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04.02.2019

„Ein Tag für Mehmet Turgut“ Der NSU-Mord in Rostock und die tödliche Dimension rassistischer Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern

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„Ein Tag für Mehmet Turgut“
Der NSU-Mord in Rostock und die tödliche Dimension rassistischer Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern

25. Februar 2019, 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Rathaus Rostock

Im Juli 2018 wurde am Oberlandesgericht München das Urteil im Prozess gegen den Nationalsozialistischen Untergrund  (NSU)  gesprochen  und  die  strafrechtliche  Aufarbeitung des NSUKomplexes weitgehend beendet. Erst im vergangenen Mai konstituierte sich in Mecklenburg-Vorpommern ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss  zum  NSU,  der  dessen  Aktivitäten  in  Mecklen-burg- Vorpommern auflären soll. Mit der Veranstaltung wollen wir auf die zahlreichen offenen Fragen zum Mord an Mehmet Turgut am 25. Februar 2004, die Verbindungen des NSU-Netzwerks nach Mecklen-burg-Vorpommern sowie die Kontinuitäten rassistischer Gewalt hinweisen.
Engagierte aus Gedenkinitiativen, Politiker*innen, Wissenschaler*innen und unabhängiger Projekte, die Betroffene rechter und rassistischer Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen, diskutieren über die Grenzen der Aulärung im NSU-Komplex, die Chancen, die der späte Parlamentarische Untersuchungsausschuss in Schwerin  sowie  Untersuchungsausschüsse  überhaupt  haben können, die Praxis der Strafverfolgungsbehörden, die Forderungen und Ansprüche der Betroenen sowie die
Konsequenzen, die angesichts rechter Mobilisierungen auf staatlicher und zivilgesellschalicher Seite gezogen
werden, und den Umgang mit Rassismus und rechter Gewalt im Alltag.

Programm:

9:30-10:00 UHR: ANKOMMEN

10:00-10:20 UHR: BEGRÜSSUNG DURCH DIE VERANSTALTER
GRUSSWORTE
von
Dr. Wolfgang Nitzsche, Präsident der Bürgerschaft Rostock
Markus Wiechert, Landeskirchlicher Beauftragter der Evangelisch­Lutherischen Kirche in Norddeutschland
Initiative „Mord verjährt nicht“
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10:20-11:00 UHR: DIE AUSEINANDERSETZUNG MIT RASSISTISCHER GEWALT UND IHRE KONTINUITÄT
Ein Gespräch mit Dirk Laabs, Journalist
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11:00-12:00 UHR: GESPRÄCH ZWISCHEN DEN TEILNEHMENDEN

12:00-12:45 UHR: PAUSE UND IMBISS
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12:45-15:00 UHR: DIE AUFARBEITUNG DES NSU-KOMPLEXES UND RASSISTISCHER ANGRIFFE IN
MECKLENBURG-VORPOMMERN
KEYNOTE
von Andrea Röpke: UNTERSTÜTZUNG DES NSU-KERNTRIOS: EXTREM RECHTE NETZWERKE, PARTEIEN UND ORGANISATIONEN
PODIUMSDISKUSSION: FÜR EINE LÜCKENLOSE AUFKLÄRUNG: DIE ROLLE DER ERMITTLUNGSBEHÖRDEN IN DER AUSEINANDERSETZUNG MIT RASSISMUS UND RECHTER GE-
WALT
mit:
Julian Barlen (SPD), Generalsekretär der SPD MV und Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus

Peter Ritter (DIE LINKE), Mitglied des NSU-­Untersuchungsausschusses in Mecklenburg­-Vorpommern

Juri Rosov, Vorsitzender des Migrantenrats der Hanse­stadt Rostock e.V.

Markus Wiechert, Landeskirchlicher Beauftragter der Evangelisch­Lutherischen Kirche in Norddeutschland
für Mecklenburg­-Vorpommern und Leiter der AG Demokratie des Sprengels Mecklenburg und Pommern

Moderation: Heike Kleffner, Journalistin
❚❚
15:00 UHR: ENDE DER VERANSTALTUNG
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16:00 UHR GEDENKVERANSTALTUNG ZUR ERINNERUNG AN MEHMET TURGUT AN SEINEM 15. TODESTAG
 

FÜR DIE TEILNAHME AN DER VERANSTALTUNG BITTEN WIR UM EINE ANMELDUNG UNTER:
https://bagkr.de/anmeldung-rostock/

Eine Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus in Kooperation mit:
Evangelische Akademie der Nordkirche, Evangelische Akademie zu Berlin, NSU-Watch, Lobbi e.V. -
Beratung für Betroene rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern und der Initiative „Mord verjährt nicht!“

11.01.2019

Jetzt sind sie nun mal drin – und nun? Wie begegnen wir dem erstarkten Rechtsextremismus und Rechtspopulismus?

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Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust 2019 laden wir sie herzlich ein.
Dienstag 29.01.2019 von 19-21 Uhr
Klub am Besenbinderhof, Besenbinderhof 62, 20097 Hamburg

Obwohl Rechtspopulisten und die extreme Rechte die Demokratie ablehnen, nutzen sie den Parlamentarismus für ihre Propaganda. Das gilt für fast alle Länder in Europa. Auch in Deutschland hat sich die politische Agenda durch den Einzug der AfD in den Bundestag klar verändert. Aber warum wählen
so viele Menschen Parteien von Rechtsaußen, die bisher nichts zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beigetragen haben, im Gegenteil die Gesellschaft zunehmend spalten? Zugleich stellt sich die Frage, wie die demokratische Zivilgesellschaft mit dieser Entwicklung umgeht und welche Antworten sie hat.
Darüber wollen wir auf dieser Veranstaltung diskutieren: Es beginnt mit einem Impulsvortrag
der Sozialpsychologin Beate Küpper, um danach
mit Berthold Bose (ver.di Landesbezirk Hamburg)
und Karl-Georg Ohse („Kirche stärkt Demokratie“)
über gewerkschaftliche und kirchliche Perspektiven zu dieser Frage zu sprechen. Im Anschluss gibt es ausreichend Zeit für eine gemeinsame Diskussion im Plenum.

Moderation: Ralf Ptak (KDA)
Der Eintritt ist frei.

21.12.2018

Modulare Fortbildung 2019 "Heimatkunde" beginnt im Februar

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„Kirche stärkt Demokratie“ lädt auch 2019 Haupt- und Ehrenamtliche ein, ihr Engagement für Kirche und Gesellschaft zu professionalisieren. Im Februar beginnt der neue Fortbildungsdurchgang unter dem Titel „Heimatkunde“ .
Wir bieten ihnen Raum, Zeit und Knowhow, ihr Handeln für Kirche und Gesellschaft zu reflektieren und zu erweitern. Gemeinsam mit offenen Menschen lernen sie Moderationstechniken, Grundlagen des Projektmanagements, diskutieren aktuelle politische Fragen und entwickeln neue Ideen für Ihre Gemeindeleben. An fünf Wochenenden werden wir „durchbuchstabieren“, was es heißt, sich in gesellschaftliche Konflikte zu begeben.
Ziel ist es, dass dort, wo sie sich engagieren, sie Stellung beziehen und Formate des Dialogs und der friedlichen Konfliktaustragung anbieten können. Zur Fortbildung gehört eine Bildungsfahrt, die zum Europäischen Parlament in Sraßburg führen wird.

Anmeldungen sind bis zum 10.02.2019 möglich!