Hintergrund

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27.11.2018

Neue Fördermöglichkeit: Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln

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Die Bundeszentrale für politische Bildung(bpb) fördert im Rahmen des Programms MITEINANDER REDEN die Umsetzung von Projekten zu Themen aus Politik, Bildung, Medien, Kultur oder Gesellschaft in ländlichen Gebieten. Dies könnte für Mitglieder, Ortsuntergliederungen, o.ä. von Interesse sein. Gesucht werden Ideen zur Gestaltung neuer Formen von lebendiger und streitbarer Gesprächskultur. Dabei soll respektvolles Miteinander ins Zentrum der gesellschaftlichen Auseinandersetzung rücken. Abgerufen werden können Unterstützungsleistungen für Projektmanagement, Beratung und Prozessbegleitung sowie Fördermittel für kleine, mittlere und größere Projekte von 5.000, bzw. 8.000, und 12.000 Euro sowie für vier länderübergreifende Sonderprojekte mit je 10.000 Euro bis 2021. Vertreter von Orten, Ortsteilen oder Städten mit weniger als 15.000 Einwohnern können sich ab dem 5. November 2018 in einem zweistufigen Verfahren bewerben.
Einsendeschluss für die Projektideen ist der 20. Januar 2019. Der Förderzeitraum läuft vom 1. März 2019 bis 31. Dezember 2020. Weitere Informationen zum Projekt und der Bewerbung unter: www.miteinanderreden.net/

22.11.2018

Ökumenisches Gedenken an ermordeten Rentner in Wittenburg

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Im Gedenken an den 85-jährigen Mann, der am Wochenende in Wittenburg (Kreis Ludwigslust-Parchim) mutmaßlich von einem abgelehnten Asylbewerber ermordet wurde, wird am Freitag (23. November, 19 Uhr) mit Kerzen in der Wittenburger Bartholomäuskirche gebetet. Dazu laden die evangelische und die katholische Kirchengemeinde sowie die Stadt ein, sagte der evangelische Gemeindepastor Martin Waack am Mittwoch auf Anfrage. Die Andacht steht unter dem Motto "Ein Licht für dich und mich. Ein Licht für uns und euch".

Das Ziel der Gedenkfeier sei es, zur Ruhe zu kommen im gemeinsamen Gebet, sagte der Theologe. "Die Bitte an Gott um Aufnahme all dessen, was uns in Wittenburg momentan umtreibt: Angst, Ärger, Wut, Trauer."
Die Menschen seien bewegt. Der tragische Fall dürfe nicht parteipolitisch ausgenutzt werden. "Wir wollen Raum für das Gespräch geben."

Am Montagabend (19. November) hatte die AfD zu einer Mahnwache am Marktplatz geladen. Die AfD habe daraus eine parteipolitische Wahlveranstaltung gemacht mit einem kurzen Gedenken an den ermordeten Rentner, sagte Pastor Waack. Er habe sich dazugestellt und sich anschließend sehr geärgert. Er habe die Anwesenden in die Kirche eingeladen, um nicht nur zehn Sekunden symbolisch an den Ermordeten zu denken. Zudem habe er sein Befremden darüber ausgedrückt, "dass hier der Tod eines Menschen parteipolitisch ausgenutzt wird". Danach habe es sehr angeregte Diskussionen gegeben.

Ein 20-jähriger abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan steht im Verdacht, dem 85-Jährigen in der Nacht zu Sonnabend (17. November) im Schlaf die Kehle durchgeschnitten zu haben. Der Beschuldigte befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schwerin derzeit in U-Haft in Neustrelitz. Bislang habe er sich nicht zum Tatvorwurf eingelassen. Ein Tatmotiv sei weiterhin nicht bekannt.

Der junge Mann soll laut Staatsanwaltschaft noch bis Ende Januar 2019 über einen Duldungsstatus einer sächsischen Behörde verfügen. Er war mit dem Opfer persönlich bekannt und sollte zur Tatzeit Hilfsarbeiten am Haus des Opfers ausführen.
Quelle: epd

12.11.2018

Nordkirchen-Bischof Ulrich warnt vor Rechtsradikalismus

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Vor einem Vordringen des Rechtsradikalismus in Deutschland hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD), Gerhard Ulrich, gewarnt. Mit großer Sorge beobachte er, dass sich das gesellschaftliche Klima in Deutschland verändert habe, sagte Ulrich am Donnerstag in Würzburg vor der Generalsynode der Lutheraner. «Rechtsradikale Parolen werden unverh
o h l e n g e b r ü l l t u n d z u r S c h a u getragen», so Ulrich. Christen müssten dagegen ihre Stimme erheben, «weil es eben nicht vereinbar ist, den Menschen als Gottes geliebtes Geschöpf zu verstehen und gleichzeitig menschenverachtende Politik zu unterstützen». Ihm selbst verleihe der christliche Glaube den Mut, «zu widersprechen dem Irrsinn des Populismus, des Hasses, des Krieges, der Gewalt und der Verachtung». Der christliche Glaube sei «ein Widerstands-Glaube gegen 'Fake News' aller Art».

 

Quelle: KNA