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Gedenkveranstaltungen in MV zur Erinnerung an Opfer der Novemberpogrome: Menschlichkeit und Solidarität erhalten

Weit mehr als 600 sogenannte Stolpersteine erinnern in ganz MV an Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Dazu zählen diese drei „Stolpersteine“ in Neubrandenburg. 

Die Pogrome der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 haben gezeigt, was es heißt, wenn eine Gesellschaft ihre Humanität aufgibt, Menschen ausgrenzt und ihnen ihre Existenz abspricht. „Auch der Genozid an den europäischen Juden fiel nicht vom Himmel, sondern wurde lange intellektuell und politisch vorbereitet“, sagt Karl-Georg Ohse vom Schweriner Arbeitskreis „9. November 1938“. „Der 9. November 2025 mahnt, dass die Entrechtung und Stigmatisierung von Menschen nicht den Werten unserer freiheitlichen Demokratie entsprechen und wir uns Antisemitismus und Rassismus entgegenstellen müssen.“

In diesem Jahr gingen die Initiatoren der Mahn- und Gedenkstunde der Frage nach, „warum Menschlichkeit und Solidarität verloren gehen und wie sie erhalten werden können“, so Karl-Georg Ohse. Zugleich werde an die Opfer der Pogrome von 1938 und die Auslöschung jüdischen Lebens in Deutschland erinnert.

Quelle: kirche-mv.de