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„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Diese Kernaussage des Grundgesetzes steht für die Arbeit von „Kirche stärkt Demokratie“. „Kirche stärkt Demokratie“ bietet seit 2011 qualifizierte Fortbildungen und Beratungen für Ehren- und Hauptamtliche. Unsere Angebote befähigen Menschen aus Kirchengemeinden in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und demokratiefeindlichen Einstellungen. Darüber hinaus beraten wir Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden im Umgang mit menschenfeindlichen Haltungen, geben Anregungen für die Umsetzung lokaler Dialoge und die Öffnung von Kirchengemeinden zu anderen Akteuren im Ort.

Aktuelles & Bilder

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30.07.2021

Jahrestagung der BAG K+R 2021 in Bonn: …kommt selten allein - Ein selbstkritischer Blick auf den Zusammenhang von Rassismus, Antisemitismus und Sexismus

Jahrestagung der BAG K+R 2021 in Bonn

…kommt selten allein - Ein selbstkritischer Blick auf den Zusammenhang von Rassismus, Antisemitismus und Sexismus


Freitag, 8. Oktober bis Samstag, 9. Oktober 2021 im CJD Bonn.


Rassismus, Antisemitismus und Sexismus – oft treten sie gemeinsam auf, werden aufgrund ähnlicher Überzeugungen vertreten und auch wer ihnen entgegentritt, muss sie gemeinsam in den Blick nehmen. Wie und warum sie zusammenhängen und wie wichtig ein intersektionaler Blick für das kirchliche und zivilgesellschaftliche Engagement ist – damit wollen wir uns beim diesjährigen Forum in Bonn beschäftigen.

Nach vielen Monaten der Pandemie, in denen wir ein Wiedersehen immer wieder aufschieben mussten, ist uns vor allem der Austausch vor Ort sehr wichtig. In Gesprächsformaten und Workshops werden zahlreiche Möglichkeiten geschaffen, Gehörtes gemeinsam zu besprechen und um eigene Erfahrungen und Ideen zu ergänzen. Von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust und den Kolonialverbrechen bis hin zu Fragen nach theologischer Rassismuskritik, neuen digitalen Formaten, Verschwörungserzählungen und zivilgesellschaftlichen Möglichkeiten im Kampf gegen neue rechte Mischszenen – wir wollen uns aktuelle Entwicklungen anschauen und gleichsam Perspektiven für die Praxis eröffnen.

Zur Anmeldung

Veranstaltungsort

CJD Bonn Castell
Internationales Tagungs- und Gästehaus Bildungs- und Ausbildungszentrum
Graurheindorfer Str. 149
53117 Bonn

Veranstalter*innen

Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R)
Bund der Deutschen Katholischen Jugend
Evangelische Akademie zu Berlin
Arbeitskreis Christ*innen gegen Rechtsextremismus Dortmund
Evangelische Akademie im Rheinland
Evangelisches Forum Bonn
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus NRW
RIO Rheinischer Dienst für Internationale Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland
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19.07.2021

8. Forum Kirche und Rechtsextremismus im Norden: 25.-26.08.2021 in Güstrow, Haus der Kirche

8. Forum Kirche und Rechtsextremismus im Norden: 

 „Seid nüchtern und wachet!“ Über Verschwörung, Widersacherinnen, Erzählungen und unsere gemeinsame Verantwortung für die Demokratie“

25.-26.08.2021 in Güstrow, Haus der Kirche

Vom 25. Bis 26. August 2021 lädt die AG „Kirche und Demokratie im Norden“ zum 8. Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“ nach Güstrow (MV) ein.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie werden gesellschaftliche Brüche sichtbar. Auch in unseren Kirchengemeinden ist eine polarisierte Debattenkultur, in der Menschen und Gruppen stigmatisiert werden und demokratische Grundwerte in Frage gestellt werden zu beobachten

Es scheinen sich unversöhnliche Weltanschauungen und -interpretationen gegenüberzustehen, die wir auch in unserer Kirche erleben wir diese Spannungen. 

Auf unserem 8. Forum möchten wir über Auswirkungen von Verschwörungserzählungen und Diskursverschiebungen ins Gespräch kommen. Auch Kirche ist herausgefordert, einen Umgang mit irrationalen und abstrus erscheinenden Positionen zu finden. 

Die Ablehnung von demokratischen Standards und das Misstrauen gegenüber Akteuren, die 

sich für eine offene Gesellschaft engagieren, braucht deshalb fundierten Widerspruch und gute Argumente. 

 

Zeit: Mittwoch, den 25.08.2021 um 12:30 bis Donnerstag, den 26.08. 2021um 13:30 Uhr.

Ort: Haus der Kirche Güstrow

Veranstalter*innen: AG „Kirche und Demokratie in der Nordkirche“

Anmeldung bis 15.08. 2021: www.kirche-demokratie.de

Auf Grund der Corona-Schutzmaßnahmen können nur 30 Übernachtungen angeboten werden.

Keine TN-Gebühren

Gefördert durch: Ev. Luth. Kirche in Norddeutschland, Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“, Europäischer Sozialfond MV

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19.07.2021

„Starke Stücke. Berührt und diskutiert“ lädt landesweit zu 46 Kinoabenden ein Im 10. Jubiläumsjahr sind 33 deutsche und internationale Filme zu sehen

Zum 10. Mal bringt die Reihe „Starke Stücke Berührt und diskutiert“ emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch. In der Jubiläumssaison – bei der alle nötigen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten sind – laden die beiden evangelischen Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern und ihre Partner ab Ende Juli landesweit zu insgesamt 46 Kinoabenden vor allem in Dorfkirchen und Pfarrscheunen ein (siehe Programmübersicht unten). 

Insgesamt 33 verschiedene deutschsprachige und internationale Filme sind von Ende Juli bis Mitte November an 39 verschiedenen Orten zu sehen. Neun Filme werden mehrfach gezeigt. Die Bandbreite reicht vom Drama „Undine“ des deutschen Regisseurs Christian Petzold, über den französischen Film „Ein Dorf zieht blank“ von Philippe Le Guay bis zur Komödie „Wir Eltern“ aus der Schweiz. 

„Die Kunstform Film entfaltet ihre emotionale Wirkung auf der Leinwand und in der Gesellschaft, nicht im Streaming auf dem Sofa. Gute Filme brauchen Öffentlichkeit, und die Öffentlichkeit braucht Filmkunst als Mittel der Selbstverständigung“; sagt Geschäftsführer Volker Kufahl von der Filmland MV gGmbH. „Deshalb unterstützen wir von Beginn an das Projekt ,Starke Stücke' und gratulieren als Kooperationspartner herzlich zum Jubiläum.“

Weitere Filmtitel, die alle bestes Programmkino bieten, sind in diesem Jahr beispielsweise  „Das Vorspiel“; „Green Book“, „Systemsprenger“; „Ein Becken voller Männer“ oder „Vom Gießen des Zitronenbaumes“. „Die Film-Gesprächsreihe stärkt das kulturelle Geschehen im ländlichen Raum und zeigt, dass Kirche vor Ort und in der Fläche engagiert und bei den Menschen ist“, so der  pommerscher Propst Gerd Panknin. Und der mecklenburgische Propst Dirk Sauermann fügt hinzu: „Die von den Kirchengemeinden aus einem eigens erstellten Kanon mit mittlerweile gut 200 Vorschlägen ausgewählten Filme beinhalteten Themen, die uns und unsere Gesellschaft bewegen. Die Filme sollen unterhalten und ebenso einladen, eigene Positionen zu  überdenken und im Gespräch miteinander den Blick zu weiten. Seien Sie also herzlich eingeladen und bringen Sie Freunde und Bekannte mit.“

„Die Kunst der Nächstenliebe“ in der Kunstkirche Eickelberg eröffnet das Jubiläum

Zur Eröffnung wird der französische Film „Die Kunst der Nächstenliebe “ am Mittwoch, 28. Juli in der Kunstkirche Eickelberg bei Bützow (Landkreis Rostock) gezeigt. „Wir laden alle Filminteressierte herzlich ein“, sagt Karin v. Blomberg vom Freundeskreis der Eickelberger Kirche. „Beginn ist um 20 Uhr, nach dem Film, der auf humorvolle Art das Leben einer Weltverbesserin mit Helfersyndrom skizziert, kann man noch miteinander ins Gespräch kommen.“ Am Ausgang bitten die Veranstalter um eine Spende, mit der diese Filmreihe finanziell unterstützt wird. 

In der kommenden Woche sind dann noch „Corpus Christi“ am Donnerstag, 29. Juli um 20 Uhr in der Kirche Fürstenhagen und „Wir Eltern“ am Freitag, 30 Juli in der Kirche Eldena, ebenfalls um 20 Uhr, zu sehen. 

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, der dafür mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, den beteiligten Kirchengemeinden, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“, der Initiative Wir – Erfolg braucht Vielfalt und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH kooperiert. Unterstützt wird das Projekt von den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Europäischen Sozialfonds sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung.

 

Mehr Infos unter: www.kirche-mv.de/starkestuecke

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23.05.2021

Bischöfin Fehrs: Verantwortung tragen im gemeinsamen Handeln

Arbeitsgemeinschaft „Kirche und Demokratie“ in der Nordkirche gegründet 

Hamburg (ce/mw). In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ist heute (31. Mai) die Arbeitsgemeinschaft „Kirche und Demokratie im Norden“ gegründet worden. Die Initiatoren aus den Kirchenkreisen sowie Diensten und Werken haben es sich zum Ziel gesetzt, demokratisches Engagement zu fördern und auszubauen, eine konstruktive und wertschätzende Diskussionskultur zu stärken sowie ein Gegengewicht zu Polarisierung und Populismus zu entwickeln. 

Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, betonte bei der digitalen Tagung „Brüchig oder in Veränderung – Wie in:stabil ist Demokratie?“: „Die Freiheit, die wir in unserem Land haben, ist zugleich eine riesige Verantwortung. Wir haben keine Ausrede, wenn wir uns nicht stark machen für Demokratie und Menschenrechte. Denn eine Kirche, die sich ihrer besonders von demokratischen Prinzipien geprägten Kirchenverfassung rühmt – eine solche Kirche ist in besonderer Weise gefordert, sich einzumischen, mitzureden im demokratischen Konzert der Meinungen. Gerade, weil die Menschen immer häufiger an die Kirchen die Erwartung adressieren, Räume für solch einen friedlich-kontroversen Dialog zu schaffen. Als Institution mit Menschen und Glaubenden, die für einen brüchig gewordenen Wertekonsens steht.“

Fehrs weiter: „In einer funktionierenden Demokratie bleibt der Einzelne, die Einzelne nicht wirkungslos. Zugleich gilt: Auswirkungen hat vor allem unser gemeinsames Handeln. Die Verantwortung und die Wirksamkeit des einzelnen Menschen kommen erst richtig zur Geltung, wenn daraus gemeinsames Handeln und gemeinsame Verantwortung wird. Deshalb ist die Gründung der AG Kirche und Demokratie am heutigen Tag mehr als angezeigt. Den Mitwirkenden wünsche ich viel Elan und Inspiration für die vielfältigen Aufgaben und Gottes Segen.“

Der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz aus Lübeck und die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Andrea Geier aus Trier reflektierten die gegenwärtige polarisierte gesellschaftliche Stimmung. Viele Menschen machten sich Sorgen um den Zustand der Demokratie; der Umgang mit der Pandemie oder dem Klimawandel entzweie die Gesellschaft und sorge auch in Kirchengemeinden für Diskussionen, hieß es von Seiten der Organisatoren.

Zu den Initiatorinnen und Initiatoren der Arbeitsgemeinschaft gehören: Karl-Georg Ohse, Referent bei „Kirche stärkt Demokratie“ im Sprengel Mecklenburg-Pommern, Nora Nübel, Regionalzentrum für demokratische Kultur der Evangelischen Akademie der Nordkirche, Joachim Nolte, Beauftragter Kirche und Rechtsextremismus im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, Julika Koch,  Referat Friedensbildung der Nordkirche, und Friederike Arnold, Theologin und Vikarin. Unterstützt wird die Arbeitsgemeinschaft von allen Kirchenkreisen sowie Hauptbereichen der Landeskirche.


 

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29.04.2021

Mut und Prophetie. Bilder zu Abigajil im Greifswalder Dom

 Leider sind die Zeiten nicht so, das man mal so in eine Ausstellung geht.    

Im Greifswalder Dom hängen seit dem 28. April die Blätter von Gerhard Schneider zu Abigajil.    

Falls Sie nach Greifswald kommen und auch noch Zeit finden für einen Gang in den Dom, würden uns Ihre Reaktionen interessieren. In dieser doch recht geschlossenen Zeit fehlt der Austausch.

In der Anlage finden Sie von Frau Pätzold die Nacherzählung zu Abigajil und Gedanken von Gerhard Schneider zu seiner Begegnung und Auseinandersetzung mit dieser biblischen Figur.  

Gerhard Schneider lebt in in Kümmel und engagiert sich im Multiplikator_innenteam von "Kirche stärkt Demokratie". Franziska Pätzold arbeitet für das Frauenwerk der Nordkirche.

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14.04.2021

Statement der solidarischen Gesellschaft

Anlässlich erneuter Mobilisierungen von „Querdenken“ und anderen Pandemieleugner*innen im Frühling 2021

Egoismus und Rücksichtslosigkeit zerstören den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer sich „Querdenken“ anschließt, fordert eine Gesellschaft, in der die gesundheitlichen Gefahren für Millionen Menschen geleugnet werden und in der antisemitisch konnotierte Verschwörungserzählungen an die Stelle von überprüfbaren Fakten treten; in der die demokratische Debatte durch das Recht der Stärkeren ersetzt und die Zusammenarbeit mit Faschist*innen zur Normalität wird. In einer solchen Gesellschaft wollen wir nicht leben. Viele von uns würden sie nicht überleben.

Das Hinterfragen staatlicher Politik, auch der Corona-Maßnahmen, ist wichtig. Wo es notwendig ist, üben wir Kritik. Dabei sind wir uns einig: Verschwörungserzählungen, Rassismus und faschistische Ideologien sind niemals legitim. Als solidarische Gesellschaft setzen wir uns für das Wohl aller Menschen ein. Wir wollen eine Politik, die niemanden zurücklässt und die verhindert, dass in der Krise einige immer reicher und viele immer ärmer werden. Wir erwarten die ausnahmslose Einhaltung der Menschenrechte, vorausschauendes Handeln und Raum für demokratische Kontrolle, der einer offenen Gesellschaft entspricht. Wir wollen eine lebenswerte Zukunft für alle – in der Krise und danach!

Wir verzichten momentan weitgehend auf den massenhaften Ausdruck unserer Forderungen auf der Straße, weil Kontaktbeschränkungen und Abstand wichtige Mittel des Infektionsschutzes sind. Wenn wir auch in Pandemiezeiten demonstrieren, halten wir uns an die Hygieneregeln.

Wir planen gemeinsam die nächsten Proteste für einen klimagerechten, sozialen, antirassistischen und geschlechtergerechten Weg aus der Krise und unterstützen uns dabei gegenseitig. Zusammen streiten wir für eine Zukunft, die von allen mitgestaltet werden kann.


  • Wir sind Menschen, deren Arbeitsplätze, Existenzen, Wohnverhältnisse oder Schutzräume bedroht sind, Menschen, die bezahlt oder unbezahlt Sorgearbeit leisten, und Menschen, die bisher weniger hart von der Krise betroffen sind. Wir fordern, dass alle die Unterstützung und den Schutz bekommen, den sie brauchen. Die Kosten der Krise müssen gerecht verteilt werden.
  • Wir sind behinderte Menschen und Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung unterschiedlichen Alters, mit und ohne Vorerkrankungen. Wir sind alle von dem Virus betroffen, aber nicht alle gleichermaßen. Wir handeln weiterhin rücksichtsvoll und schützen uns gegenseitig, bis alle sicher sind.
  • Wir sind Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, religiös oder nicht, mit verschiedenen Geschlechtern, unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, BIPoC und Weiße, mit oder ohne Fluchterfahrung und mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus. Wir stellen uns der menschenfeindlichen rechten Bewegung entschieden entgegen. Denn für nicht wenige von uns stellt sie eine direkte Bedrohung für das Leben dar. Wir setzen uns gemeinsam für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen ohne Angst leben können.
  • Wir sind Menschen, die gegen die Pandemieleugner*innen auf die Straße gehen, kreative Aktionen machen und aktiv widersprechen, und Menschen, die aufgrund der Pandemie gerade nicht mehr geben können als ihre symbolische Unterstützung. Wir machen zusammen deutlich: Hinter den solidarischen Gegenprotesten steht eine große Mehrheit! 

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31.03.2021

Ostern findet statt

Ostern findet statt! Auch wenn wir zum zweiten Mal nur eingeschränkt feiern können, ist dieses Fest immer wieder Anlass über Aufbrüche und Neuanfänge nachzudenken, Altes und Vertrautes in Frage zu stellen, sich aufwecken zu lassen und aufzubrechen.    

Das ist kein Plädoyer dafür, falschen ProphetInnen zu folgen, die glauben, sie hätten die Weltformel gefunden und wüssten, wer hinter allem steckt. Ostern ist kein Naturereignis sondern eine "Beziehungstat". Es gibt immer Möglichkeiten, den großen Stein wegzurollen, sich befreien und die Finsternis hinter sich zu lassen. Ostern passiert in der Begegnung, fast im Vorbeigehen, als die Frauen das leere Grab finden und sich von einem "Fremden" ansprechen und anrühren lassen.   

Allen Leser_innen wünschen wir ein inspirierendes, befreiendes Osterfest!

  

   
  

  

   

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19.03.2021

"Am Leben vorbei" - Kinder und Jugendliche in sonderpädagogischen, psychiatrischen und Behinderteneinrichtungen in der DDR

Eine virtuelle Ausstellung der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur von Dr. Sandra Pingel-Schliemann, gestaltet von Bettina Bartel. Die Ausstellung wird auf dem Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek gezeigt. 

Hier geht es zur Ausstellung

Zum Begleitprogramm der Tagung „Der Umgang mit behinderten Minderjährigen in der DDR“, die am 18. März 2021 live und online stattfand, gehört diese eindrückliche Ausstellung, die über das Leben von Kindern und Jugendlichen mit geistigen und körperlichen Behinderungen in der DDR informiert. 

Thematisiert werden Unterbringung, Betreuung, Integration, Bildungs- und Therapieangebote in staatlichen und konfessionellen Einrichtungen. Anhand von Einzelschicksalen werden die Lebenswelten von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen dokumentiert. Gezeigt werden kann sie künftig auch als Wanderausstellung auf 13 Rollbannern.

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19.03.2021

"Unerwünscht. Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte"

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2021 findet die Online-Lesung "Unerwünscht. Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte" mit den Autoren Mojtaba und Masoud Sadinam statt. In ihrem Buch schreiben die Brüder über ihre Flucht, den langen Kampf mit den Behörden und ihrem Wunsch, endlich in Deutschland anzukommen. Es ist die bewegende Geschichte dreier junger Menschen auf der Suche nach Heimat, Freiheit sowie dem Wunsch, dazuzugehören. 

Vom 15.03.2021 bis 27.03.2021 ist unter diesem Link http://www.diakonie-mv.de/Int-Wochen-gegen-Rassismus-2021.942.0.html der Mitschnitt der Lesung 2019 in Greifswald offen.

Mehr Infos zu den Autoren unter: https://de-de.facebook.com/brueder.sadinam/

Weitere Informationen zu den Internationalen Wochen gegen Rassimsmus finden Sie auf der Seite der Integrationsbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

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08.03.2021

Neue Handreichungen zu Verschwörungsideologien

1. Handreichung "Verschwörungsideologien!? Was kann man dagegen tun?" 

In der Corona-Pandemie sind Verschwörungsideologien besonders in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Im Internet, auf der Straße, im Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis begegnet man ihnen. Eine Broschüre der Zentren Oekumene Frankfurt/Main und für gesellschaftliche Verantwortung der EKHN gibt nun praktische Tipps zum Umgang mit Verschwörungsideologien, zeigt Hintergründe und theologische Perspektiven auf und trägt dazu bei, in der aufgeheizten Debatte sprach- und handlungsfähig zu bleiben.
„Als evangelische Kirche treten wir für eine reflektierte, differenzierte und verantwortliche Sicht der Dinge ein. Dabei stellen wir uns klar auf die Seite der Schwachen und widersprechen jeglicher Form von Rassismus, Antisemitismus, Fundamentalismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“, so der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Dr. Volker Jung.

Die kostenlose Broschüre kann in gedruckter Form bei den Zentren bestellt oder auf den Internetseiten www.zentrum-oekumene.de oder www.zgv.info heruntergeladen werden.

2. Broschüre: "Abstand halten gegen Rechts! Corona & die extreme Rechte - Entgegnungen einer kritischen Zivilgesellschaft"

Mit der Broschüre präsentiert das Kulturbüro Sachsen e.V. Beobachtungen zum Agieren der extremen Rechten in der Corona-Pandemie. Die Analysen sind unterlegt mit Beispielen aus dem Raum Leipzig. Der Träger möchte damit die Aufmerksamkeit auf das Wirken der extremen Rechten in der Pandemie lenken. Im Schatten der Proteste von Querdenken sowie zahlreichen Verschwörungserzählungen um die Corona-Pandemie versucht die Rechte eigene Themen und Inhalte zu setzen und erhofft sich so eine breitere Akzeptanz ihrer Ideologie.

Die Veröffentlichung informiert in einem ersten Teil über die verschiedenen Spektren der extremen Rechten und stellt beispielhaft Organisationen aus der Region Leipzig vor. Ein zweiter Teil widmet sich dem Agieren der extremen Rechten in der Pandemie. Analysiert wird, welche Themen gesetzt werden und wie versucht wird, den gesellschaftlichen Ausnahmezustand strategisch zu nutzen.

Download Broschüre

3.  EZW-Texte 269: "Verborgene Wahrheit?"

Eine Handreichung, die "Verschwörungsdenken und Weltanschauungsextremismus" einordnet, hat die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) herausgegeben. Dr. Mathias Pöhlmann, Weltanschauungsbeauftragter der bairischen Landeskirche gibt mit Kolleg:innen einen Überblick über aktuelle Mythenbildungen und „Verschwörungserzählungen. Aus weltanschaulicher Sicht ergeben sich im Zuge eines ausgeprägten Irrationalismus oft überraschende Themen und Vernetzungen zwischen scheinbar getrennten Bereichen. Das Verschwörungsdenken entwickelt sich mitunter zum Verschwörungsglauben. Dabei geht es um eine Sehnsucht nach einfachen Antworten. Auf der Suche nach den heimlichen Drahtziehern des Weltgeschehens werden Verschwörungsmythen mit stereotypen Feindbildern verknüpft. Dabei kommen antisemitische und antidemokratische Ressentiments ins Spiel.

Bestellung hier

 4. Video: "Inflation der Verschwörungstheorien – wer schwört wem?" 

Verschwörungstheorien scheinen Konjunktur zu haben. Spielen die Angst vor dem unsichtbaren Feind (Corona) oder die Folgen einer gespaltenen Gesellschaft (USA) eine wesentliche Rolle? Wer neigt zu Verschwörungstheorien und warum? Gibt es aus historischer Perspektive eine Zunahme oder doch eher das Gegenteil? Nutzt der Vergleich mit Wahn? Was hilft, um diesem Phänomen zu begegnen - gesellschaftlich, politisch, wissenschaftlich, aber auch in der ganz persönlichen / familiären Auseinandersetzung? Der Dialog über die Zunftgrenzen hinweg, nämlich zwischen dem Psychologen Prof. Thomas Bock (UKE Hamburg) und dem Literatur- und Kulturwissenschaftler Prof. Michael Butter (Universität Tübingen), führt zu hoffnungsvollen Schlussfolgerungen, u.a. zu Aufträgen an Politik und Wissenschaft …

Das interessante Gespräch über Verschwörungsmythen, das  im Rahmen der Vorlesungsreihe "Anthropologische Psychiatrie" der Universität Hamburg  stattfand, finden Sie hier.



 




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