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„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Diese Kernaussage des Grundgesetzes steht für die Arbeit von „Kirche stärkt Demokratie“. „Kirche stärkt Demokratie“ bietet seit 2011 qualifizierte Fortbildungen und Beratungen für Ehren- und Hauptamtliche. Unsere Angebote befähigen Menschen aus Kirchengemeinden in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und demokratiefeindlichen Einstellungen. Darüber hinaus beraten wir Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden im Umgang mit menschenfeindlichen Haltungen, geben Anregungen für die Umsetzung lokaler Dialoge und die Öffnung von Kirchengemeinden zu anderen Akteuren im Ort.

Aktuelles & Bilder

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29.05.2024

Save the date XI. Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“

XI. Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“ vom 21.-22.09.2024 in Graal Müritz

„Fremd in der eigenen Demokratie - Gesellschaftliche Krisen verstehen und bewältigen“

Angriffe auf Politiker:innen, Hitlergrüße auf Sylt, großer Zuspruch für populistische Parteien. In Deutschland scheinen sich viele Menschen von der Demokratie abzuwenden. Oder erfüllt unsere Demokratie nicht mehr die Erwartungen der Menschen und entwickelt keine Lösungen für die vielen drängenden Herausforderungen?

Gleichzeitig erleben wir ein neues Bewusstsein und Engagement für die Freiheit und die Verteidigung der Grundrechte. Bürger:innen stehen auf, gehen für die Demokratie auf die Straße und engagieren sich in der Kommunalpolitik und für gesellschaftliche Themen.

Die Widersprüche und Ambivalenzen des gesellschaftlichen Wandels nimmt das XI. Forum „Kirche und Rechtsextremismus im Norden“ in den Blick. In diesem Jahr laden wir Sie vom 21.-22. September in das Ostseebad Graal Müritz ein. Unter der Überschrift: „Fremd in der eigenen Demokratie - Gesellschaftliche Krisen verstehen und bewältigen“ bietet das Forum Zeit und Raum zum Austausch mit Expert:innen und zur Vernetzung untereinander.

Anmeldung: Bis zum 13.09.2024 

Das Forum ist eine Veranstaltung der AG „Kirche und Demokratie“ der Nordkirche und wird aus Mitteln der Nordkirche, des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und dem Europäischen Sozialfond gefördert.

 

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27.05.2024

"NIE WIEDER IST JETZT" Aktionstag am 2. Juni 2024

Von Bergen bis Boizenburg, von Rostock bis Feldberg: Zivilgesellschaftliche Bündnisse im ganzen
Bundesland rufen am 2. Juni, dem Sonntag vor der Wahl, die Einwohnerinnen und Einwohner ihrer
Städte und des Umlands dazu auf, für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straße
zu gehen. Sie alle eint die Sorge darum, dass rechtsextreme und -populistische Parteien Stimmen
gewinnen und damit in lokalen Parlamenten und dem EU-Parlament die Demokratie untergraben. Die
anstehenden Aktionen der lokalen Bündnisse greifen das Motto „Nie wieder ist jetzt“ auf, unter dem
sich bereits zu Beginn des Jahres bei Demonstrationen viele Akteurinnen und Akteure aus Politik,
Zivilgesellschaft, Kirchen, Kultur, Wirtschaft und Gewerkschaften zusammengefunden hatten

Nie wieder ist jetzt. 

MV steht zusammen am 2. Juni für Demokratie und gegen den Rechtsruck in
Gesellschaft und Politik.

Am 2. Juni 2024, dem Sonntag vor den Kommunalwahlen und der Europawahl, laden lokale
Bündnisse aus bislang 20 Orten in Mecklenburg-Vorpommern zu Demonstrationen, Kundgebungen
und kreativen Aktionen für Demokratie, Menschenwürde und eine offene Gesellschaft ein.
Bergen, Boizenburg, Bützow, Demmin, Feldberg, Greifswald, Grevesmühlen, Güstrow, Laage,
Ludwigslust, Neubrandenburg, Neustrelitz, Parchim, Pasewalk, Recknitz, Rostock, Schwerin, Teterow,
Waren, Wolgast

Neben Demonstrationszügen und Kundgebungen gibt es auch zahlreiche kreative Aktionen in ganz
MV. So folgt die Demonstration in Schwerin den Stolpersteinen, die im Boden eingelassen an
Deportierte und Ermordete des Naziregimes erinnern. In Teterow, Ludwigslust und Bergen auf Rügen
wird es ein Demokratiefest geben, in Parchim, Güstrow und Bützow sind kulinarische Angebote
geplant. Auch rund um die Aktionen am 2. Juni und für die Tage zuvor haben einige Orte ein buntes
Programm entwickelt.
Das Aktionsbündnis Demokratisches MV schließt sich der bundesweiten Kampagne
„Rechtsextremismus stoppen - Demokratie verteidigen“ an. Sie ist von einem breiten
zivilgesellschaftlichen Bündnis ins Leben gerufen, initiiert von der Kampagnen-Organisation Campact,
und unter anderem getragen von dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Paritätischen
Gesamtverband, der Evangelischen Kirche in Deutschland und Umweltorganisationen. Zwischen dem
23. Mai und dem 8. Juni 2024 werden in ganz Deutschland Aktionen im Rahmen dieses Bündnisses
stattfinden. Mehr Informationen dazu finden sich auf www.rechtsextremismus-stoppen.de.

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23.05.2024

Heben wir die verborgenen Schätze! Gedanken zum Grundgesetzgeburtstag und den Wahlen 20242024

Vor ein paar Jahren habe ich eine alte große Bauerntruhe geerbt. Das massive Eichenmöbel bietet viel Platz. Platz für alles, was ich nicht täglich nicht brauche aber auch nicht wegwerfen will. Letzte Woche habe ich sie mal wieder geöffnet und war erstaunt, was ich dort so alles fand: Alte Fotos, Zeitungsauschnitte aus der „Wendezeit“, eine DDR-Fahne und eine Eintrittskarte für ein Rolling-Stones-Konzert von 1990 in Ostberlin.

Wenn wir von „Kirche stärkt Demokratie“ unsere Fortbildungsseminare veranstalten, erlebe ich immer wieder Menschen, die ihre „Bauerntruhen“ öffnen. Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen, mit biografischen Brüchen und Schrammen erzählen sich ihre Geschichten, stellen sie anderen zur Verfügung. Und, sie entdecken beim Zuhören auch eigene verborgene „Schätze“ in ihrer eigenen Geschichte.

Ohne die friedliche Revolution von 1989 wären sich diese Menschen vermutlich nie in so einem Seminar begegnet. Ehemalige Berufsoffiziere der NVA und Aktivistinnen des „Neuen Forums, Umweltaktivisten aus dem Westen und Jugendliche, die die DDR nur vom Hörensagen kennen. Was sie eint? Sie haben trotz aller persönlicher Tiefschläge, trotz Arbeitslosigkeit, Krankheiten oder Ehekrisen erlebt, dass eine freie, auf Eigenverantwortung gebaute Gesellschaft Spiel und Handlungsräume eröffnet, von denen einige nie zu träumen gewagt hätten. Und sie haben begriffen, dass dieser Austausch und das gemeinsame Arbeiten einen Rahmen brauchen, den wir als Leitung mit den Teilnehmern aushandeln und dann halten.

Seit 1990 haben wir mit der „Freiheitlich demokratischen Grundordnung“, wie sie im Grundgesetz vor 75 Jahren festgeschrieben wurde, so einen rechtsstaatlichen Rahmen. Er ermöglicht uns, dass wir, wie grade in Russland, nicht staatlichen Repressionen rechtlos ausgeliefert sind. Das Grundgesetz verpflichtet alle staatlichen Institutionen sich an der Menschenwürde auszurichten und diese zu schützen. Es gewährleistet, dass wir unsere Grundrechte, die in vielen Ländern der Erde nicht selbstverständlich sind, wahrnehmen können. Er bietet auch die Möglichkeit, ungestraft die Regierung zu kritisieren und dagegen zu opponieren, solange die Menschenwürde anderer und der „Rahmen“ nicht bedroht werden.

Manchmal scheint es mir, als wäre dieses Grundgesetz wie eine Bauerntruhe. Etwas verstaubt steht sie unbeachtet auf dem Dachboden. Und viel zu selten sehen wir hinein und heben die Schätze.

Im Juni 2024 haben wir Wahlen. Wir bestimmen, wer in unseren Gemeinden das Sagen hat. Und, wir entscheiden darüber, welche Wege wir in Europa gehen wollen. Diese Wahlen sollten wir nicht gering schätzen. Auch unsere Stimme hat Gewicht und Einfluss. Einfluss darüber, ob wir die schwierigen Entscheidungen über unsere Zukunft Menschen überlassen, die klug und ausgewogen ihr Mandat wahrnehmen. Oder, ob wir Menschen in die Parlamente bringen, die auf Kosten der Schwachen und der nachkommenden Generationen ein völkisches und engherziges „Zurück in die Zukunft“ proklamieren? 

Als ChristInnen und Christen haben wir einen Kompass in der Hand, der uns auch bei Wahlentscheidungen Orientierung bietet. Dieser Kompass zeigt auf „Frieden“, „Bewahrung der Schöpfung“ und „Gerechtigkeit“. Das sind große Themen, die aber auch im Kleinen gestaltet werden. Auch in einer Gemeindevertretung wird entschieden, ob Geflüchtete willkommen sind, ob alternative Energien Vorrang vor einer Umgehungsstraße haben oder die öffentlichen Einrichtungen barrierefrei gebaut werden. 

Die letzte Kommunalwahl der DDR vor 35 Jahren war die letzte „Wahl“ vor dem Untergang der DDR. Es war riskant, seine Zustimmung zur Einheitsliste zu verweigern und konnte Schikanen und Repressionen nach sich ziehen. 2024 brauchen wir weder Haftstrafen oder den Verlust des Arbeitsplatzes fürchten. Es gibt keine Wahlpflicht. Aber es gibt eine Bürgerpflicht, und ich meine, auch eine Christenpflicht,  denen unsere Stimme für eine befristete Zeit anzuvertrauen, die sich an demokratische Standards und Verfahren halten und nicht auf dem Rücken von Minderheiten, Ausgegrenzten und Nichtwahlberechtigten, wie z.B. Kinder und „Migranten“ Politik machen.

Meine Wunsch ist, dass wir als Christinnen und Christen öfters unsere Schatztruhen öffnen, um die verborgenen Schätze und Talente, die ein demokratisches Zusammenleben braucht ans Licht zu bringen.  

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser eine weise Entscheidung

Ihr 

Karl-Georg Ohse

 

 

 

Karl-Georg Ohse leitet seit 2011 das Projekt „Kirche stärkt Demokratie“. Das aus dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ geförderte Beratungs- und Fortbildungsangebot berät und qualifiziert in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern Ehren- und Hauptamtliche im Umgang mit demokratie- und menschenfeindlichen Einstellungen. 

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22.05.2024

Für eine starke Demokratie überall in Europa: Rechtsextremismus stoppen - Demokratie verteidigen

Mit Demos vom 23. Mai bis 8. Juni 2024 im ganzen Land

Wir stehen ein für eine demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft, für Frieden und Freiheit, Vielfalt und Menschenrechte, die Wahrung der Menschenwürde, wirtschaftliche Sicherheit und soziale Gerechtigkeit. All das greifen die AfD und andere Rechtsextreme an. Als selbstbewusste Gesellschaft schauen wir nicht tatenlos zu. Wir schließen uns in der ganzen demokratischen Breite dagegen zusammen. Direkt vor der Europawahl am 9. Juni und den Kommunalwahlen in neun Bundesländern gehen wir gegen die extreme Rechte auf die Straße. Wir rufen unsere Mitbürger*innen auf: Setzt mit uns ein starkes Zeichen gegen Rassismus und rechte Extremisten. Geht wählen und wählt demokratisch!            

Wir lassen uns die Demokratie in Europa nicht kaputt machen!

Die Rechtsextremen wollen die Grenzen innerhalb Europas wieder hochziehen. Aber ein Europa nationaler Egoismen gefährdet Freiheit und Wohlstand. Wir verteidigen ein geeintes Europa – als historische Konsequenz der ewigen Kriege und des Faschismus. Wir wollen die EU mutig weiterentwickeln: Unser Europa setzt ambitionierte Sozial- und Umweltstandards, die sich Nationalstaaten niemals alleine trauen würden. Es baut auf Zukunftsinvestitionen und konsequente Klimapolitik. Und es lässt alle Menschen sozial teilhaben, verteidigt die Menschenrechte und schützt Verfolgte.            

 Wir sind eine wehrhafte Demokratie!

Menschen mit Migrationsbiographie, andere Marginalisierte und alle, die nicht in ihr ausgrenzendes Weltbild passen, sind durch das Erstarken der AfD besonders bedroht. Mit einem Klima der Angst wollen Rechtsextreme jeden Widerspruch ersticken. Alle demokratischen Parteien müssen jetzt klarstellen, dass sie mit solchen Kräften keine gemeinsamen Mehrheiten suchen. Siege der Rechtsextremen bei den Kommunalwahlen und eine Regierungsbeteiligung auf Landesebene müssen wir verhindern!           

Die Hoffnung und Zuversicht sind zurück!

Die Protestwelle gegen die AfD, die unser Land erfasst hat, ermutigt uns. Jetzt wollen wir dafür sorgen, dass die extreme Rechte auch an den Wahlurnen verliert. Vor den Kommunalwahlen und der Europawahl gehen wir ab dem 23. Mai in hunderten Orten auf die Straße. Höhepunkt der Demonstrationen ist Samstag, der 8. Juni. Sei dabei!

Die Demonstrationen in Berlin, Cottbus, Erfurt, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Leipzig werden von einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen getragen. Neben dem hier dargestellten bundesweiten Bündnis haben sich zusätzlich in den acht Städten jeweils lokale Bündnisse gebildet. Die lokalen Bündnisse sind auf den Städte-Seiten abgebildet.

Unterzeichner:innen u.a.: EKD | DGB | Der Paritätische | Pro Asyl | Greenpeace

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21.05.2024

"Von den Grenzen der Streitkultur in einer wehrhaften Demokratie" Öffentliche Podiumsdiskussion

Achtung! Neuer Veranstaltungsort: "Tisch", Martinstr.11, 19055 Schwerin

Das Oberverwaltungsgericht Münster bestätigte kürzlich: Die AfD ist und bleibt ein „rechtsextremistischer Verdachtsfall.“ Die Landesverbände u.a. in Thüringen und Sachsen gelten als gesichert rechtsextrem. Ähnlich sieht es mit der Jungen Alternative (JA) aus, die weit verzweigte personelle Überschneidungen mit der Alt-Right-Bewegung und Personen aus klassischen Neonazi-Subkulturen unterhält. Die Organisationen stehen mit dem Grundgesetz somit auf Kollisionskurs. – Vor dem Hintergrund der laufenden gesellschaftlichen Debatte ist strittig, ob man eine Partei, die volatil um die 20% der Wähler:innen hinter sich vereint, verbieten kann. Was braucht es noch, um die Verbotsdebatte mit Nachdruck voranzubringen? Wann entsteht aus einer latenten Gefahr für unsere freiheitlich-rechtsstaatliche, plurale und menschenrechtsorientierte Ordnung ein irreversibler Kipp-Punkt ins Autoritäre, in eine menschenverachtende Entwicklung, die wir dann nicht mehr aushebeln respekte zurückdrängen können? Mit Gästen, die unterschiedliche Perspektiven mitbringen diskutieren am Dienstag, den 4. Juni 2024 um 19:00 Uhr Dr. Daniel Trepsdorf, Leiter des Regionalzentrums für demokratische Kultur Westmecklenburg und Karl-Georg Ohse, Projektleiter "Kirche stärkt Demokratie".

Gäste:

Tilmann Jeremias (Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern)

RA Alexander Hoffmann (Kiel, u. a. Anwalt im Rahmen der NSU-Prozesse) 

Victoria Flägel (Journalistin Katapult) 

Dr. Gudrun Heinrich (Politische Bildnerin, Uni Rostock)

Michael Seidel (Publizist, SVZ + NK/Schwäbisch Media)

Ulrike Seemann-Katz (Flüchtlingsrat MV) 

Moderation: Karl-Georg Ohse („Kirche stärkt Demokratie") und Dr. Daniel Trepsdorf (RAA-Demokratiezentrum Westmecklenburg) 

Zeit: Dienstag, 4. Juni 2024, 19:00 - 21:00 Uhr

Ort: "Tisch", Martinstr.11, 19055 Schwerin

Die Teilnahme ist kostenlos. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Bitte melden Sie sich unter westmecklenburg@raa-mv.de  mit Ihrem Namen und ggf. Ihrer Organisation an. 

Anmeldefrist: Sonntag, der 2.6.2024. Es gelten die am Veranstaltungsort ausliegenden Regeln guter demokratischer und respektvoller Diskussionskultur. Die Veranstaltung wird zumindest partiell aufgezeichnet respektive im Web 2.0 (z. B. Social-Media-Plattformen) gestreamt.  

Anmeldelink: https://www.raa-mv.de/termin/wehrhafte-demokratie-was-spricht-fuer-ein-afd-verbot-und-was-dagegen/

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20.03.2024

„Die AfD tritt das christliche Menschenbild mit Füßen“

Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat zum Abschluss ihrer Klausurtagung in Dresden eine klare Warnung vor der AfD ausgesprochen: „Es alarmiert uns, dass 75 Jahre nach Verabschiedung des Grundgesetzes in Deutschland erneut antidemokratische Kräfte an die Macht streben. Wir sagen klar und unmissverständlich: Wer die AfD wählt, unterstützt eine Partei, die das christliche Menschenbild mit Füßen tritt.“

Weiter heißt es: „Mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verstößt die AfD programmatisch gegen das Gebot der Nächstenliebe und vergiftet mit ihren Hetzparolen den Geist der Gemeinschaft. Diese Partei will uns die Mitmenschlichkeit, unseren Nächsten die Menschenwürde und Gott die Ehre entreißen. Wir bitten Christ*innen und Nicht-Christ*innen, mit ihrer Stimme bei den zwölf anstehenden Wahlen in diesem Jahr die Demokratie zu stärken und nicht zu schwächen.“

Die Bischofskonferenz, bestehend aus den leitenden Geistlichen der sieben in der VELKD verbundenen Landeskirchen unter der Leitung von Landesbischof Ralf Meister, besuchte auch die Kirchengemeinde in Pirna – einer Stadt, die im Dezember 2023 zum ersten Mal in Deutschland den von der AfD aufgestellten, parteilosen Kandidaten zum Oberbürgermeister wählte. Die dortige Kirchengemeinde engagiert sich in einem breiten Bündnis gegen Rechtsextremismus.

Quelle: https://intern.ekhn.de

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06.03.2024

Mit Rechtspopulismus umgehen: "Schweigen wird als Zustimmung gesehen"

Rechtspopulismus ist eine Herausforderung auf gesellschaftlicher Ebene. Immer öfter werden Menschen auch im Alltag damit konfrontiert. Wie wir uns in solchen Situationen richtig verhalten, erklären unsere evangelischen Kommunikationsexperten im Interview.

Oftmals kommen sie ohne Vorwarnung. Sätze, wie: „Diese Flüchtlinge kommen doch nur hierher, um zu schmarotzen!“ Sie kommen aus den Mündern der Großeltern, Eltern, Geschwister und vom Tisch im Restaurant nebenan – und führen nicht selten dazu, dass man erstarrt da sitzt und nicht so recht weiß, was man nun sagen soll. Ist es besser, in solchen Momenten zu schweigen, um den Frieden nicht zu gefährden? Oder ist es nicht vielmehr wichtig, sofort etwas entgegenzusetzen? Doch was? 

Darüber sprechen wir im Interview mit drei evangelischen Kommunikationsexperten: Paul Steffen, Politikwissenschaftler, Karl-Georg Ohse, Sozialpädagoge und Projektleiter von „Kirche stärkt Demokratie“, und Krischan Heinemann, Pastoralpsychologe und Leiter des Beratungs- und Seelsorgezentrum Hauptkirche St. Petri.

Zunächst gilt es, auf sich zu schauen. 

Karl-Georg Ohse rät dazu, zunächst auf sich selbst zu schauen: „In welcher Situation geschieht die Äußerung und wie bin ich gerade selbst verfasst? Habe ich gerade die Muße und Energie, in die Auseinandersetzung zu gehen und damit womöglich den Weihnachts- oder Familienfrieden zu gefährden?“ Bei eindeutig rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden Aussagen sei es jedoch ungemein wichtig, eine Grenze zu setzen, so der Wissenschaftler weiter. Schließlich ginge es auch um die Frage, ob das Gegenüber gerade die eigene „Wahrheit“ verkünden wolle – also gar nicht an einem Gespräch interessiert ist – oder ob es sich wirklich um einen Dialog, ein gegenseitiges „Verstehen wollen“, handelt, sagt Krischan Heinemann. 

Doch auch mit genug Energie und einem grundsätzlichen beidseitigen Interesse am Gespräch fällt es vielen Menschen oft nicht leicht, den Mund aufzumachen, wenn sie eine rassistische oder rechtspopulistische Aussage hören. Politikwissenschaftler Paul Steffen nennt das den „Betroffenheitsreflex“, der aufkomme, sobald ein anderer Mensch laut oder ausfallend wird. „Da wollen Menschen diese Situation meist lieber übergehen oder wegdrücken – aber das ist selten hilfreich“, denn das unangenehme Gefühl würde für alle Beteiligten im Raum bleiben. „Und noch viel schlimmer: Schweigen wird als Zustimmung gesehen. Wenn etwas im Raum steht, ist es wichtig, auf irgendeine Weise zu reagieren und sei es, indem man Betroffenheit ausdrückt.

“Rechtspopulistische Aussagen irritieren – das kann man auch laut aussprechen"

Doch wie kann so eine Reaktion aussehen? Zunächst kann es hilfreich sein, einfach nachzufragen, rät Karl-Georg Ohse, denn: „Wer fragt, der führt. Es kann also helfen, nachzuhaken: ‚Was hast du damit gemeint?‘ oder auch: ‚Habe ich dich gerade richtig verstanden?‘ sind hierbei mögliche Einstiege.“ Das würde es – im besten Fall – erleichtern, hinter die eigentliche These der Behauptung zu kommen. „Vielleicht geht es ja um etwas ganz anderes als die laut geäußerte rechtspopulistische Aussage.“ Diesen Ansatz vertritt auch Krischan Heinemann: Unzufriedenheit, Sorgen und Ängste seien alles Dinge, die jeder Mensch verstehen könne – „aber all das darf auch einem Realitätscheck unterzogen werden“. Meint: Versteht man selbst das Gegenüber in seinen menschlichen Emotionen, fiele es auch diesem leichter, sich und die Gefühle hinter den Parolen zu verstehen. Oft seien dann die „simplen Lösungen“ fraglich und würden weder dem Gegenüber, noch sonst wem helfen. Wichtig sei auch, die eigene Irritation deutlich zu machen, ergänzt Paul Steffen. „Dabei sollte man darauf achten, nicht zu anklagend zu formulieren, sondern möglichst unaufgeregt Haltung zu zeigen.“ Niemand müsse in solchen Momenten die überzeugendsten Argumente zur Hand haben. Meistens würden einem die guten Argumente ohnehin erst dann einfallen, wenn das Gespräch schon vorbei ist, sagt Karl-Georg Ohse. Viel wichtiger sei es, dem Entsetzen über bestimmte Aussagen den notwendigen Raum zu geben. „Es hilft ebenfalls, auf die eigenen Erfahrungen und Sichtweisen zurückzugreifen und diese in der Ich-Perspektive zu teilen“, so Paul Steffen. Wenn also das Gegenüber verallgemeinernde Aussagen über eine Menschengruppe tätigt, ließe sich mit einem einfachen: „Das habe ich anders erlebt“ oder: „Das hört sich für mich sehr übertrieben an“ reagieren. Dies sei noch kein Frontalangriff, erklärt der Politikwissenschaftler, würde das Gesagte jedoch gut abfangen. Und man dürfe auch „Stopp!“ sagen, betont Krischan Heinemann: „Ich kann nicht mehr zuhören, ich verstehe das nicht, ich ertrage das nicht“ – alles legitime Gründe, ein Gespräch dieser Art abzubrechen. Ein Dialog bringe nichts, wenn man selbst beispielsweise genervt oder abgestoßen ist, denn schließlich brauche man für ein gutes Gespräch Zeit, Ruhe, eine gute Atmosphäre, Raum und Bereitschaft, so der Pastoralpsychologe weiter.

Auch eine Sache der Übung

Rechtspopulistische Aussagen – egal, ob sie von unseren Liebsten oder Fremden kommen – bringen viele Menschen oftmals aus dem Konzept. Man reagiert mit Scham, denn in solchen Momenten „schämen wir uns für unsere Mitmenschen, obwohl wir das eigentlich nicht müssten“, erklärt Karl-Georg Ohse. Und nicht selten hätte man Angst vor einem Schlagabtausch, vor der Konfrontation und einer Eskalation. „Wir haben dabei oft im Hinterkopf, was alles Schlimmes passieren könnte, dabei ist es meistens gar nicht so, gerade dann nicht, wenn unser Gegenüber redebereit ist.“ Nicht zuletzt wachsen viele Menschen mit einem Missverständnis von Streit auf, sagt Paul Steffen: „Streit wird in nicht wenigen Familien als etwas Negatives angesehen. Was verständlich ist, denn wann geht man schon einmal auseinander und sagt: ‚Man, was haben wir gut gestritten!‘ Dabei kann – konstruktiver – Streit sehr gut für jede Beziehung sein.“ Letztlich sei es auch eine Sache von Übung: Je öfter man etwas sagt, sobald man eine rechtspopulistische Aussage hört, desto leichter fällt es mit der Zeit. 

Paul Steffen, Politikwissenschaftler, Fachstelle Engagementförderung und 

Karl-Georg Ohse, Sozialpädagoge, Projektleiter „Kirche stärkt Demokratie“ im Sprengel Mecklenburg-Pommern bieten einen Workshop zum Thema Umgang mit Rechtspopulismus. 

Wann? Samstag, 16. März, 10:30-15Uhr 

Wo? Haus der Kirche, Max-Zelck-Straße 1, 22459 Hamburg

Bei Interesse an einer Teilnahme, melden Sie sich unter folgender E-Mail an: paul.steffen@kirchenkreis-hhsh.de 

Quelle: https://www.kirche-hamburg.de/nachrichten                                                                                                                                                                                                                                   

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06.03.2024

Aufstehen für die Demokratie geht weiter, auch in MV

Demnächst in:

Bergen auf Rügen, 16. März, 14 Uhr, Platz des Friedens/ Friedensstr.

Pasewalk, 16, März,15 Uhr, Marktplatz

Schwerin, 19. März, 18 Uhr, Markt

Hinweis: "Kirche stärkt Demokratie" plant für den 23.04.24 einen Online-Erfahrungsausstauch zu den Demontartionen und Bündnissen. Näheres demnächst.

Quelle: Katapult, u.a.





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01.03.2024

Katholische Bischöfe: Christsein und AfD geht nicht zusammen

Deutsche (katholsische) Bischofskonferenz (DBK) diskutiert Fragen zur Zukunft der Demokratie im Wahljahr 2024

Derzeit wird in Deutschland intensiv über das demokratiegefährdende Potenzial rechtsextremer Parteien diskutiert, vor allem über die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und das hinter ihr stehende Milieu. Die DBK hatte sich bereits auf der zurückliegenden Herbst-Vollversammlung in Wiesbaden (25. bis 28. September 2023) dem Umgang mit Rechtsextremismus, auch innerhalb der Kirche, gewidmet und dabei die Ablehnung menschenverachtender und demokratiefeindlicher Aussagen ins Wort gefasst. 

Aus der Pressemitteilung der DBK: "Am 9. Juni 2024 finden in Deutschland die Europawahl und zugleich zahlreiche Kommunalwahlen statt. Im September 2024 stehen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen Landtagswahlen an. Laut Umfragen droht die AfD in den drei Ländern stärkste Kraft im Parlament zu werden. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, dass die katholische Kirche weiterhin klar Position bezieht. Und das haben die deutschen Bischöfe auch in der Vergangenheit gemacht, wenn es darum ging, sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu bekennen und sich zugleich gegen Populismus und Extremismus zu stellen." Bischof Bätzig, der Vorsitzende der DBK erinnerte daran, dass: "bei der Abschluss-Pressekonferenz auf der Frühjahrs-Vollversammlung 2017 in Bensberg „rote Linien“ für legitimes politisches Engagement formuliert wurden; dass die Deutsche Bischofskonferenz 2019 erstens die Arbeitshilfe Dem Populismus widerstehen. Arbeitshilfe zum kirchlichen Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen und zweitens – zusammen mit der EKD – das Gemeinsame Wort Vertrauen in die Demokratie stärken veröffentlicht hat; dass die Freisinger Bischofskonferenz im November 2023 eine Erklärung abgegeben und die nord-ostdeutschen Bischöfe am 19. Januar 2024 öffentlich erklärt haben, dass sie „vor dem Hintergrund unseres eigenen Gewissens die Positionen extremer Parteien wie dem III. Weg, der Partei Heimat oder auch der AfD nicht akzeptieren können“. Das sind nur einige Beispiele von vielen anderen, zu denen auch die Beteiligung von zahlreichen Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz bei Großdemonstrationen gegen rechts in diesen Wochen zählt."

Die bei der Vollversammlung jetzt in Augsburg einstimmig verabschiedete Erklärung trägt den Titel Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar. Sie beschreibt die ideologischen Grundlagen dieser Weltanschauung, die auf der Annahme beruht, dass das Volk als Ethnos, als Abstammungs- und Blutsgemeinschaft, existiert und dass das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft, religiöser Zugehörigkeit und kultureller Prägung prinzipiell infrage gestellt werden müsse. Der Volksbegriff des völkischen Nationalismus steht im Gegensatz zur auch im Grundgesetz verankerten Vorstellung des Volkes als Demos, d. h. als Gemeinschaft der Gleichberechtigten, die auf der Grundlage der Menschenrechte unsere Gesellschaft gemeinsam aufbauen.  

Die Bischofskonferenz stellt zudem heraus, dass rechtsextremistische Gesinnungen und Konzepte fundamental auf Ab- und Ausgrenzung ausgerichtet sind. Dabei wird die gleiche Würde aller Menschen entweder geleugnet oder relativiert. Ganz offenkundig steht diese Ideologie in scharfem Gegensatz zum christlichen Menschenbild, für das die Menschenwürde Ausgangs- und Zielpunkt darstellt. In der Erklärung der deutschen Bischöfe wird auch deutlich herausgearbeitet, dass die Verengung des Solidaritätsprinzips – nämlich die ausschließliche Orientierung auf die Angehörigen des eigenen, ethnisch homogen verstandenen Volkes – mit den Grundlagen der christlichen Sozialethik gänzlich inkompatibel ist. Auch das Demokratieprinzip, das auf dem Gedanken der gleichen Rechte aller beruht, ist damit infrage gestellt.

Schon diese wenigen Stichworte zeigen: Es geht bei der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus nicht um einzelne politische Differenzen. Es geht um fundamentale Unterschiede im Verständnis des Menschen. Deshalb kommt die bischöfliche Erklärung zu dem Schluss: „Völkischer Nationalismus ist mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild unvereinbar. Rechtsextreme Parteien und solche, die am Rande dieser Ideologie wuchern, können für Christinnen und Christen daher kein Ort ihrer politischen Betätigung sein und sind auch nicht wählbar. Die Verbreitung rechtsextremer Parolen – dazu gehören insbesondere Rassismus und Antisemitismus – ist überdies mit einem haupt- oder ehrenamtlichen Dienst in der Kirche unvereinbar.“ Konkret mit Blick auf die AfD wird beschrieben, dass in dieser Partei mittlerweile eine völkisch-nationalistische Gesinnung dominiert. Die AfD changiert zwischen einem echten Rechtsextremismus und einem Rechtspopulismus, der der schillernde Rand des Rechtsextremismus ist und von diesem ideologisch aufgeladen wird. Eine solche Partei zu wählen bedeutet, sich gegen die Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens und der Demokratie in unserem Land zu stellen.

Bei alledem sind sich die Bischöfe auch darin einig, dass die Kirche sich dem Dialog mit Menschen, die sich für solche extremistische Botschaften empfänglich zeigen, aber gesprächswillig sind, nicht entziehen darf. Und schließlich: Selbstverständlich müssen reale Probleme in unserer Gesellschaft, die von rechtsextremer Seite instrumentalisiert werden, angegangen werden: von Gerechtigkeitsfragen bis hin zur Notwendigkeit einer guten Integration aller Migranten.

Quelle: Deutsche Bischofskonferenz

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01.03.2024

Die EKD zieht nach: Ratsvorsitzende Fehrs warnt Wahl der AfD

 Die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, die auch Bischöfin in der Nordkirche ist, schließt sich der Warnung der katholischen Bischöfe vor einer Wahl der AfD an. In diesen Zeiten, in denen Rechtsextremisten die „Grundwerte unseres Zusammenlebens“ infrage stellten, sei eine klare und gemeinsame Haltung der Kirchen wichtig, erklärte Fehrs am Montag.                     

„In diesen Zeiten, in denen Rechtsextremisten die Grundwerte unseresZusammenlebens infrage stellen, ist ein klare und gemeinsame Haltung der Kirchen wichtig. Die aktuelle Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und der Beschluss der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland vom Dezember 2023 liegen für mich klar auf einer Linie.                                                       

Völkisch-nationale Gesinnungen sowie menschenverachtende Haltungen und Äußerungen seien mit den Grundsätzen des christlichen Glaubens in keiner Weise vereinbar, betonte die Hamburger Bischöfin. „Wir ziehen daraus die gemeinsame Konsequenz, vor der Wahl rechtsextremer Parteien einschließlich der AfD zu warnen, weil sie Minderheiten ausgrenzen und die Demokratie gefährden.“

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hatte vergangene Woche vor einer Wahl ultrarechter Parteien, einschließlich der AfD, gewarnt. Die AfD changiere zwischen einem echten Rechtsextremismus und einem Rechtspopulismus, der weniger radikal und grundsätzlich daher komme, hieß es in einer auf der Frühjahresvollversammlung der Bischöfe verabschiedeten Erklärung.

Fehrs verwies auf einen Beschluss der EKD-Synode von Anfang Dezember 2023. Dieser liege für sie „klar auf einer Linie“ mit der Erklärung der katholischen Bischöfe, sagte sie. In dem Beschluss hatte die Synode dazu aufgerufen, „ausschließlich Parteien aus dem demokratischen Spektrum zu wählen, die sich für eine offene Gesellschaft der Vielfalt und ein gerechtes, demokratisches Gemeinwesen einsetzen“.

Die EKD-Ratsvorsitzende rief auch dazu auf, mit Menschen in den Dialog zu treten, die mit Rechtsaußen-Parteien sympathisieren. „Wir müssen uns deutlich mehr dafür interessieren, was die Gründe dafür sind“, sagte Fehrs. Zugleich müsse auch in den Reihen der Kirche gegen diskriminierende Ressentiments vorgegangen werden.


Quelle: EKD

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