheiden tut weh“. Darin geht er von einer Weltverschwörung durch die Illuminaten aus und macht sich Gedanken des Rechtsesoterikers Jan Udo Holey alias Jan van Helsing zu eigen. Ausdrücklich dankt er im Nachwort dem britischen Reptiloiden-Verschwörungs-theoretiker David Icke sowie „Anastasia“, der fiktionalen Hauptfigur der gleichnamigen zehnteiligen Buchreihe des russischen Schriftstellers Wladimir Megre und Namens-geberin der umstrittenen rechtsesoterischen Anastasia-Bewegung.

Wer zählt zu den Unterstützern?
Dazu zählen Wissenschaftler, die in der aktuellen Debatte vom RKI abweichende Meinungen zum Coronavirus vertreten.
• Der HNO-Arzt Dr. Bodo Schiffmann betreibt einen Youtube-Kanal, auf dem er seit einigen Wochen u. a. Videos rund um das Thema „Corona“ veröffentlicht, die sich mehrheitlich kritisch auch gegen die vom RKI veröffentlichten Deutungen der von diesem selbst gelieferten Zahlen wenden. Daneben greift er auf weitere Statistiken anerkannter Quellen, auf Zeitungsmeldungen und auf dramatische Einzelfallschilderungen, die ihm zugesandt wenden, zurück, um für seine Position zu werben. Er ist Mitgründer der „Mitmach-Partei“ „Widerstand2020“.
• Prof. Sucharit Bhakdi, emeritierter Professor der Universität Mainz für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, hat sich in den letzten Wochen auf Youtube und in Interviews zur Corona-Pandemie geäußert. Dabei hat er die Gefährlichkeit des Virus als geringer eingeschätzt als das RKI es tut und die Maßnahmen der Regierung als „sinnlos und selbstzerstörerisch“ bezeichnet.
Wenn Schiffmann und Bhakdi den von Peter Herrmann und Tina und Erich Hambach formulierten Aufruf „Nikolaikirche ist überall!“ unterstützen, der mit pseudowissen-schaftlichen Theorien argumentiert, wonach „Gebet und Gesang […] gemäß Quantenphysik ein Bewusstseinsfeld“ erschaffen, „das weit über das einzelne Gottes-haus hinausreicht“, so verlassen sie damit den Bereich anerkannter Naturwissen-schaften.
• Genannt werden als weitere Unterstützer u. a. die Verschwörungstheoretiker Daniele Ganser und Dieter Broers. Zu den Unterstützern zählt auch der rechte Esoteriker Jo Conrad, der in seinen Büchern für die antisemitische Germanische Neue Medizin wirbt, sowie Ruediger Dahlke, ein promovierter Arzt, Homöopath, Psychotherapeut, esoterischer Buchautor und Geschäftsmann. Auch der Journalist Hermann Ploppa, der in seinen Büchern Verschwörungstheorien und geschichtsrevisionistisches Gedankengut verbreitet, wird genannt.

Wie ist dieser Aufruf einzuschätzen?
Mit diesem Aufruf versuchen die Initiatoren, weitere Unterstützer zu gewinnen und religiös motivierte Menschen zu mobilisieren. Für Außenstehende sind die Hintergründe und unterschiedlichen Motive nicht sofort erkennbar. Auffällig ist, dass die Initiatoren die Nikolaikirche (Leipzig) als Symbol für die Friedensgebete während der friedlichen Revolution in der DDR für eigene Zwecke instrumentalisieren. Aufgrund der Gleich-setzung der damaligen historischen Situation mit der Gegenwart wird der irreführende Eindruck erweckt, wir lebten derzeit in einer Diktatur. Als problematisch ist der Versuch zu bezeichnen, die Initiatoren und Unterstützer sollten sich jetzt dafür einsetzen, als vermeintlich Verfolgte um Asyl in den Kirchen nachzusuchen.
Deshalb ist die Initiative „Nikolaikirche ist überall – öffnet die Gotteshäuser! Jetzt!“ als Versuch zu betrachten, die Kirchen für rechtsesoterische und regierungskritische Zwecke zu instrumentalisieren. Wir raten von einer kirchlichen Beteiligung und Unter-stützung dringend ab.


Hintergrundinformationen: Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona
Verschwörungstheorien werden derzeit massiv verbreitet: Wurde das neue Virus nicht doch in einem Labor gezüchtet? Wollen verborgene Mächte vielleicht eine neue Weltordnung einführen? Steckt ein weltbekannter Milliardär hinter alledem? Kein Wunder, dass anerkannte Medien derzeit mit aller Macht versuchen, Fake News zu entlarven und Verschwörungstheorien als solche zu identifizieren, um so ihrer Informationspflicht und ihrem Bildungsauftrag zu entsprechen. Aber die Situation ist komplexer, als es aussieht.
• Der Begriff „Fake News“ als Bezeichnung für absichtliche Falschmeldungen wird seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise von US-Präsident Donald Trump verwendet, der damit Nachrichten anschwärzt, die seiner politischen Agenda widersprechen. Der Vorwurf, etwas sei „Fake News“, beinhaltet also nicht nur die Behauptung, eine Nachricht sei inhaltlich falsch; vielmehr handelt es sich dabei aus politik- und medienwissenschaftlicher Sicht um einen Kampfbegriff, der Andersdenkende bzw. ihre Ansichten abwerten soll. Wer auf andere zeigt und sie der „Fake News“ bezichtigt, macht damit deutlich, dass er selbst politische Interessen verfolgt und eine absolute Deutungshoheit für sich beansprucht. Es ist daher nicht unproblematisch, wenn Medien gegenwärtig den Begriff „Fake News“ in inflationärer Weise gebrauchen.
• Anstatt des umgangssprachlichen Begriffs „Verschwörungstheorie“ hat sich in der politischen Bildungsarbeit und in der kirchlichen Weltanschauungsarbeit die Differenzierung zwischen Verschwörungshypothese, -ideologie und -mythos als sinnvoll erwiesen: Bei einer Verschwörungshypothese wird zunächst nur der Verdacht formuliert, dass eine Verschwörung bzw. ein Betrug stattfindet. In einer Demokratie ist die Äußerung einer solchen Verschwörungshypothese legitim und eine wichtige Funktion etwa des investigativen Journalismus.
Eine Verschwörungsideologie hingegen ignoriert die empirischen Belege, die gegen eine Verschwörungshypothese sprechen. Anhänger*innen von Verschwörungsideologien haben oft ein klares Feindbild, ein schwarz-weißes Weltbild und gewinnen aus der vermeintlichen Gewissheit, es besser als alle anderen zu wissen, ein starkes Selbstbewusstsein.
Bei Verschwörungsmythen schließlich wird angenommen, dass nicht-menschliche Akteure (z. B. Aliens) an einer Verschwörung beteiligt sind.
Übertragen auf die aktuelle Corona-Krise heißt das: Wer ausgehend von den statistischen Veröffentlichungen des RKI und anderer anerkannter Quellen zu einer anderen Interpretation der Bedrohlichkeit der Corona-Pandemie kommt als das RKI selbst, und wer aufgrund dieser anderen Deutung andere politische Entscheidungen fordert als die, die von den Regierenden getroffen werden, ist noch kein Verschwörungstheoretiker, sondern vertritt zunächst eine abweichende Meinung; ob diese dann richtig oder falsch ist, muss zur Überprüfung anderen Wissenschaftler*innen des gleichen Fachbereichs überlassen werden.

Bayreuth/München, 28.4.2020

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17.04.2020

Steinige Zeiten III. Angebote für die Couch und den Garten

Akuelle Angebote aus Kirche und Gesellschaft in Zeiten von Corona

Ökumenische Telefonseelsorge:
Beratung und Kontakt am Telefon: 08001110111 und 08001110222
Weitere Informationen sowie zur Chat- und Mailberatung: www.telefonseelsorge.de

Seelsorge-Hotline der Nordkirche
Bis auf weiteres sind täglich von 14 bis 18 Uhr ausgebildete Seelsorger unter: 0800/4540106 erreichbar.

Beratungen und Dienste der Diakonie MV
Die Beratungsstellen der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern sind weiterhin telefonisch und elektronisch erreichbar

Verkündigung und Begleitung der Gemeindeglieder

Die Gottesdienste in ZDF, ARD und NDR sind so organisiert, dass jeden Sonntag ein evangelischer Gottesdienst oder eine Morgenfeier mitgefeiert werden kann. Dazu und zu anderen Angeboten in den Medien finden Sie auf unserer Sonderseite Online Angebote aus dem kirchlichen Leben in MV Hinweise, die Sie in den Kirchen, in Schaukästen, Gemeindebriefe etc. weiter veröffentlichen können.

Aktuelle Angebote der  Politischen Bildung

bpb-Mediathek

Manchmal ist es ja ganz nett sich nicht selbst loben zu müssen, sondern das andere übernehmen zu lassen. Zitat Filmdienst: „Eine der interessantesten Sammlungen politischer Dokumentarfilme ist noch immer nicht so bekannt, wie sie es verdient. Die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung bietet auf ihrer Website eine kleine, aber ausgesprochen feine Auswahl von Filmen. Ruth Beckermanns Film über die Waldheim-Affäre, „Waldheims Walzer“, der zu einem Schlüsselfilm über die österreichischen Zustände wurde, Raoul Pecks „I Am Not Your Negro“, der sich inmitten des Aufflammens des Rassismus in den USA James Baldwin als zentraler Figur des Denkens der Bürgerrechtsära zuwendet, und Can Candans „Duvarlar – Mauern – Walls“, der die Jahre der Wiedervereinigung aus migrantischer Perspektive zeigt, sind drei Beispiele für die Weite des Blicks dieser frei zugänglichen Filmauswahl. Auch für Helke Misselwitz’ Klassiker aus der Spätzeit der DDR, „Winter Adé“, und ein Gespräch mit ihr über den Film braucht es keine Registrierung. Die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung ist ein Fels der ruhigen Reflexion in unruhigen Zeiten.“ Na dann. Werden wir etwas rot, fühlen uns geschmeichelt und können Ihnen nur empfehlen: Schauen sie doch auch mal vorbei! https://www.bpb.de/mediathek/ 

   

Digitalisierung mitgestalten und von anderen lernen 

Viele neue digitale Tools werden tagtäglich vorgestellt, alles, so scheint es, soll nun online passieren. Doch warum eigentlich? Welche Vorteile bieten digitale Formate? Und was können sie eben nicht leisten? Wenn Sie sich zum Thema einlesen und dabei gleichzeitig beteiligen und es mitgestalten wollen, schauen Sie doch mal auf: https://www.forum-digitalisierung.de/ Das Projekt des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement bietet eine Plattform zum Austausch, man kann sich aber auch einfach Ideen fürs eigene Projekt holen oder das eigene Bauchgefühl auf den Prüfstand stellen: Wie ist meine Haltung zu Digitalisierung und was bedeutet dieser vielbeschworene digitale Wandel denn eigentlich für bürgerschaftliches Engagement?

   

SMART PREVENTION. Prävention in der digitalen Welt
Nicht erst seit Corona steht die Medienkompetenz immer wieder im Fokus von Debatten um Bildung. Denn in einer digitalen Welt aufgewachsen zu sein ist nicht gleichbedeutend mit einer kompetenten Medienrezeption. Am 27. April geht die Microsite des auf Grund der Situation um Corona abgesagten deutschen Präventionstags „SMART PREVENTION. Prävention in der digitalen Welt“ online (https://www.smart-prevention.de/).  17 Expert:innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik berichten hier in insgesamt 68 zwei- bis vierminütigen Videoclips zu Themen im Bereich der Digitalisierung, Gefährdungen durch Digitalisierung, Chancen der Digitalisierung und Smart Prevention. Schon jetzt sind die einzelnen Videos online verfügbar (https://www.youtube.com/user/praeventionstag/videos). Übrigens: Falls Sie auch mal eigene Projektvideos anfertigen und sich ausprobieren wollen, Tipps in aller Kürze gibt’s hier im Bewegtbild:  https://www.bbc.com/news/av/uk-england-52090705/coronavirus-how-to-help-film-the-news


Online-Bildungsformate der parteinahen politischen Stiftungen 

Viele parteinahe Stiftungen haben ihre Veranstaltungen zu großen Teilen ins Netz verlegt. Hier findet sich ein genereller Überblick über die Online-Angebote, außerdem kleine Teaser, welche Webinare oder Vorträge in der nächsten Woche stattfinden werden. Interessant für Sie zur Inspiration oder für die eigenen Mitglieder als Hinweis. 

Friedrich-Ebert-Stiftung
Auf der Internetseite der Friedrich-Ebert-Stiftung steht ein breites digitales Angebot zur Verfügung. Neben Webinaren finden sich hier u.a. Videos, Podcasts und Online-Planspiele zur politischen Bildung (https://www.fes.de/digital). Am Montag den 20.04 findet ein Gespräch mit dem Risikoforscher Prof. Dr. Dr. Ortwin Renn vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung IASS in Potsdam zum Thema Das Coronavirus als gesellschaftliches Risiko - Bewertung, Wahrnehmung und Auswirkungen statt (https://www.fes.de/veranstaltung/veranstaltung/detail/247523?cHash=4ff7cb8e65a5cd5318a9ed9e34f34719). Kostenpunkt: keine Teilnahmenpauschale. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Friedrich-Naumann-Stiftung
Auch die Friedrich-Naumann-Stiftung bietet beinahe täglich digitale Veranstaltungen über Zoom an – größtenteils zu Themen globaler Politik und Digitalisierung (https://shop.freiheit.org/#Veranstaltungen/). Die nächste Veranstaltung findet als WebTalk am 20.04 zur Aussetzung der Schuldenbremse in Sachsen statt. Mit dabei sind: Torsten Herbst, MdB, Rico Gebhardt, MdL und Dr. Klaus-Heiner Röhl (https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/KZHIQ). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Beitritt zur Zoom-Konferenz erfolgt über die oben angegebene Webseite. Der WebTalk ist kostenlos.

Hans-Seidel Stiftung
Auf der Seite der Hans-Seidel Stiftung sind Veranstaltungen u.a. zu Themen wie Arbeitsorganisation im Homeoffice und Digitalisierung zu finden (https://www.hss.de/veranstaltungen/?q=Webinar). Am 21.04 findet ein Webinar zu Geschäftsmodelle kreativ digitalisieren statt. (https://www.hss.de/veranstaltungen/webinar-geschaeftsmodelle-kreativ-digitalisieren-3200302810/) Für die kostenfrei zur Verfügung stehende Veranstaltung ist eine Anmeldung nötig.

Heinrich-Böll-Stiftung
Bei der Heinrich-Böll-Stiftung werden beinahe täglich Webinare u.a. zu Konfliktbewältigung, Ökologie und feministischen Themen angeboten. Hierbei ist eine frühzeitige Anmeldung geboten – die Webinare sind fast alle ausgebucht. (https://calendar.boell.de/de/calendar/advancedsearch?f%5B0%5D=webseiten_zuordnung_des_termins%3A3617) Der nächste online-Workshop findet vom Dienstag den 21. 04 auf Mittwoch den 22.04  zum Thema “The Corona economic shock – short-term urgency, long-term prospects” statt. Im Mittelpunkt stehen hierbei u.a. die Fragen: Wie tief wird die wirtschaftliche Rezession? Wie sehr wird die Welt nach der Pandemie eine andere sein? Und wie könnte ein Programm aussehen, das wirtschaftlich nicht nur aus der akuten Krise hilft, sondern unsere Gesellschaften gegen solche und andere, etwa Klima-Schocks künftig besser schützt. (https://calendar.boell.de/de/event/corona-economic-shock-short-term-urgency-long-term-prospects) Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Veranstaltung wird zusätzlich live per Video bei Twitter und  YouTube übertragen.

Konrad-Adenauer Stiftung
Die Konrad-Adenauer Stiftung biete unterschiedliche Webinare u.a. zu Pressearbeit oder sozialen Medien an. (https://www.kas.de/de/web/politische-bildung/veranstaltungen/-/search/result?_SearchPortlet_isSortDateAsc=&_SearchPortlet_isSortTitleAsc=&_SearchPortlet_structureKey=0&_SearchPortlet_searchTerm=webinar&_SearchPortlet_groupId=259361). Das nächste Webinar findet am Dienstag den 30.04 zum Thema Erfolgreiche Pressefotos: Die wichtigsten handwerklichen und juristischen Regeln statt. Kostenpunkt: 25, 00 Euro (ermäßigter Tarif: 15,00 Euro). Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. (https://www.kas.de/de/web/politische-bildung/veranstaltungen/detail/-/content/redenschreiben-systematisch-modern-und-originell-1). Noch ein Tipp aus der Reihe: Ai

Rosa-Luxemburg Stiftung
Auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung finden sich Vorträge, Lesungen und Diskussionsrunden u.a. zu geschichtlichen Themen, sowie wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Coronakrise (https://www.rosalux.de/veranstaltungen). Die nächste Veranstaltung findet als Lesung zum 150. Geburtstag von Lenin am 22.04.2020 statt (https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/JXRON/zum-150-geburtstag-von-lenin?cHash=d287b5117d29400cee129405a8552010).

Die Krise als Lerngelegenheit oder: Kollaterales politisches Lernen im Kontext von COVIT-19 

Anja Besand ist Inhaberin der Professur für Didaktik der politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden. In ihrem Beitrag geht sie der Frage nach den pädagogisch didaktischen Kollateral-Effekten der Covid-19-Pandemie nach und macht sichtbar, dass sich im Kontext dieser Krise insbesondere für die politische Bildung gewaltige Chancen, aber auch Gefahren ergeben. 

Die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik hat den Text als Gastbeitrag auf ihrer Homepage veröffentlicht. 

https://www.degede.de/blog/2020/04/thema-des-monats-die-krise-als-lerngelegenheit/

Photo
07.04.2020

Steinige Zeiten II. Angebote für zu Hause und auf dem Balkon

Zeiten für Besinnung und Solidarität

Angesichts der aktuellen Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens setzen viele Kirchengemeinden verstärkt auf digitale Möglichkeiten der Kommunikation für Gebet, Predigt und Seelsorge. Neben den Fernsehgottesdiensten von ARD und ZDF finden Sie auf kirche-mv.de eine Auswahl an digitalen Angeboten (Videos, Podcasts, Lesepredigten) aus dem kirchlichen Leben in MV. 

Auch "Kirche stärkt Demokratie" wird am 15. April mit einer Diskussionsplattform über zoom starten. Wer daran teilnehmen möchte, melde sich bitte über unser Kontaktformular!

Zivilgesellschaft im Netz

Um mal einen E-Learningkurs auszuprobieren und sich mit einem spannenden Thema auseinanderzusetzen, könnte ein Blick auf das Angebot der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg lohnen. Thema: „Demokratie geht digital! Zivilgesellschaft im Netz“. Beginn ist am Freitag, den 8. Mai und er dauert bis Freitag, den 5. Juni 2020. Den Auftakt macht ein Web-Talk. Informationen und Anmeldung ->hier 

Weitere Angebote:

 Fake News (nicht nur im Familienchat) 

 „Falschnachrichten verbreiten sich schneller als das Virus, und sie sind genauso gefährlich“, sagt der Chef der WHO. Es ist atemberaubend, was für hanebüchene Ratschläge in Zeiten des Corona-Virus die Messenger als Kettenbriefe fluten. Dieser Übersichtsartikel kann helfen, Falschinformationen aufzuklären, ohne die Menschen vor den Kopf zu stoßen, die Ihnen nahe stehen, oder in Ihrem Umfeld tätig und engagiert sind:  https://www.belltower.news/corona-pandemie-fake-news-im-familienchat-was-kann-ich-tun-97369/ 

 In Zeiten von Corona wird auch in Familien-What’s-App-Gruppen politisch diskutiert - manchmal unter der Gürtellinie. Wie Radikale Höflichkeit hier helfen kann, hat Paulina in einem neuen   Blog  der Initiative "Kleiner Fünf" zusammengefasst. 

Außerdem kann man sich der ganzen Sache auch spielerisch nähern, Stichwort „Gamification“. Zum Beispiel mit dem „Fake News Game“ der Landeszentrale NRW.

Einen neuen Blog zu aktuellen und geschichtlichen Themen hat auch die Landeszentrale für politische Bildung MV installiert.

Wohnen: Rückzugsort in der Krise 

 Deutschland bleibt zu Hause – und hat Zeit, sich neben Covid-19 auch mal mit dem Thema "Wohnen" zu beschäftigen. Wohl dem, der sich in seinen vier Wänden wohlfühlen kann. Das neue „Fluter“-Magazin der bpb zum Thema ist gerade erschienen. Dabei geht es beim Wohnen nicht nur um soziale Gerechtigkeit, sondern auch um gesellschaftliche Utopien: Wie, wo und mit wem wollen wir eigentlich leben? Und wie wirken sich globale Entwicklungen wie der Klimawandel auf die Zukunft des Wohnens und der Architektur aus? Genau die richtige Zeit also, denn Utopien scheinen derzeit Mangelware.


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