Hintergrund

Aktuelles & Bilder

29.05.2019

Tag der offenen Gesellschaft am 15. Juni 2019 auf dem Berliner Platz in Schwerin

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Interkulturelles Fest im Zeichen von Demokratie, Vielfalt und Begegnung

Rund 25.000 Menschen feiern am 15. Juni 2019 überall in Deutschland den Tag der offenen Gesellschaft. So soll auch in Schwerin ein Zeichen für Demokratie, Freiheit, Vielfalt und Weltoffenheit gesetzt werden. Von 14 bis 19 Uhr findet auf dem Berliner Platz ein interkulturelles Fest statt. Es wird ein abwechslungsreiches Programm geboten mit Musik des Schweriner Swing Duos und des ukrainisch-deutschen Kulturvereins SIČ sowie Aktionen für Groß und Klein.

Um 15 Uhr haben interessierte Gäste die Gelegenheit mit dem ehemaligen syrischen Jugendmeister im Schach Faisal Aljarf Simultanschach zu spielen. Kinder und Erwachsene dürfen sich um 16 Uhr auf das Puppentheaterstück „Fatima und der Traumdieb“ nach einem Märchen von Rafik Schami freuen. Im Anschluss hat die Tanzgruppe Plattelinos um 16:45 Uhr ihren Auftritt. Um 18 Uhr führen Kinder das orientalische Theaterstück „Kalīla wa Dimna“ mit Unterstützung des Patenschaftsbüros Schwerin auf.

Alle Besucherinnen und Besucher können an der langen Tafel miteinander ins Gespräch kommen. Jeder Gast ist eingeladen, sich am Mitbring-Buffet mit einer Kleinigkeit zu essen zu beteiligen.

Bereits von 9 bis 16 Uhr veranstaltet der Verein „Die Platte lebt“ einen Flohmarkt auf dem Berliner Platz.

Veranstaltet wird dieses Fest zum Tag der offenen Gesellschaft vom Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. in Kooperation mit dem Café DAR, Couleurs Afrik – die Farben Afrikas e. V., Die Platte lebt e. V., Kirche stärkt Demokratie, Malteser Werke gGmbH, Quartier 63, SIČ e. V., WIR. Erfolg braucht Vielfalt und Wir sind Paten - Soziale Dienste Jugendhilfe-gGmbH.

Gefördert u.a. durch das Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe"

 

Im vergangenen Jahr beteiligten sich über 25.000 Menschen mit 550 Tafeln am Tag der offenen Gesellschaft. 2019 heißt es: Schluss mit Empörung und Untergangsstimmung. Feiern wir einfach mal die Demokratie! Auf Gehwegen, Marktplätzen, in Parks, Gärten oder am Strand wird ein neues Bürgerfest, ein Dinner für die Demokratie, gefeiert.

Mehr Informationen unter: https://www.die-offene-gesellschaft.de

12.05.2019

6. Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“

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„Es muss auch mal Schluss sein!?“
Geschichtspolitik und Identitätskonstruktionen durch Kirche.

6. Forum "Kirche und Rechtsextremismus im Norden" tagt vom 25. -26. Juni 2019 in Lübeck

Der Umgang mit und die Interpretation von Geschichte haben immer Auswirkungen auf Kirche und Theologie. Das 6. Forum “Kirche und Rechtsextremismus im Norden“ widmet sich der aktuellen Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit in den Kirchen mit ihren vielen Orten des Erinnerns. „Es muss auch mal Schluss sein“ – unter dieser Überschrift steht das 6. Forum Kirche und Rechtsextremismus im Norden in Lübeck. Am 25. und 26. Juni 2019 geht es in der Gedenkstätte Lutherkirche um Geschichtspolitik und Identitätskonstruktionen durch Kirche. Anmeldungen sind bis zum 10. Juni 2019 möglich.


Zwei Tage Vorträge, Diskussionen und Workshops

Prof. Dr. Tim Lorentzen vom Institut für Neuere Kirchengeschichte der Christian-Albrecht-Universität Kiel, und Dr. Antje Heling-Grewolls, Referentin für Kunst-und Kulturgut in der Nordkirche inSchwerin gestalten den ersten Tag des Forums mit ihren Vorträgen „Christliche Erinnerungspolitik und -kultur aus theologischer Perspektive“ und „Wie gehen wir in der Nordkirche mit unseren Gedenkorten um?“

„Bildungsorte als geschichtspolitische Akteure? Zur Rolle von Gedenkstätten in der deutschen Erinnerungskultur - Selbstverständnisse, Zuschreibungen und aktuelle Spannungsfelder“ lautet die Überschrift des Vortrags mit anschließender Diskussion von Dr. Harald Schmid,  Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten (Rendsburg), am Mittwoch, 26. Juni 2019. Der Tag wird durch die Aufführung des Films "Die Blumen von gestern", der sich ironisch mit der Geschichtsaufarbeitung beschäftigt, um 19.00 Uhr abgerundet.

Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit in den Kirchen

Der zweite Tag ist den Workshops vorbehalten. In vielen Kirchen und auf Friedhöfen befinden sich Denkmäler und Gedenktafeln, heißt es im Veranstaltungsflyer. Der Umgang damit sei sehr vielfältig und manchmal umstritten. Ebenso verhielte es sich mit der Gestaltung von Gedenktagen.
Das Verhältnis zu Erinnerungsorten und Gedenktagen sei Ausdruck des historischen Bewusstseins und spiegele sich in gegenwärtigen politischen Vorgängen und Debatten wieder. Die aktuellen Auseinandersetzungen um die Bewertung der NS-Diktatur, der Streit um die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit oder die Einordnung der Novemberrevolution von 1918 zeigten, dass die Deutung geschichtlicher Ereignisse auch eine politische Positionierung sei.

6. Forum "Kirche und Rechtsextremismus" beschäftig sich mit vielen Fragen:

  •      Welche Geschichte und Deutungsmuster finden sich in kirchlicher Erinnerungskultur wieder?
  •      Wie gestalten wir Orte der Erinnerung und des Gedenkens?
  •      Wie verhält sich Kirche zur säkularen Gedenkkultur in unserem Umfeld?
  •      Welche Verknüpfungen zu aktuellen Fragen stellen wir her?
  •      Wie kann eine zeitgemäße christliche Erinnerungskultur gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und (Rechts-) Populismus wirksam werden?

Als Workshopleitende sind Dr. Harald Schmid, Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, Dr. Stephan Linck, Studienleiter für Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur, Evangelische Akademie der Nordkirche, Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Projektleiterin der Gedenkstätte Lutherkirche Lübeck  sowie Ramona Ramsenthaler, Leiterin der Mahn-und Gedenkstätten Wöbbelin, dabei.
 

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf eine interessante Tagung an einem denkwürdigen Ort.

Zeit: 25. bis 26. Juni 2019
Ort: Lutherkirche Lübeck / Wyndham Hotel Aquamarin Lübeck
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.

Veranstalter*innen: Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“:
Evangelische Akademie der Nordkirche mit ihren Regionalzentren für demokratische Kultur; Kirche stärkt Demokratie“ im Sprengel Mecklenburg-Pommern; Beauftragter Kirche und Rechtsextremismus im Ev.-Luth. Kirchenkreis  Lübeck-Lauenburg; Arbeitsstelle Ökumene- Menschenrechte-Flucht- Friedensbildung der Nordkirche; Gedenkstätte Lutherkirche Lübeck

Mit Unterstützung der Nordkirche, des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und des Europäischen Sozialfonds (ESF)

 

Zur Anmeldung

02.04.2019

Mittelmeer: Über 250 Organisationen fordern Angela Merkel zum Handeln auf

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Offener Brief mit drei konkreten Forderungen aus der Zivilgesellschaft


Angesichts des Sterbens auf dem Mittelmeer und der katastrophalen Lage in Libyen wenden sich mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin. PRO ASYL, Ärzte ohne Grenzen, Amnesty International, Sea-Watch, Seebrücke, Diakonie, Caritas, Brot für die Welt, Misereor, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die vielen weiteren unterzeichnenden Organisationen kritisieren: »Wir sind erschüttert angesichts der gegenwärtigen europäischen Politik, die immer stärker auf Abschottung und Abschreckung setzt – und dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt. Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar.«
Eine völkerrechtsbasierte Seenotrettung auf dem Mittelmeer muss sichergestellt werden. Die EU hat sich verpflichtet, Schutzsuchenden Zugang zu einem fairen Asylverfahren zu gewähren. Es ist ein Skandal, dass zivile Helfer*innen kriminalisiert werden, die der unterlassenen Hilfeleistung der europäischen Staaten nicht weiter zusehen wollen.
Das Bündnis, darunter Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen, Seenotrettungsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften und Jugendverbände, fordert eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Politik:
1. Notfallplan für Bootsflüchtlinge: Aufnahmebereite Mitgliedsstaaten müssen in einem geordneten Verfahren aus Seenot gerettete und in EU-Mittelmeeranrainerstaaten gestrandete Schutzsuchende solidarisch aufnehmen. Der Europäische Flüchtlingsrat hat dazu einen praktikablen Vorschlag ausgearbeitet, der im Rahmen des geltenden Europarechts sofort zur Anwendung kommen kann.
2. »Sichere Häfen« ermöglichen: Viele deutsche Städte und Kommunen haben sich bereiterklärt, Geflüchtete aufzunehmen. Für sie muss eine Möglichkeit geschaffen werden, freiwillig zusätzliche Schutzsuchende aufzunehmen.
3. Keine Rückführung nach Libyen: Nach Libyen zurückgebrachte Flüchtlinge sind systematisch Folter, Versklavung und Gewalt ausgesetzt. Jede Unterstützung und Ausbildung der sogenannten libyschen Küstenwache muss eingestellt werden. Die EU und Deutschland müssen das Non-Refoulement-Gebot als zwingendes Völkerrecht achten und umsetzen.
Die aktuelle Politik muss beendet werden, denn sie bedroht nicht nur das Leben von Menschen, sie setzt auch unsere eigene Humanität und unsere Werte aufs Spiel.